Überrascht vom Leben
Überrascht von Gott

Predigten 2007-2011


Inhalt:
1.  Gottes große Liebe  (2. Buch Mose Kap 19,1-6) Israels Berufung (2011)
2.  Gott ist heilig   (Jes. 6, 1-13) – Jesajas Berufung  (2011)
3.   Vorurteile  (Jugendgottesdienst) 2011
4.  Fernsehpsalm (Psalm 23)
5   Sklaven haben keine Seele - (
1.Petrus 2. 21-25) 2010
6.  Der Fels in der Brandung   Jugendfreizeit 2010
7.  Geistlicher Leitfaden-Notwendig? Impulsfreizeit 2010
8.  
Das Geheimnis um die Krippe  6. Januar 2010 – (Eph.3,2-3a 5-6)
9.  Die Qual der Wahl  Gospelhour 2009      
10. Meine erste Glückspredigt   Impulsfreizeit 2009
11. Die Blindgänger   Jugendgottesdienst 2009
12. Der barmherzige Samariter
Lukas 10, 25-37) 2010
13. Wer schreibt dein Drehbuch deines Lebens? Sommerfreizeit 2009
14. Mehr-Wert   Jugendgottesdienst 2009
15. Krisenmanagement Jesus vorbildlich?  Urlaub mit Tiegang 2009
16. Jesus - Wer bist du?   Glaubensgrundkurs 2008
17. Der kritische Jünger Thomas   (Joh. 20,19-29)  2009 
18. Bist du motiviert?  Jugendgottesdienst 2009
19. Unerhört !?  Jugendgottesdienst 2007
20. Herzerweiterung Gottes  Urlaub mit Tiefgang 2007
21. du sollst ein Segen sein!  Mitarbeitertag 2009
22. Du bist begabt (Ehp 4. 11-15) Pfingsten 2006
23. Der Hauptmann von Kapernaum (Math. 8,1-10) 2009
24. Die wundersame Brotvermehrung  Hauptgottesdienst 2007
25. Umkehren, weil das Himmelreich nahe ist (Math.4.17) 2006
26. Glaube-Vorsprung durch Vertrauen (Heb.11. 8-10) 2007
27. Begabe uns heiliger Geist (1.Kor. 12. 4-11) Pfingstmontag 2010
28. Mein Stand in Jesus und andere Gedanken




Ein schlauer Mensch hat gesagt, dass ihm zwei  
                Erkenntnisse wichtig geworden sind:

                     1. Es gibt einen Gott
                  2. Ich bin es nicht!



 

 

 

In jedem Menschen ist ein Abgrund;
den kann man nur mit Gott füllen.

   
 Blaise Pascal





 


Predigt 28. Augus
t 2011  Hauptgottesdienst  Herbert Niedermirtl

Gottes erste große Liebe


Herr, segne unser Reden und Hören durch deinen Heiligen Geist. Amen.

Liebe Gemeinde

Erinnern sie sich an ihre erste große Liebe? Es gibt bei Gott eine erste große Liebe! Woher ich das weiß? Der heutige Predigttext wird uns zu den aufregenden Anfängen der jüdischen Geschichte und ihrer Beziehung zu Gott führen.

Drei Monate ist es her, das ihr Führer Moses und das jüdische Volk das größte Wunder in ihrer jungen Geschichte erlebt hatten. In größter Angst und Bedrängnis gelang einem ganzen Volk die Flucht aus Ägypten. Frauen und Männern und Kinder führte Gott aus dem verhassten Land Ägypten und  lotste sie sicher durch das rote Meer, das sich wundersam teilte. Die Ägypter wurden abgeschüttelt und die Versklavung hatte damit ein Ende gefunden: Endlich Freiheit, neue Selbstbestimmung, Selbstständigkeit, Ende der Unterdrückung und Gewaltherrschaft, endlich Anspruch auf Recht und Würde. Endlich Mensch sein.
Das Volk jubelt. (Ich habe jetzt auch Bilder von Libyen vor Augen, das über das Ende der Diktatur Gaddafi jubelt) So jubelt das Volk der Israeliten über das Ende der Knechtschaft in Ägypten. Drei  Monate später steigt Moses, ihr großer Führer auf den Berg Sinai und hat dort eine Gottesoffenbarung. Dort oben hört er unglaubliche und noch nie ausgesprochene Gottesworte!!

Es ist gleichzeitig der Predigttext und steht im 2. Buch Mose Kap 19,1-6:

„So sollst du sagen zu dem Hause Jakob und den Israeliten verkündigen:
Ihr habt gesehen, was ich mit den Ägyptern getan habe und wie ich euch getragen habe auf Adlerflügeln und euch zu mir gebracht.
Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen Völkern; denn die ganze Erde ist mein.
Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk. Sein. Das sind die Worte, die du den Israeliten sagen sollst.“

Es sind erstaunliche Worte und es lohnt sich darüber nachzudenken.

 

1.Ihr habt gesehen:  Was ich getan habe:  Dahinter steckt der Wunsch von Gott :            Erinnert euch.
Wie leicht vergisst der Mensch die guten Taten Gottes. Und so muss Gott den Menschen in sein Stammbuch schreiben. Erinnere dich.

Wie damals und heute leidet der Mensch  unter einem schwachen Erinnerungsvermögen und damit besteht die Gefahr undankbar zu werden oder in alte Fehler zurück zufallen. Auch die dunkelsten Stunden in unserer deutschen Geschichten, ausgerechnet auch gegen das jüdische Volk, müssen in Erinnerung bleiben, sodass nie wieder solch ein unbegreifliches Unrecht geschieht, wie unter diesem grausamen  Naziregime. Es gibt Stiftungen gegen das Vergessen, die ich absolut begrüße.

Gott erinnert Moses daran. Vergiss nicht, was ich dir Gutes getan habe. Wer sich daran erinnert, bleibt dankbar!!

2. Und noch etwas schreibt Gott in das Stammbuch, das für uns heute   auch wichtig sein kann: Hast du es gesehen : Ich (Gott)habe es getan

Allein Gott hat es bewirkt. Ich habe die Ägypter verjagt.  Ich habe euch getragen. Ich habe euch zu mir gebracht.

Kann das übersetzt bedeuten: Es war keine menschliche Leistung auf die Du stolz sein kannst. Es war nicht Moses Leistung. Vielleicht ist am Abend an den Lagern erzählt worden, wie heldenmütig und großartig die Ägypter von Israelitenhand besiegt worden sind. Wie gerne wird doch der Mensch übermütig und eingebildet auf Leistungen, die er gar nicht erbracht hat.

Dr. Theodor von Guttenberg musste kleinlaut bekennen, dass es nicht seine eigene Leistung war, die ihm die Würde eines Doktors erbracht hatte. In seiner Doktorarbeit gab es ganz viel Plagiate und Schwindel. Peinlich, peinlich. Der Absturz war groß.

Gib Gott die Ehre, sagt Gott dem Moses. Und hat schon Johannes, der Täufer hat das erkannt und über Jesus gesagt: Ich muss abnehmen und ER zunehmen. Diese Demut tut uns gut und öffnet uns die Augen für Gottes Wirken und verhindert Stolz.

 

Der nächste Satz hat es in sich!

3. Werdet ihr auf meine Stimme hören und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen Völkern

Wie wird wohl sein Volk darauf regieren. Auf seine Stimme hören, bedeutet das eine neue Unfreiheit? Besteht hier eine neue Bevormundung?  

Gott gibt klar zu verstehen, Freiheit und Recht gibt es, aber nicht ohne IHN.  Ohne ihn ist das nicht denkbar. Sonst bleibt alles ein Brei von Ichbezogenheit und führt zu neuer Unfreiheit. Nur das Hören auf Ihn führt in diese Freiheit, die auch in Verantwortung führt.

Ihr sollt meinen Bund halten: Und so lerne ich hier, dass Gott ein Bund mit dem Volk schließt, den sie halten sollen.

Gott schließt Bündnisse: Er will nicht allein und inkognito im Himmel oben bleiben. Er ist ein Beziehungsgott und will aktiv mitwirken. Ich erinnere mich. Er schloss ihn mit Noah, nach der Sintflut,  Auch zu Abraham sagte er:                                                                           
Und ich will dich zum großen Volk machen und will dich segnen und dir einen großen Namen machen, und du sollst ein Segen sein. Ich will segnen, die dich segnen.            
Das ist ein Bund, übersetzt können wir mit „Ich verspreche es, ich bin mit dir. Ich gehe mit dir durch dick und dünn.“ Und ich bin entschlossen dieses Versprechen zu halten!!

Als ich meine Frau Iris geheiratet habe, schloss ich mit ihr einen Ehebund. Ich will dein Mann sei und dich als Ehefrau annehmen.  Ich will Dich lieben und ehren, bis uns der Tod scheidet.  Wir sind jetzt 25 Jahre verheiratet und Gott sei Dank halten noch unser Ehebund und unser Versprechen. Viele wissen vielleicht auch aus schmerzlicher Erfahrung: Die Bündnisse, die Menschen mit Menschen eingehen, sind oft sehr zerbrechlich und gefährdet.  Es gehören ja immer zwei dazu. 

Es gibt eine geradezu schönte Geschichte in der Bibel von zwei ungleichen Frauen, die einen Bund schließen, die als vorbildlich gilt.

Die Geschichte von Ruth und Naomi wird bis heute einmal im Jahr im jüdischen Gottesdienst gelesen, und zwar zum Wochenfest, hebräisch: Schawuot. Es findet im Mai oder Juni statt, im dritten Monat des jüdischen Jahres.

Wo du hingehst, da will auch ich hingehen; 
wo du bleibst, da bleibe ich auch.  
Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott.

Diesen Satz spricht Ruth zu ihrer Schwiegermutter No’omi. Sie wollte die alte hilflose Frau auf keinen Fall sich selbst überlassen und sie nicht verlassen, obwohl sie durch den Tod ihres Mannes das Recht dazu gehabt hätte. (Ruth 1, 16)

Es sind starke Sätze der Liebe und Wertschätzung. So denkt Gott auch über uns. Er will uns nicht verlassen.

Sie wird weitergeführt von Jesus, der seinen Jüngern verspricht:

Ich bleibe bei euch alle Tage bis an das Ende der Welt!“                                      
 
Das ist ein Bündnis, das es in sich hat: Eine Einladung zum Leben mit Jesus, an und neben meiner Seite.

Ich hoffe nicht, dass ich eines Tages auf die Idee komme, diesen Bund einseitig zu aufkündigen. Ich wäre damit ein Verlierer.

Ihr sollt mein Eigentum sein!! Vor allen Völkern

Hier spricht Gott ein Geheimnis aus. Es ist eine Besiegelung der Lebensgemeinschaft zwischen Gott und dem Volk Israel, der bis heute gültig ist und gilt jeden Menschen, der diesem Gott vertraut.

Es ist eine einmalige Liebeserklärung an seine erste Große Liebe Israel.

Ihr sollt mein Eigentum sein!

Gott will uns nicht loswerden, er behütet und pflegt uns wie einen kostbaren Schatz.  Der gute Hirte, der nicht ohne uns leben kann. Er hat uns erkauft durch sein Blut.

Ihr sollt mir ein heiliges Volk sein:  bedeutet für mich: (Heiliges Volk?)

Wir sollen für Gott Ehre bringen, für den Mitmenschen Gutes bewirken, dem Unrecht entgegentreten, der Sünde widersetzen, Fehler eingestehen, den Schwachen annehmen, Gebote halten  usw.    Ihr sollt …..Es ist mehr als nur eine Absichtserklärung!   Wir müssen handeln und unseren Teil dazu beitragen, dass dieser Bund stabil bleibt. Ich muss in diese Freundschaft investieren und sie pflegen.

Ihr sollt:  Du sollst lieben! Das  können wir auch so übersetzen: Wenn ihr mich liebt, dann werdet ihr…, weil ich die  liebe, werde ich so handeln.

Moses war sicher wahnsinnig aufgeregt, als er mit diesen Gottesworten den Berg hinabstieg. Aber ich selbst konnte mich vor kurzem selbst bei einem Besuch in Israel überzeugen. Bis heute diese Worte (Thora) in Israel und Jerusalem gegenwärtig. Der Bund, der Gott mit seinem Volk ca. vor 6000 Jahren schloss am Berg Sinai hält noch heute. Es ist wie ein Wunder!!! Dieses Volk hängt an seinem Gott!!

Wenn auch wir uns an denselben Gott hängen werden wir erleben, dass unser  LEBEN und unser Glauben gelingt; auch in schwierigen und angefochtenen  Momenten und Augenblicken, denn Gott bleibt treu an unserer und meiner Seite.

Das ist sicher und da bin ich mir sicher.

Amen

 









Gott  ist  HEILIG

Predigt über Jes. 6, 1-13 – Jesajas Berufung an Trinitatis, 
Gedanken von Pfarrer Martin Bregenzer, die mir wertvolle Impulse für
die Predigt gegeben hat. Ein schwieriger Text mit einem unerträglichen Auftrag.   
Herbert Niedermirtl

 

Der Herr segne meine Worte und Gedanken, Amen 

Liebe Gemeinde

 

Iris und ich waren noch vor 2 Wochen in dem aufregendem Land Israel. 
Allein von den 12 Tagen waren wir 5  Tage in Jerusalem. Eine unglaubliche 
Stadt.
Wir durften mir unserer Reisegruppe auf dem Tempelberg und uns war 
bewusst, dass ist ein heiliger Ort. Heiliger Boden! Auch wenn jetzt dort die 
Al-Aqsa-Moschee  mit ihrer goldenen Kuppel steht, man nimmt wahr: Also 
hier an diesem Ort stand dieser jüdische Tempel, den Salomo bauen ließ und 
70. n.Chr. von den Römern zerstört wurde. 
Hier stand Jesus vor 2000 Jahren und ging in den Tempel ein und aus. 
Ein heiliger Ort!! 
Es geht unter die Haut.

Hier in diesem Tempel hat ca.700 Jahren vor Jesus Wirken (!!) ein Mann 
Namens Jesaja eine großartige und mysteriöse Erscheinung oder Begegnung mit 
dem heiligen Gott. Er verrichtete wahrscheinlich gerade seinen Priester- oder 
Tempeldienst als das völlig Unerwartete eintraf. Wie ein Blitz!


Hören Sie zunächst den ersten Teil des heutigen Predigttextes, 
Jes. 6,1-8
„In dem Jahr als der König Usia starb, sah ich Gott sitzen auf einem hohen und 
erhabenen Stuhl, und sein Mantelsaum füllte den Tempel. Seraphim standen über ihm. 
Jeder hatte sechs Flügel. Mit zweien bedeckten sie ihr Gesicht; mit zweien bedeckten 
sie ihre Füße; mit zweien flogen sie. 
Und einer rief dem andern zu und sprach:
„Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth. Alle Lande sind seiner Ehre voll.
Die Überschwellen bebten von der Stimme ihres Rufens und das ganze Haus war 
voll Rauch. Da sprach ich: Weh mir! Ich vergehe! Denn ich habe unreine Lippen und 
wohne unter einem Volk mit unreinen Lippen, denn ich habe den König, 
den Herrn Zebaoth gesehen mit  meinen Augen. Da flog einer der Seraphim zu mir her und 
hatte eine glühende Kohle in der Hand, die er mit der Zange vom Altar nahm und rührte 
meinen Mund an und sprach: Siehe, damit sind deine Lippen 
berührt und deine Missetat von dir genommen und deine Sünde vergeben.Und ich hörte die 
Stimme Gottes, der sprach: Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein? 
Ich aber sprach: Hier 
bin ich. Sende mich.“

Das muss man erst einmal wirken lassen.

 

Was für eine Vision!! Jesaja sieht  Gott und seinen Thron.  Umgeben von herrlichen 
Engeln. Dreimal rufen die herrlichen Engel an Gottes Thron „Heilig!“. Heilig! Heilig ist 
der Herr Zebaoth. Alle Lande sind voll seiner Ehre!! Das ist Lobpreis erster Güte!!!! 
Hier wird im Superlativ gesprochen: Gott ist am Allerheiligsten, da ist nichts Unreines, 
nein, sein ganzes Wesen ist Heiligkeit. Alles ist heil an ihm und Heil geht von ihm aus!! 
Dem einen Gott gilt diese Anbetung, dem einen Wesen, das Jesaja auf einem Thron 
sitzend schaut.


Dann wird  einer dieser prächtigen Engelgestalten  mit einer einzigen glühenden Kohle Jesajas 
Lippen berühren. Der völlig verstörte junge Mann Jesaja war zu dieser Zeit noch kein Prophet, 
er hatte noch niemals Gottes Stimme gehört, geschweige denn eine Vision gehabt. 
Im Jerusalemer Tempel kam der Heilige Geist über ihn und ließ ihn den Herrn erblicken. 
Wie Gott  aussieht, das beschreibt Jesaja nicht, das ist auch unmöglich, denn dafür gibt es 
keine mensch­lichen Worte.

 

Angesichts dieser gewaltigen Erfahrung fühlt Jesaja die Lebenskraft schwinden, er meint, 
er müsse sterben – „Weh mir ich vergehe!“ Er sieht seine Schuld, seine Unzulänglichkeit. 
Er ist  ein unheiliger Sünder und erschrickt darüber.  Er ist ein das armseliger Mensch in 
unmittel­barer Gegenwart des heiligen Gottes. Viele Male ist es in der Bibel so berichtet: 
Wenn ein Mensch Gott sieht, erschrickt er über die Maßen und meint, er müsse sterben.


Es ist ein heiliger und heilsamer Augenblick! ….Für den Menschen


Ich denke nach?  Ist uns Christen diese Herrlichkeit Gottes heute noch bewusst? Haben wir 
noch Ehrfurcht vor Gottes unbegreifliche Heiligkeit? 
Ehre bedeutet ja übersetzt: 
Gewicht gegen
! Geben wir Gott heute noch Gewicht, in unserem Leben, in unserem Land!! Oder haben wir Gott 
auf den kleinen lieben Gott reduziert, sodass wir ihn gar nicht mehr fürchten müssen? Ihn zu leicht
befinden?
   Er wird ja letztlich doch alles vergeben, uns helfen und uns selig machen. 
Das Erschrecken über Gottes Heiligkeit und über unsere Schuld, das Bewusst­sein, dass wir ihm 
ganz und gar aus­geliefert sind, das ist vielen Menschen und auch mir oft nicht so klar.

Wir haben das Wort heilig  gut eingedeutscht: Da gibt es die Scheinheiligen,  „Der Zeck heiligt 
die Mittel“. Oder „Das ist mir heilig!“ Meinen aber nicht Gott damit, sondern: Mein Auto ist mir 
heilig…., meine freies Wochenende,, mein Hobby. Der "heilige" Raen, 
Eigentlich ist und doch gar nichts mehr heilig: 
Sonntag?  Er gibt einen deutschen Superstar, der sich Unheilig nennt.    
Unheilig ist in Mode gekommen, ist angenehm?

Wir aber haben in Jerusalem gesehen wie ernsthaft  und ehrvoll Gott von orthodoxen Juden 
genommen wird. Z.B wie  der Sabbat eingehalten wird. Kein Geschäft ist offen, nicht ein Auto fährt, 
kein Taxi, kein Fernseher oder Radio darf eingeschaltet werden, nicht einmal ein Fahrstuhl darf 
von orthodoxen Juden gedrückt werden. (Es gibt speziell für Sabbattage elektronische Funktionen 
dafür) Gott wird in seinem Gebot: du sollst den Sabbat heiligen, absolut ernst genommen, wie ich 
es noch nie erlebt habe, Mehr noch!! Nach traditioneller jüdischer Auffassung beinhaltet die THORA  
613 Vorschriften, 248 Ge- und 365 Verbote
, Sie werden von ihnen umgesetzt.  
Hier wird der heilige Gott beeindruckend ernst genommen.

Jesaja werden die Augen geöffnet: Gott ist unbeschreiblich groß, Herr  des ganzen  Universums, unfassbar, ohne Worte keine Einbildung, sondern Realität

Aber nun wollen wir auch zur Kenntnis nehmen, dass Jesaja gar nicht sterben muss. Gott straft ihn nicht um seiner Sünde willen, sondern er vergibt seine Sünden. Er tut es in dieser Vision auf eine ganz merkwürdige Art: Er lässt seine Lippen mit einer glühenden Kohle vom Brand­opferaltar berühren, von dem Altar also, wo in alt­testament­licher Zeit die Sühneopfer dargebracht wurden. Eine einzige glühende Kohle nur – Sinnbild der glühenden Liebe des einen wahren Gottes. Es gibt kein anderes Motiv dafür, dass Gott uns vergibt, es gibt keinen ver­nünftigen Grund, warum er sich mit uns Sündern noch abgeben sollte, als allein seine un­verständ­liche große glühende Liebe.

Die glühende Kohle, die vergebende Liebe Gottes, verletzt Gott sei Dank Jesaja nicht und tut ihm auch nicht weh. Sie hilft und heilt vielmehr, Sie hat eine reinige Wirkung: sie reinigt ihn von aller Sünde – so wie Edelmetalle im läuternden Feuer von allen Ver­unreinigung befreit werden. Zugleich befähigt sie die Lippen und den ganzen Mann, sich Gott zur Verfügung zu stellen. Als Gott fragt: „Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein?“, da meldet sich Jesaja sofort bereit­willig und sagt: „Hier bin ich, sende mich!“ Jesaja hat Feuer gefangen. So soll es auch bei uns sein: Gottes vergebende Liebe setzt uns in Bewegung.

Haben wir noch Feuer für Gott?

 Hören Sie nun den zweiten Teil unseres Predigttextes, Jes. 6,9-13:
„Und Gott sprach: Geh hin uns sprich zu diesem Volk: 
Höret und versteht’s nicht! Sehet und merket’s nicht! 
Verstocke das Herz dieses Volkes und lass ihre Ohren hart sein und 
blende ihre Augen, dass sie nicht sehen mit ihren Augen noch hören mit 
ihren Ohren, noch verstehen mit ihren Herzen und sich bekehren und 
gesund werden.
Ich aber fragte: Herr wie lange? Er sprach: Bis die Städte wüst werden 
ohne Einwohner und die Häuser ohne Menschen und das Feld ganz wüst liege. Denn der Herr wird die Leute weit weg tun, dass das Land ganz verlassen wird. Und sollte auch der 
zehnte Teil noch darin bleiben, so wird es abermals verheert werden, doch wie 
eine Eiche oder eine Linde von welchen beim Fällen noch ein Stumpf übrig 
bleibt. Ein heiliger Same wird solcher Stumpf sein.“




Zurück zu Jesaja! Jesaja hat seine Berufung nicht bewusst gesucht. Sie kam über ihn aus 
heiterem Himmel. Er hat sie dann zwar bereit, aber sicher nicht gerade begeistert, denn---- 
Er bekommt nämlich einen deprimierenden und absolut frustrierenden Auftrag:
Rede zu verstockten Herzen und Ohren.“  Das ist kein Wohlfühlauftrag! Er soll unbequeme Dinge sagen, die keiner hören will.                                                                           
Auch Jesaja wird aus dem Hochgefühl seiner Berufung mit den tiefen Gefühlen herausgerissen 
und von Gott auf den Boden geholt. Es geht eben nicht um eine Wohlfühlglaube, der letztlich 
um sich selber kreist und bei sich selber bleibt, sondern um einen nüchternen, unbequemen 
und sehr frustrierenden gesellschafts-politischen Auftrag.

 

Ich glaube, dass Jesaja ein wacher politischer gottesfürchtiger Mensch war, der gelitten hat 
unter jede Art von Unrecht, Unrecht gegen die ungerechte Verteilung des Reichtums. 
Dagegen wird er später laut und heftig predigen. Nun soll er seine Botschaft richten; 
gegen die Unehrlichkeit der Herrschenden, gegen die Bestechlichkeit der Richter und die 
Ungerechtigkeit ihrer Urteile; gegen Gewalt und Blutvergießen; gegen den Missbrauch der 
Religion und die Scheinheiligkeit, die Gott vor den Karren der Mächtigen und ihrer Interessen 
spannt. (Es ist wie heute!!)  Er soll sich einmischen, Gottes Gerechtigkeit und sein 
drohendes Gericht verkündigen.

  

Und das Enttäuschende an der Botschaft des Propheten: Er weiß von vorn herein und bekommt 
es klar gesagt, dass seine Botschaft auf taube Ohren stoßen wird und nicht den geringsten 
Erfolg haben wird. 
Und trotzdem muss er sie sagen, die unbequeme Botschaft, weil sie wahr ist. Er muss reden 
um zu verstocken, gegen eine Wand von Kälte und Gleichgültigkeit, weil die Wahrheit nicht 
schweigen darf.  Wer Gott und Glauben nur für seine  eigene Wohlfühl-Oase sucht, kann sich 
nicht auf die Bibel berufen. 
„Wie lange“? fragt ganz bange und vorsichtig der Prophet. Und er bekommt keine 
schöne Antwort: Bis sich das Unrecht selber tot gelaufen hat und alles verwüstet ist.


 

Ich bin froh, dass unser Text nicht mit Resignation endet und uns nicht ohne Hoffnung entlässt. 
Er entlässt uns mit dem tröstlichen Bild des Baumstumpfs, der neu ausschlägt und wieder wächst. 
(ein Hinweis schon auf Jesus?) Also mit dem Bild vom neuen Anfang, der neuen Chance, der 
neuen Hoffnung. Zerstörung ist bei Gott nie das letzte Wort. Wir dürfen in der Gewissheit leben, 
dass jeder neue Tag die Möglichkeit der Umkehr, die Möglichkeit eines neuen Anfangs in sich birgt.

Das erlebt auch das jüdische Volk. 70 n.Chr. beginnt die Vertreibung aus dem Land und Zerstörung 
ihrer Hauptstadt Jerusalems und des Tempel.

Erst 2000 Jahre später nach schlimmsten Judenverfolgungen, Pogrome, Holocaust und dem 
wahrscheinlichem endgültigem Aus für alles jüdisches Leben, passiert das gänzlich Unerwartete, 
dass nicht mehr zu glauben gewagte, dass  für mich größte geschichtliche Weltwunder:  
die Gründung Israel im 1948. Juden haben wieder einen Platz zu leben. „ Gott hat uns wieder 
aufgerichtet und uns Gerechtigkeit verschafft. Gott ist heilig!!!
 Bekennen fröhlich jugendliche 
Juden, die wir kennenlernen durften.

Wir haben es mit einigen Augen gesehen und gehört.

 

So wird auch uns Gott immer eine Möglichkeit geben neu anzufangen und wir dürfen ihn 
dafür danken und „anbeten“. Vielleicht auch wie die Engel beten: Heilig, heilig, heilig ist 
der Herr. Ihm allein gebührt Ehre und Lobpreis.

 

Und es ist nicht einmal übertrieben!

 

 

Amen. 


Fürbitten und Vater unser,  Segen und Zuspruch
 
 
 

Gegen alle Überheblichkeit und Hochmut, schenkst du Demut  
Gegen Angst und Verzweiflung schenkst du Hoffnung und Mut.
Gegen Mächte des Todes verteidigst du das Leben.
Zu dir rufen wir: Herr, erhöre uns 

Wir bitten für alle, die deine Wahrheit bezeugen,
dass sie im Alltag nicht müde werden.
Gib Mut zum Reden und Tatkraft zum Handeln,
Vollmacht zum Beten und Geduld im Leiden.
Zu dir rufen wir: Herr, erhöre uns!

Wir bitten für alle, die Macht haben in Wirtschaft, Politik und Medien.
Schenke Kraft zur Aufrichtigkeit und Menschlichkeit,                                                                                sorge für Recht und Gerechtigkeit.

Zu dir rufen wir: Herr, erhöre uns!

Wir bitten für alle Menschen, die leiden müssen:
Für Arbeitslose, für Einsame und Verzweifelte,
für Kranke und Sterbende.
Ermutige alle, die ihnen beistehen und helfen.
Rette, was verloren scheint.
Zu dir rufen wir: Herr, erhöre uns!

 

 

 


 

 

 




VORURTEILE 
JUGENDGOTTESDIENST 12.MÄRZ 2011

Buch: Jens Förster - Kleine Einführung in das SchubladenDenken – über Nutzen 
und Nachteil des Vorurteils Prof. Jens Förster Lehrstuhlinhaber in dem  Fach der 
Sozialpsychologie an der Uni Bremen    
Hauptforschungsbereich: Vorurteile und Motivation

Vorurteil: zuerst einmal wichtig für uns. Es bedeutet ein schnelles Urteil in einer Welt von tausenden 
von Informationen  und Reizen, die wir in Sekundenschnelle einschätzen und bewerten müssen. 
Umweltreize werden durch unser abgespeichertes Wissen schnell eingeordnet und interpretiert.
 
Beispiel: 
Eine Frau mit einem Messer in  Hand hinter der Wursttheke halten wir für ungefährlich.
Das gleiche  Messer in der Hand eines betrunkenes Mannes um 23.00 Uhr am Königsplatz halten 
für sofort für gefährlich. (Vorurteile)

Lehrer hat DIN A4 Blätter in der Hand: Ex ?

Wir treffen Entscheidungen  und Urteile. Und sie können richtig oder absolut falsch sein 
Vorurteil ist ein Feststellen, ein Einordnen, Schubladendenken,  
Schublade auf und zu 
vorgefasste MeinungWir haben das Bedürfnis Urteile zu vereinfachen.              

-Nicht viel Nachdenken müssen!! - 
(Jungs, denken doch nur an das Eine)  
                                                   

Vorurteile sind durch Erwartungen gefärbte Urteile, die zunächst nichts 
mit der Person an sich zu tun hat, sondern mit der Gruppenzugehörigkeit.                              
"Männer sind Schweine" , singt Tote Hose.  Spießer sind alle über 30 Jahre. 
Blond ist naiv und dümmlich. Muslime sind alle Terroristen.
Wir haben Bilder in unseren Köpfen:

Stellt euch Herrn Prof . Dr. Haberstöver vor. Er ist Mathematikprofessor                       
Was haben wir für ein Bild von der Gruppe von Professoren.
(Klein, schrullig, Brillenträger, aber auf keinen Fall 
sportlich !!!!!! oder 
durchtrainiert

oder Luke Ferdinand, er ist Fitnesstrainer Wie beurteile ich die  Gruppe der Fitnesstrainer ? 
Nicht so intelligent, aber durchtrainierter Body.                                                                                        
 Andere Gruppen?  Abiturienten, Hauptschüler, Dicke, Homosexuelle, Ausländer, Punks. Wir haben unsere Bilder, unsere ersten Eindrücke und Erwartung abgespeichert und rufen sie in Sekundenschnelle  ab.

In  1,5 - 3 Sekunden werten wir  – Urteil  Wir mögen es oder nicht!!

Dann gibt es Vorurteile, die an bestimmte Bedingungen geköpft sind. 

Ich mag Lehrer, wenn sie keine EX schreiben. Ich mag Mädchen, wenn sie nicht so zickig sind.
Ich mag Ausländer, wenn sie perfekt deutsch reden können. Ich mag Kinder, wenn sie 
keinen Lärm machen

= Wenn-Vorurteile

Natürlich gibt es positive Vorurteile: 
Männer können besser einparken! Frauen sind krativer!! und können drei Sachen 
gleichzeitig – Multi Task     
Atomkraftwerke sind gefährlich (wie wahr, sieht man jetzt in Japan!!!) 

Beispiele:

[1] „Bayern tragen Lederhosen“ ist ein Beispiel für ein Stereotyp
Vorurteile hindern uns daran „vernünftig“ zu sein

NICHT sachlich, verständig oder klug zu handeln:  Da beschimpfe ich den Schiedsrichter 
mit den bösesten Worten nach einem Pfiff. Im wirklichen Leben beschimpfe ich niemand

Wann beginnt die Diskriminierung und  Mobbing?                                                         
Traurige Vergangenheit. Judenverfolgung                                    

Ein 16.jähriger Schüler hat einen Selbstmordversuch unternommen. Seit der 5. Klasse ist er 
das „Opfer. Jetzt  hat den Druck in der Klasse nicht mehr ausgehalten. Er war ein Mobbingopfer #
und hatte nicht die Kraft sich wehren. „Alle machen sich über ihn lustig.“ Der Satz: Wenn du dich 
noch einmal meldest, schlage ich zu  war zu viel.

Ein wirklich super aussehender, total netter Altenpfleger 29 Jahre und Kollege. Er erzählt mir, dass 
er sich  eine Freundin, wünschte. Er lerne auch hübsche Frauen in der Disco kennen, aber wenn 
er erzählt, dass er Altenpfleger sei, erlosch das Interesse der Frauen sofort. „ Ach Altenpfleger, 
dann putzt du ja 
nur den Hintern von alten Leuten, war nur einer dieser hässlichen Vorurteile.

Er fühlte sich diskriminiert  (herabgesetzt und erniedrigt) dass er sich nicht mehr traute eine Frau 
mehr  anzusprechen. Sein Selbstwertgefühl war im Keller. Es ging schon das Gerücht herum, so 
ein hübscher Pfleger müsse wohl schwul sein.

Heute sind sie glücklich verheiratet und sie ist stolz das ihr Mann als Altenpfleger arbeitet. Vor zwei Jahr hat er eine wunderschöne Frau in Mexico kennengelernt.

Vorurteile sind im Gehirn abgespeichert und werden emotionell bewertet.

Es gibt viele Einflussfaktoren  (zB  Erziehung) die uns geprägt haben! Und natürlich 
Erfahrungen, und Einstellungen die ich ungeprüft übernommen habe.

Ein neuer Klassenkamerad wird sofort auf Kleidung hin ab gescheckt. Wehe er passt nicht in 
mein Schema, in meine Schablone! .       Schublade auf und zu!!!  

Standardsatz der alles blockiert:
 
Ich weiss es schon!!! Ich habe mein festes Bild!!!  Es macht keinen Sinn….       
Der andere hat keine Chance!!

Wichtig: Alles dreht sich am Ende dreht sich alle um den Selbstwert, auch um meinen. 
-Angst    ist der Motor von Vorurteilen                                                                      
- Angst vor Veränderungen, Angst vor dem Anderem , Angst vor Neuem, Angst vor dem Fremden,       
vor fehlender Struktur und Stabilität

Angst vor z.B Kernkraftwerken und einem drohendem Super-Gau?

Vorurteil: Bedürfnis nach Sicherheit                                        
 Begegnung macht mich unsicher( wie begegne ich dem Hauptschüler, einem Behinderter, 
mit einem Menschen mit homosexueller Ausrichtung, einem Moslem)      

Habe ich Angst meine  Wertvorstellung zu verlieren? – 
Gerät meine Wertvorstell gerät in Gefahr?
Toleranz ist gefragt!!!
Toleranz bedeutet erdulden    Toleranz zeigen bedeutet das Fremde zu erdulden
Ergebnis:  bestimmte Motive und Charakterzüge fördern die Entwicklung eines 
Menschen zu mehr oder weniger Toleranz.                                            
Dazu brauchen wir Vorbilder

Das Vorbild: Jesus                
Jesus begegnet selbst viele Vorurteile    Er ist ein Säufer“!!   Er ist ein  Fresser und Säufer" 
(Mt 11,19)    Er ist ein Spinner – Völlig DURCHGEDREHT  sagen seine Verwandte      -
-- Er kommt aus Nazareth.. was kann von dort schon Gute kommen?

  Ich kann mich an keine Bibelstelle erinnern, wo Jesus Vorurteile gegen einen Menschen hätte  Jesus sieht tieferund weiter  Er hat den zweiten 2. Blick

Wenn es eine Gruppe von Menschen, gab die mit Vorurteilen überhäuft wurden, dann die 
Berufsgruppe der Zöllner (Zollbeamter) 
40 Schimpfworte  für Zöllner:  Halsabschneider, Betrüger, Asoziale Typen
 
Jesus begegnet ihnen anders  Dem Zöllner Zachäus und dem Zöllner Matthäus.  Jesus sucht gerade zu den Außenseitern, die einem Angst machen.
Prostituierte, Aussätzige,Verstoßene usw. Jesus kennt keine Angst vor ihnen und gibt diesen Menschen eine neuen Selbstwert.

Bin ich bereit tiefer zu sehen? Von Jesus zu lernen hinter den Kulissen zu schauen, 
Meine Schublade zu öffen?  und offen zu lassen?Es gibt viele Vorurteile, die uns hindern zu Jesus zu kommen.

 Weiteres Vorurteil: Glauben bringst nicht                                              
  Glauben ist langweilig                                                               
  Glauben heißt nicht wissen                                         
  Beim Glauben MUSS ICH MEINEN Verstand abgeben USW

So dachte ich:.

Bein 2. Hinsehen UND TIEFERFRAGEN neue Antworten gefunden       
Glaube ist Vertrauen , Glauben ist in Beziehung treten mit Jesus
 Und mache ganz andere Erfahrungen mit Gott.Viele werden durch Vorurteile daran gehindert zu Gott richtig zu sehen. Er hat keine Chance und kriegt keine Chance!! Wie die Menschen, die nur Jesus als Säufer und Fresser sehen, 
sie sehen das Wesentliche nicht !!!

Hinterurteil

Aber die Menschen, die Jesus nahen darf erleben Gott in Aktion!! Jesus ist ganz anders!!

Heute ist dir das Heil widerfahren, sagt er 100X sagt zu zu den Zöllner Zachäus und Matthäus. 
zu den Frauen und Männer , die unter Vorurteilen litten 
 *Das bedeutet  HEUTE HABE ICH DICH ERLÖST VON einem VORURTEIL,     
dass  andere auf dich gelegt haben  (Stempel)   Festlegung
 *Du gehörst ab sofort in keine Schublade mehr bei mir
 *Ich setze alle Vorurteile außer Kraft * Weites Land  raus der Enge!!´*Hebe EIN Urteil gegen 
dich auf.  Du hast einen Wert!!!

Matthäus findet seinen Wert. Jetzt kann erzeigen, was wirklich in ihm steckt. Er wird nicht mehr 
kleingedacht!! Er folgt Jeus unmittelbar nach und wird ein einer der 12. Jünger. Er wird später der 
Apostel Matthäus und schreibt das Matthäusevangelium. Wahnsinn!! Nur weil Jesus ihn 
einen Wert ihn wiedergibt und zuspricht.


Abschluss:

 Mut zum Nachurteil!!!  Neue Wortfindung

 Mut zum Verlernen von Vorurteilen  innerlich und äußerlich nein zu sagen 
(vielleicht heißt das für uns: ein Bild von Homosexuellen aufgeben, oder von einem Mitschüler oder von Gott)

 Vorurteile nicht unterdrücken, sondern umzulernen

Die Umbewertung von Gruppen-    keine negativen unerwünschten Emotionen zulassen,    das Wort „Minderheiten“ streichen!!!!! Das Ganze etwas mit Humor sehen. ·         Neue Vorbilder suchen  Jesus   Vor  ur  teil,    Vor  teil,   Vor -   teil !!!!!(Schild)                                                                                       
Aktion:Vielleicht begegnet dir immer wieder ein Vorurteil, (eine Festlegung) dass dich verärgert,erniedrigt oder verletzt: Eigentlich bin ich Ja ganz anders, aber ich komme so selten dazu                                                                       (Ich hasse einen bestimmten Satz) Das schaffst du nie, du wirst wie deine Schwester                                                      Schreib es auf  UND LEGE ES AUF DIE Kanzel nieder

 O Oder du hast selbst ein Vorurteil gegen einen Menschen,  dass du ändern willst, vielleicht hast 

du einen Mitschüler oder anderen Menschen diskriminiert und willst das ändern. 
Du willst dir ein neues Bild von Jesu zeigen lassen, tiefer sehen  und Toleranz lernen. 
Dann schreib es auf.

Lass dir die Vorteile von Jesus zeigen und neu lernen. Toleranz  und Humor ist das Zauberwort. 
Die Schublade bleibt offen

Amen





 

Psalm23   Fernsehpsalm (Andreas Malessa)

 


Der Fernsehapparat ist mein Hirte. Mir wird es an geistlichem Wachstum
mangeln. Er weidet mich in meiner ganzen Freizeit auf bequemen
Sesseln, sodass ich nichts mehr für Jesus und andere Menschen 
tun kann. Er führet mich zu vielen guten Sendungen, "die man gesehen haben muss", 
und lässt mich dabei meinen Auftrag versäumen.

Ererquicket mich mit viel weltlicher Information und hält mich 
ab vom Bibellesen.Er führet mich auf der Straße des Stumpfsinns
und des geistlichen Nichtstuns.

Und ob ich schon hundert Jahre alt würde, so könnte mich doch 
nichts von meinem Fernseher abbringen. Denn er ist bei mir. 
Sein Ton und sein Bild trösten mich. Er bereitet vor mir viel 
Unterhaltung und hält mich von meinen Familienpflichten ab.

Er erfüllt mein Haupt mit Ideen, die nichts mit dem Wort Gottes zu tun haben.
Wahrlich, weder Gutes noch Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, 
denn der Fernseher lässt mir so wenig Zeit übrig, um Gottes Willen zu tun.
Und ich werde bleiben im Hause der Intendanten und der Privatsender immerdar.



 

 

 

"Sklaven habe keine Seele“

 

Hauptgottesdienst St. Matthäus 18.04.2010                                  
1.Petrus 2. 21-25                              Herbert Niedermirtl


Herr segne mein Reden und unser Hören Amen

Liebe Gemeinde
Als ich den Predigttest des heutigen Sonntags bearbeite, habe ich zuerst 
nichts 
bemerkt. Ein Text aus dem 1.Petrusbrief. Ich habe ihn schon oft gelesen.
Petrus schreibt in einen Brief an die neu gegründeten Gemeinden, der dann vor
versammelter Gemeinde vorgelesen wird. Diese sind weit verstreut in Galatien,
Pontus, Kappadozien und der Provinz Asien..
Diese Gemeinden wachsen und finden großen Zuspruch unter den Heiden.
Aber diese Gemeinschaften stehen unter großen Druck, der christliche Glaube
steht schwer unter Beschuss. Aber immer mehr Menschen finden zum Glauben an
Jesus, aus allen Berufsgruppen und Schichten. Jesus zieht
Der 1 Brief des Petrus fällt aber aus der Rolle.
Es ist der Brief eines Seelsorgers, ein Mann mit viel Herz, der Jesus als Zeitzeuge
erlebt hat, der vom Jünger Jesus zum Apostel der christlichen Urkirche geworden
ist. Ein Mann der Jesus über alles liebt:
Er sorgt sich!
Er sorgt sich nicht um irgendwelche Projekte, die vielleicht ins Stocken geraten
sind, nicht um Evangelisationsprogramme, Synodenbeschlüsse oder um
Haushaltsbeschlüsse sondern zu meiner Überraschung..
um die Seelen der Menschen in diesen Gemeinden, um ihre Gefühlswelt, um ihre
Lasten und Schwere, dass sie ertragen und aushalten müssen und um
Verhaltensweisen, die den anderen zum Nachdenken bringen..
Was am meisten erstaunt und vielleicht noch nie so gesagt wurde:
Er schreibt auch an eine Berufsgruppe, die sonst keiner ernst nahm:
Er schreibt an eine Berufsgruppe, die es in der westlichen Welt so nicht mehr gibt.
Petrus schreibt auch an die Berufsgruppe der Sklaven, die es nicht leicht haben,
Schläge erleiden, Willkür erleben und rechtlos gegenüber ihren Herren waren.
Es gibt für sie kein Ihr Beschwerderecht bei Ihrem Arbeitgeber. Heute nach dem
Betriebsverfassungsgesetz (§ 84 I BetrVG) ist allen erlaubt, sich über ungerechte
Behandlungen zu beschweren.
Nein. Sie hatten keine Stimme!!!
Wissen sie was griechisch –römische Gelehrte zu der Zeit über Sklaven sagten:
Sklaven haben keine Seele!! Sie sind nichts wert
Varro unterteilt das landwirtschaftliche Inventar in 3 Gruppen:
1. artikuliert sprechendes Inventar Sklaven
2. unartikuliert sprechendes Inventar Tiere
3. stummes Inventar Fuhrwerk
Sklaven haben keine Seele- (seelenlos) keine Bedürfnisse, keine Wünsche,
keine Träume. Sie bleiben namenlos. Menschen 3. Klasse
Ist es denn auch nicht auch heute so, dass wir einteilen?:
Menschen werden nach ihrer Bildung und ihrer Herkunft eingeordnet und eingeteilt,
-Haben Hartsempfänger, Arbeitssuchende und 1 Euro Jobber eine Seele?
- Nimmt jemand darauf eine Rücksicht?
- -Wir unterteilen fleißig weiter und legen ihren Wert fest..
Wir sind eine Gesellschaft: www.generation seelenlos geworden, wie es jemand
ausdrückte.
Und jetzt zum ersten Mal wird diesen nicht wenigen christlichen Sklaven eine
Stimme gegeben. Wird ihr Leid angesprochen, wird ihr Leid ernst genommen,
erfahren wir von dem Umstand.
Petrusbrief: Mein Wort an die Sklaven und Unfreien:
21. ...Auch Christus hat für euch gelitten und euch darin ein Vorbild gelassen.
So folgt seinen Fußspuren!
22. Er hat keine Sünde getan; Betrug hat man aus seinem Munde nicht
vernommen.
23. Er wurde geschmäht, doch schmähte er nicht wieder. Als er leiden
musste, drohte er nicht, sondern stellte es Gottes gerechtem Gericht anheim.
24. Er hat unsere Sünden selbst am eigenen Leibe auf das Kreuz
hinaufgetragen, damit wir, tot für unsere Sünden sind und für die
Gerechtigkeit leben. Durch seine Wunden sind wir geheilt!
25. Denn ihr wart wie umherirrende Schafe; aber jetzt seid ihr bekehrt zu dem
Hirten und Bischof eurer Seelen

Was für Zeilen!!!!!!
Es ist kein Befreiungsschlag.
Die Sklavenarbeit wird nicht abgeschafft.
Er schreibt nicht : Widersetzt euch ! Fordert euer Recht ein!!
Es ist kein Aufruf für ein revoltierendes Christentum
Er sagt nicht: Streikt!!!!
Zuerst bin ich enttäuscht darüber: Ich bin froh , dass es Organisationen für
Menschenrechte gibt, das die Sklavenarbeit abgeschafft wurde, Kinderarbeit
verboten usw. dass es Gewerkschaften gibt, die sich für ihre Arbeitnehmer
einsetzen, dass es Betriebsvereinbarungen gibt, dass es Tarife gibt und
Kündigungsschutz gibt, dass es Betriebsräte gibt, die sich für die Rechte der
Mitarbeiter einsetzen, das es Mobbingbeauftragte in den Betrieben gibt :
Alles wichtig!!!!!
Aber hier wird noch einen anderen Weg gesprochen, ein Weg der in die innere
Freiheit führt, der Weg der Gnade,
Es hat mit einer Person zu tun!!!
...Christus hat euch ein Vorbild gelassen So folgt seinen Fußspuren!"
Jesus hat auch viel Schweres AUSGEHALTEN und ertragen
Selbst Jesus, der Menschenfreund, ohne Sünde war, der gerechteste Mensch,
die liebevollste Person, durchlebt Erfahrungen, die ihm Menschen zufügen.
Er wird gemoppt, erniedrigt, gehasst, verleugnet, verspottet, erlebt Ungerechtigkeit,
wird klein gedacht, nicht ernst genommen, am Schluss stört er nur noch!!!! Weg mit
ihm!!!
Über dem aber seine Feinde am Ende ein irrsinniges Urteil sprechen werden.
„Anderen hat er geholfen, soll er sich doch selbst helfen!“ Das ist sein Todesurteil
„Anderen geholfen“ – was für ein Todesurteil!!
Ein Vorbild Jesus?
Jesus am Kreuz, unschuldig, kraftlos, schmerzverzerrt, schreit nicht:
Ich werde Rache nehmen!!!!! Er sagt nicht „Vergeltung“ ,
Sondern „Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun!“
Er drohte nicht, sondern gibt alles Gott in Hände!.
Er weiß Gott wird handeln. Warum handelt Jesus so gegen alle Regeln?
Jesus ist ein Versöhner. Er ist ein Erlöser Er versöhnt die Menschheit mit Gott.
Er geht den Weg der Gnade!!
Der Hauptmann erkennt in den sterbenden Jesus Größe: „Wahrlich Das ist Gottes
Sohn!“
Dieser Herr ist es, dass wir als Vor- Bild haben.
Er ist das Bild des guten Hirten und dass Bild eines Bischofs, dass Petrus uns malt.
25. Denn ihr wart wie umherirrende Schafe; aber jetzt seid ihr bekehrt zu dem
Hirten und Bischof eurer Seelen
Ich wäre jetzt so gern e in den Räumen und den Versammlungen, als der Vorsteher
und Älteste diese Zeilen vorlesen.
Ich würde so gern in die Gesichter der Christen von damals blicken wollen.
Wissen was ich annehme?
Sie haben innerlich gestrahlt, sie sind innerlich aufgewühlt.
Warum ich das glaube?
Sie hören das Evangelium von Christus als dem guten Hirten, und dem Bischof
eurer Seelen.
Was für eine Botschaft. Jesus will Hirte und Bischof euer Seelen sein!!
Ihr habt eine Seele! Sklaven haben doch eine Seele!!! Ihr seid nicht Menschen
2.Klasse, Ihr seid nicht namenlos, ihr habt einen unbezahlbaren Wert,
ihr bleibt nicht rechtlos, ihr seid nicht verloren, Ihr werdet nicht beurtelt und
verteufelt wegen eurer Bildung und Leistungsfähigkeit. Ihr seid meine geliebte
Schafe!!!!
Ihr seid gläubig geworden zu dem guten Hirten, der euch behütet, Der euch
Gerechtigkeit verschaffen wird und eure Wunden (auch seelische ) heilt.
Gott wird aktiv !!!
Es ist so ein tröstliches Bild und auch der Wort Bischof ist bedeutsam::
Übersetzt von griechisch auf deutsch: Aufseher. der mich sieht
Gott der mich sieht , er übersieht mich nicht !
Diese Erfahrung macht auch die Sklavin Hagar im Alten Testament, als sie von
Abraham verstoßen wird und von Gott Hilfe erfährt,
„Du bist ein Gott der mich sieht“, betet sie erleichtert. Ein Bischof der mich ernst
nimmt, der an mir mit seinem Herz hängt, der mir helfen und pflegen wird. Ein
Hirte, der nicht wegsieht….ein guter Hirte!!!
Dem mein seelisches Wohl wichtig ist!!! Ein echter Seelsorger!!
Bei Gott bist du bin eine „angesehene“ Person. Das tut gut.
Und so bleibt zum Schluss: Nur die Aufforderung an die Sklaven:
Folge seinen Fußspuren. Seiner Mentalität, seiner Gesinnung.
Das ist auch eine Herausforderung an mich und uns heute.
Folge vertrauensvoll nach und es wird nicht folgenlos bleiben.
Lasst und von Jesus lernen und uns von ihm lieben lassen.
Vielleicht werden dann die Worte Davids im Psalm 23 unsere Erfahrung.
Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne
in Christus Jesus. “ 
Amen



 


 



Was ich im Geist einkaufe, 
muss meine Seele

bezahlen!





.




Der Fels in der Brandung

Jugendfreizeit Ascheberg 2010  
  
      

Werbung der Württemberger :
(Bilder vom Fels in der Brandung)
Fragen:
Übertragung auf das Leben – jeder braucht einen Fels in der Brandung
Fels: Sicherheit, Schutz, Halt, Geborgenheit, Standhaftigkeit,
Fundament, Zufluchtsort, Widerstand, feststehend(Verheißungen)
Wasser: hoher Wellengang, Ertrinkungsgefahr, stranden, Hochwasser,
Brandung, Bedrohung, Gegenwind, Naturgewalt,
Was verspricht uns diese Werbung?
Inhalt der Werbung: Original: Auf uns können sie sich felsenfest verlassen.
Ist das ein falsches Versprechen? Kann ich mich auf diese
Versicherung in allen Lebenslagen 100% verlassen? Oder werde ich
am Ende verlassen sein? (weggespült)
Wo und wann brauchen wir denn einen Felsen?
Bsp.: bei Angst, gegen Mutlosigkeit, wenn ich von Schicksalswellen
weggeschwemmt werde, bei Herausforderungen, bei Problemen, vielleicht
Mobbing, Schuld, wenn ich das Gefühl habe ich gehe unter, oder auch wenn ich
einfach Halt brauche/ suche usw.
Was ist dieses Wort der Versicherung wert? Wer kann so ein Versprechen
geben? Was ist dieses Wort in 5 Jahren wert? (Bsp.: die erste deutsche
Versicherung in der Geschichte der Bundesrepublik ist pleite gegangen Lady
Car Online 50.000 Kunden sind ab den 31.08.2010 ohne Versicherungsschutz
und müssen sich erneut versichern lassen.)
Wer kann uns zusprechen „Der Fels in der Brandung zu sein?“ ein Mensch,
Ehepartner, Freunde?

Wie viele von uns haben es schon erlebt, dass jemand zu ihm/ihr sagte:“ du
kannst dich 100% auf mich verlassen und sind dann bitter enttäuscht worden?
Gerade in den Lebensgeschichten der alten Menschen gibt es unzählige
Beispielen von gestrandeten Menschen die nicht den richtigen Felsen gefunden
haben. Natürlich gibt es auch positive Beispiele: Ehepartner die in der Not sich
beistehen.
Eigentlich könnte der Zuspruch: "Auf mich können sie sich felsenfest
verlassen!", auch so übersetzt werden: „Fürchte dich nicht!" Denn ich bin
größer als alle Wellen des Lebens. Ob diesen Satz ein Mensch dir zusprechen
kann sehr fraglich. Eigentlich kann das nur Gott.
Fazit: Jeder Mensch braucht einen Fels in der Brandung.

Teil II Johannes Niedermirtl
Jesus hat die Stürme und die hohen Wellengänge miterlebt. Er weißt auf einen
Felsen hin, der 100% göttlich ist, also nicht menschlich Über 200 mal in der
Bibel steht der Satz den Gott zu einen Menschen in Angst spricht : Fürchte dich
nicht, denn dich bin bei dir. Bekannteste Stelle ist in Jes. 43.1 Fürchte dich
nicht, denn ich habe dich erlöst, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du
bist mein. …….(Kind).
Gott sagt in anderen Worten, vertraue mir, auf mich kannst du dich felsenfest
vertrauen. Diese tiefe Erfahrung machte Jesus selbst.
Für Jesus war auch Gott, sein Vater der Fels in der Brandung. Er selbst nannte
Gott Abba dass übersetzt heißt: Papa. Also ein liebevoller Namen, kein
strafender Gott sondern ein Vater den man vertrauen kann, der einen liebt und
so annimmt wie man ist. Dem man alles sagen kann und sich sicher fühlen
kann.
Aber ich weiß auch dass nicht alle das gleiche Vaterbild haben, viele haben
einen Vater der nie da war, der sich nie um einen gekümmert hat, den einen
scheiß egal war. Oder einen zu strengen Vater der einen alles verbietet, einen
nicht vertraut, nichts zutraut oder im schlimmsten Fall sogar einen wütenden/
schlagenden Vater.
Ich habe um Glück einen anderen Vater kennen gelernt. Wie vielleicht einige
von euch wissen sind ja Iris und Herbert nicht meine biologischen Eltern
sondern meine Adoptiveltern. Ich habe meine richtigen Eltern bis jetzt noch
nicht kennen gelernt, bin aber froh, dass Gott mich in diese Familie gesetzt
hat. Mein Vater war immer für mich da wenn ich ein Problem hatte, er hat zu
mir gehalten mich unterstützt und mich wirklich geliebt. So ein Vaterbild habe
ich auch zum Gott ,den ich auch bewusst Vater nenne und ich weiß dass er
immer für mich da sein wird. Für mich ist Gott selbst ein Fels in der Brandung
geworden.
Es gibt ja Menschen die sagen ich habe Angst vor Gott oder die behaupten es
gebe diesen Felsen gar nicht oder auf diesem Felsen steht ein Schild
BETRETEN VERBOTEN!

3.Teil Samuel Fischer
Gott der Felsen gibt Sicherheit,
David erfindet ein neues Bild für den Felsen: Der gute Hirte.
(Psalm 23) Klassiker
In dem Wort Versicherung steckt sicher drin
Gott macht unser Leben sicher
Gott führt uns sicher in unsicheren Zeiten.
Gott gibt Sicherheit
Jesus wird selbst der Fels in der Brandung
Das ist die beste Lebensversicherung, die nicht Bankrott gehen kann und keine
falschen Versprechungen gibt.
Da bin ich mir sicher!!!


 


 



Brauchen wir einen
geistlichen Leitfaden?


Impulsfreizeit Nov2010

Einführung: 
Es scheint nichts ohne einen Leitfaden zu funktionieren:
Institutionen, Organisationen, Unternehmen erstellen einen Leitfaden,
an den sich alle orientieren können.
Google hat zu dem Stichpunkt „Leitfaden“ dazu über 7.200.000 Ergebnisse.
Einer fehlt:
“Geistlicher Leitfaden“ für das Leben?“
Brauchen wir das überhaupt? Gibt es Kriterien? Hilfestellungen,
Orientierungspunkte, Kennzeichen, Einsichtsvolles
oder auch Unvernünftiges?
Wir brauchen Leitsätze
Wir brauchen Leitlinien
Wir brauchen Leitbilder
Wir brauchen eine Leitkultur
Wenn etwas aus der Ordnung kommt, (Ungerechtigkeiten, Diskriminierungen,
Rechtsbrüche usw. gibt es in jeder Tageszeitung Leitartikel die aufrütteln
sollen und wach machen.
Alles dient dazu Orientierung und Sicherheit zu geben.
Aus einem Leitbild (Bild=Vorstellung) entwickeln sich die Leitfäden:Beispiel
aus dem Krankenhaus
Leitfaden im Umgang mit Menschen mit Demenz auf der Station 3C
Zum Beispiel:
1.Alle Menschen sind einzigartig und müssen als Persönlichkeit behandelt
werden.
2.Alle Menschen sind wertvoll, ganz gleichgültig, in welchem Ausmaß sie
verwirrt sind.
3.Es gibt einen Grund für das Verhalten von verwirrten, sehr alten Menschen.
4. Verhalten im sehr hohen Alter ist nicht nur eine Folge anatomischer
Veränderungen des Gehirns, sondern das Ergebnis einer Kombination von
körperlichen, sozialen und psychischen Veränderungen, die im Laufe eines
Lebens stattgefunden haben.
5. Sehr alte verwirrte Menschen kann man nicht dazu zwingen, ihr Verhalten
zu ändern. Sie können es einfach nicht mehr. Der Patient hat das Recht
verwirrt zu sein!!! Der Wahrgegehalt ist unwichtig, sondern welche er
Gefühle er damit ausdrückt ist entscheidend
usw.
Jeder neue Mitarbeiter/in arbeitet mit diesem Leitbild und diesem Leitfaden.
Er wird beauftragt, das auch umzusetzen. Dafür gibt es den Leitwolf=
Stationsleitung. Interessant ist das ich anscheinend ein Vorbild wurde. Ich lese
viel dazu (externe Fortbildungen) und versuche Kompetenz zu entwickeln.
Ich selbst habe ein Vorbild gefunden: Naomi Feil Professorin,
Sozialwissenschaftlerin und Gerontologin. Ihre Leitsätze und Leitfäden habe ich aufgesaugt. sind mir eine große Hilfe!! Es funktioniert!!! Vor 5 Jahren:
Und heute:
Ich habe, so denke ich, Kompetenz entwickelt und wurde schon zweimal zu
Vorträgen im Zentralklinikum bei Pflegesymposiums über Umgang und
Leitlinien im Umgang mit Demenz eingeladen. Weiter werde in Schulen zum
Unterricht eingeladen (vor 3 Wochen in Maria Stern) zum Thema Umgang mit
Demenz. Ich habe da gar nicht so geplant. Ich wurde einfach angefragt. Jetzt
bin ich interessiert Leitfäden und Standards zum Thema Demenz zu
entwickeln und ich bin noch lange nicht fertig!!!!!!Ein Projekt, das mir auf dem
Herzen liegt, ist gerade die Schmerzerfassung und Schmerzerkennung bei
Demenz
Haben wir ein Leitbild und einen Leitfaden entwickelt? Haben wir sie
verinnerlicht? Haben wir ein Bild? ein Vorbild? Eine Vorstellung? Gerade der
Glauben kommt ohne ein Leitbild nicht zum Wachsen. Nur der Christ,der sich
mit einem Leitbild auseinandersetzt, das sich auch immer wieder verändern
kann, der findet einen Weg seinen persönliche Glauben zu leben und zu
entwickeln. Er hat ein Fundament und findet Orientierung.
Viele geistliche Menschen und Vorbilder haben ein Leitbild für ihr geistliches
Leben entwickelt. Haben in Krisenzeiten und schweren Zeiten Leuchtturme sein
können für viele andere Menschen (Bonhoeffer, Nelson Mandela, Jörg Zink;
Matin Luther King, Mutter Theresa) usw. Es kann ein lebenslanger Prozess
sein, einen geistlichen Leitfaden zu entwickeln und es gibt oft
Lebensbiographien, die dann diese Prozesse aufzeigen.
Ein völlig überraschendes Vorbild, könnte z.B. der iranische protestantische
Bischof Haik Hovespian.
Welchem Leitbild und Leitfäden folgt er? Was hat er heute mit uns zu
tun?
Kann er helfen, was es heißt geistliche Leitfäden zu entwickeln?
Film Die Geschichte des Haik Hovespian
Mehdi Dibaj (* 1935; † Juni/Juli 1994) war ein vom Islam zum Christentum konvertierter Iraner,der später Pfarrer wurde.
Dibaj konvertierte in jungen Jahren zum Christentum und trat der Jama’at-e Rabbani Kirche bei.
Nach 1979 geriet er zusehends unter den Druck des iranischen Regimes. Dies führte dazu, dass er im Jahr 1983 arrestiert und gefangen genommen worden war, gleichwohl gegen ihn kein Urteil gesprochen wurde. Während der Haft wurde er durch seine Gefängniswärter systematisch gefoltert.
Am 3. Dezember 1983 wurde er dann vom Islamischen Gerichtshof wegen Glaubensabfalls zum Tode verurteilt. Während seines Prozesses rief Dibaj folgende Worte in den Gerichtssaal: “I am not only satisfied to be in prison for the honour of His Holy Name, but am ready to give my life for the sake of Jesus my Lord.”
Auf Grund weltweiter Proteste die von seinem Freund, dem armenischen Bischof Haik Hovsepian Mehr, initiiert worden waren, gelang eine Freilassung Dibajs (1994), obwohl sein Todesurteil nichtaufgehoben wurde. Drei Tage später wurde Haik Hovsepian Mehr entführt und ermordet. Dibajmwurde am 24. Juni 1994 entführt, seine Leiche am 5. Juli im westlichen Teheraner Park gefunden.
Diskussion:
Unsere Sammlung: Seine Leitsätze ?


Seine Aussagen und die Ausagen seiner Familie und Freunde aus der
Dokumentation:
- Ich wil offene Türen für alle Menschen. Unsere Gemeinde soll offen sein für
jeden Iraner “
2. - Es ist unser Vorrecht allen Menschen die frohe Botschaft zu bringen
3. -Er war voller Freude, Friede und vor allem Humor
4. -„Ob tot oder lebendig, preist immer den Herrn“
5. - Er half 2 Jahre lang kurdischen Flüchtlingen zu versorgen
6. - Er half Schulen zu finanzieren und aufzubauen, die durch Erdbeben
zerstört wurden
7. - „Wenn eine Schwester oder ein Bruder leidet, dann leidet die ganze
Gemeinde“
8. - „Ich mag mich für Wahrheit und Gerechtigkeit einsetzen. Es muss so sein“
9. - „Unsere Zukunft ist in Jesus Hand“
1 - „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun“.
11- “Liebt eure Feinde, betet für eure Verfolger“
1 - Er redet liebevoll von Geschwister im Glauben
1 - "Jesus lieben mit ganzem Herzen"
1 - Bruder Andrew: Er hat das Wort ISLAM neu buchstabiert:
Ich soll lieben alle Muslime
1 - Vergebung , nicht Rache - Versöhnung anstatt Vergeltung
1 - Eines Tage wird die Gerechtigkeit siegen und der feige Mord aufgeklärt
werden, das ist unsere Hoffnung, sagt seine Frau.

Könnte das ein geistliches Leitbild sein und seine Grundsätze unsere
Leitsätze werden?
Könnte dieser Mann uns darin ein Vorbild werden?
Beeindruckend auch seine Frau!!! Und seine Kinder!!! Welch Überzeugungskraft
und Versöhnung trotz aller Verzweiflung und Schmerz über diesen Verlust.
Für Haik war die Bibel und speziell die Bergpredigt sein Leitbild. Er liebte die
Seligpreisungen über alles. Ein Mann voller Hingabe und Liebe zu Jesus. Er
beeindruckt mich sehr.
Können wir es uns heute noch leisten, ohne einem geistlichem Leitbild zu
leben? Ist die Gefahr nicht groß, dass unser Christsein verwässert und
verschwimmt? Darf die Bibel noch Ratgeber und Leitlinie werden. Oder haben
wir Angst vor den Aussagen der Bibel? Halten wir sie noch für zeitgemäss?
Ich habe gerade ein Buch gekauft mit dem Titel: Hände weg! Warum man die
Bibel nicht lesen sollte ..und warum doch.
Der Autor warnt vor falschen Umgang mit der Bibel.Irgendwie auch sinnvoll.
Zuviel ist falsch hinein interpretiert worden und mit geistlichen Leitsätzen sind
sogar Kreuzzüge begründet worden: Gott will es! Weich ein Irrtum.
Aber in der Person Jesus können wir lernen wie richtige Leitbilder aussehen
können. Seine Aussagen in der Bergpredigt und sein Leben sind
faszienierend,vorbildhaft und eben zeitlos.
Er ist mein Vorbild und Lehrmeister.
Hoffentlich finden wir den richtigen Umgang mit der Bibel, die uns Leitbild sein
kann.


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Das Geheimnis um die Krippe
Predigt 6. Januar 2010 – Epiphanias 
Eph.3,2-3a 5-6                                          Herbert Niedermirtl 


Herr, segne unser Reden und Hören durch deinen Heiligen Geist.Amen

Liebe Gemeinde,
Epiphanias ist der Tag der Krippenbauer. Eigentlich ist heute erst die
Krippe komplett, denn erst heute kommen die Weisen nach dem
Matthäusevangelium in die Krippe.
Nach einer langer beschwerlicher wochenlanger Suche, vielleicht schon
Jahre?
Nach und Nach wurden aus den Weisen die 3 Könige aus dem
Morgenland an – oder die Heiligen drei Könige, wie sie meistens
genannt werden. Heute! wo so mancher zu Hause schon wieder die
Krippe einpackt, heute erst sind endlich alle da.
Was wir da in der Krippe sehen, das könnte man ja schon beinahe die
allererste Versammlung von Christen nennen. Und was ist das für eine
bunt gemischte Gruppe grundverschiedener Leute:
Da sind die Hirten, denen der Engel erschienen war mit den Worten:
Fürchtet euch nicht, euch ist heute der Heiland geboren, .
Da sind Josef, der Zimmermann aus Nazareth, und seine Frau Maria,
die gerade ihr Kind bekommen hat. Die sind nach Bethlehem gekommen,
weil der Kaiser Augustus sein Volk zählen wollte.
Und da sind die Weisen aus dem Morgenland. Die sind auf der
Suche nach einem König, von dessen Geburt sie in den Sternen gelesen
haben. Sie haben eine lange, beschwerliche Reise hinter sich. Sie haben
Grenzen überwunden, ihren Kulturkreis verlassen um Gott zu suchen.
Was für eine seltsame Versammlung von Menschen, die da im Stall von
Bethlehem zusammenkommt! Sie haben eigentlich gar nichts
miteinander zu tun, außer dem Einen: Sie suchen Jesus, das macht sie
zu einer Gemeinschaft.

Auch die ersten christlichen Gemeinden, an die Paulus seine
Briefe schreibt, sind so bunt gemischt. Da gibt es Juden und
Heiden, Anhänger heidnischer Kulte und Esoteriker,
Hafenarbeiter aus Korinth, Gelehrte aus Athen, Händler aus
Ephesus, Bauern und Handwerker – und sie alle kommen zur
christlichen Gemeinde, weil sie Jesus suchen. So unterschiedlich ihre
Herkunft – sie alle haben ein Ziel: Sie wollen Jesus Christus als
den Retter ihres Lebens finden
Manche haben schon einen weiten Weg hinter sich, bis sie zu Jesus
kommen.
Paulus musste einen langen Weg und manche Umwege gehen, bis er bei
Christus angekommen war. Es war der Weg vom streng gläubigen
Pharisäer und Verfolger der Christen bis zur Wandlung zum eifrigsten
Apostel Jesu Christi. Paulus hat den Weg zu Jesus gefunden, weil er eine
direkte Begegnung mit dem auferstandenen Jesus hatte: Durch
Offenbarung (Epiphanias- Erleutung) ist mir ein Geheimnis
kundgemacht worden, schreibt er an die Epheser.
Hören wir selbst seine Worte an die Epheser:
Ihr habt gehört, welches Amt die Gnade Gottes mir für euch gegeben hat:
Durch Offenbarung ist mir das Geheimnis kundgemacht worden.
Dies war in früheren Zeiten den Menschenkindern nicht kundgemacht, wie es
jetzt offenbart ist seinen heiligen Aposteln und Propheten durch den Geist;
nämlich dass die Heiden Miterben sind
und mit zu seinem Leib gehören
und Mitgenossen der Verheißung in Christus Jesus sind
durch das Evangelium.

Damals hat er ein Licht gesehen, – das ihn geblendet hat. Er ist gepackt
von dieser Herrlichkeit: Jesus selber ist ihm begegnet. Diese Begegnung
hat alles auf den Kopf gestellt:
Er ist zum Apostel Jesu berufen worden und der Apostel der Heiden
geworden. Er hat den Glauben der Väter, den jüdischen Glauben, hinaus
in die Welt der Heiden, der Völker, getragen.
Dabei musste er Vorstellungen und geliebte Traditionen aufgeben,
musste den Glauben verständlich übersetzen, musste lernen, musste
Grenzen überwinden, an fremden Tischen bisher verbotene Speisen zu
essen, und hat so die Botschaft weitergetragen in die damalige Welt. Und
das hat er alles aus Liebe zu seinem Gott getan.
Paulus ist weite Wege gegangen, um unter den Völkern den Glauben an
Jesus auszubreiten.
Paulus hat gesehen: Jesus ist der Weg, auf dem alle Völker zu Gott
kommen können.
Das ist also das Geheimnis: Ein Geheimnis, das aber keines mehr
bleiben konnte:
Alle sind zur Krippe eingeladen!! Alle dürfen kommen ohne Vorleistung
und ohne Vorbedingungen!!! Das Geheimnis: alle dürfen dazu
gehören!!
Endlich gibt es keine Abgrenzung mehr, kein Aussortieren nach
Hautfarbe, Bildung, Kultur, Jung oder alt oder die Frage bin ich
gut genug, zu schuldig,
Ich bin eingeladen zu dem großen Haus Gottes zu kommen. Ich darf
heimkommen zu Gott. Bin in Gottes Familie angenommen. Die TÜREN
Gottes sind offen. Nicht verschlossen, nur angelehnt.
Ich bin selbst ergriffen worden von dem Licht, dass seit Weihnachten in
die Welt leuchtet.
Jesus hat auch mich berührt als ich ihn gesucht habe. Ich gehöre zu
ihm---das tut so gut!!
Ich gehöre Ihm- das gibt meinen Leben Sinn und Kraft und Halt. Und
ich „höre“ auf ihn, denn Gott ist nur ein Gebet weit weg.
Ich lerne soviel Menschen durch mein Ehrenamt in der Kirche oder durch
meine Arbeit als Krankenpfleger kennen und staune oft: Dass es nicht
wenige Menschen gibt, die tatsächlich behaupten sie brauchen dieses
Licht nicht oder diesen Jesus.
Sie übersehen glatt das Licht von Weihnachten, Diese unfassbare
großartige Botschaft: Gott wird Mensch. Gott wird menschlich!!! Wir sind
nicht allein!
Es bedeutet aber ihnen nichts. Sie gehen völlig gestresst, überhastet
und vielleicht zu vielbeschäftigt, vielleicht zu sorgenvoll, zu erschöpft,
vielleicht auch stolz oder gleichgültig an der Krippe vorbei ohne zu ahnen
welches – Geheimnis sich darin verbirgt.
Ich bin mir sicher, dass dieses Licht ihnen nachgeht. Das Jesus
niemanden aufgibt.
Paulus hat dieses Geheimnis nicht für sich behalten: Er wurde durch
den Heiligen Geist zu den Völkern geführt. Und so kommen heute alle
Völker zu Jesus – und es werden immer mehr! In Afrika, China und in
Südamerika, wo sich der Glaube an Jesus heute in nie gekannter
Geschwindigkeit ausbreitet.
Neue Gemeinden entstehen dort in großer Zahl, wie damals, als Paulus
seine Gemeinden gegründet hat. Sie sind ganz anders als unsere Kirche,
sie singen anders und beten anders. Ich habe das in Tansania selbst
erlebt. Ein Gottesdienst 6 Stunden lang kein Problem für Afrikaner! Iris
und ich waren fasziniert von den fröhlichen Gesängen und von dem
ansteckenden lebendigen Glauben. Manches mag uns europäischen
Christen fremd sein. Aber sie alle sind Miterben, wie Paulus klarstellt.
Miterben, über die wir uns freuen können, wenn wir sehen: Auch heute
machen sich immer neu Menschen auf zur Krippe.
Vielleicht noch eine Geheimnis seit Weihnachten: Gott verändert nicht
die Welt, aber die Menschen. Ist es nicht so?
Eine seltsame und wunderbare Versammlung von veränderten
Menschen, die da an der Krippe zusammentrifft! Das ist die
Gemeinschaft der Heiligen, von der wir im Glaubensbekenntnis sprechen.
Aber sie ist nur einen Augenblick sichtbar, denn alle müssen weiter.
Wir müssen wieder weiter, können diesen Augenblick nicht festhalten!
Alle sind unterwegs, jeder hat seinen eigenen Weg vor sich. Aber alle
haben Christus gesehen und sind verändert in ihrem Denken und ihren
Herzen. Und nehmen viel mit:
Das Staunen darüber, das wir und wie viele Menschen auf der Welt
Jesus gefunden haben,
Und die Freude darüber, dass Gottes Liebe auf der ganzen Welt
sichtbar und spürbar ist.
Das Wundern über die Ausdauer der Weisen, die die mit zu den ersten
Anbetern wurden.
Nehmen wir sie uns als Vorbild und lassen wir uns von Gott verändern.
Amen.





 


 


Qual der Wahl
g
ospel hour 27.9.09                                      Herbert Niedermirtl

Guten Abend
War es eine gute Wahl hier zu kommen? .Ich kann mir denken, dass vielleicht einer die
Qual der Wahl gehabt hatte. Heute um 18.00 Uhr den Fernseher anzuschalten und live
bei der ersten Hochrechnung der Bundestagswahl dabei zu sein Oder eben diesen
tollen Gospelchor in der Auferstehungskirche mitzuerleben. Oder vielleicht kam ja
plötzlich noch ein anderer Termin uns in die Quere. Die Oma hat angerufen und wollte
unbedingt sie zum Abendessen einladen.
Die Qual mit der Wahl. Wie entscheide ich mich?
Ach ja, das war ja bis heute die Frage, die alle Meiden beschäftigt haben und mich
natürlich auch:
Welcher Bundeskanzler soll unser Land reagieren?
Wieder mit Angela Merkel, laut New York Times, die die einflussreichste Frau der Welt,
die der CDU wieder ein Gesicht gab und Steuerentlastung verspricht oder Frank Walter
Steinmeier, der immer Gelassene, der in 15 Jahren Vollbeschäftigung für alle verspricht.
aber nur mit ihm als Kanzler oder vielleicht doch Guido Westerwelle, der
Möchtegernkanzler oder Renate Künast, oder Lafontaine, der verspricht einiges. Ach
es ist schwer! L
Aber ich bin ein bisschen beruhigt. Es gibt ja Wahlforscher….Dei wissen ja alles.. hoffe
ich…Oder doch nicht?
Die Qual der Wahl wieder rot schwarz oder doch schwarz gelb oder doch was ganz
anderes.
Wissen sie was für eine tiefe, bedeutungsvolle und erhabene Erkenntnis ich
gestern um 21.10 Uhr hatte?
Das Leben besteht ja ausschließlich aus Wählen..
Ich muss immer wieder wählen, aus vielen Möglichkeiten das richtige entscheiden?
Die Qual der Wahl bleibt mir nicht erspart!!!
Ich brauche ein neues Auto? Da fängt mein Dilämmer schon an mit Qual der Wahl.
Welche Marke wähle ich? Welches Auto unterstreicht meinen Typ? Welches ist
kostengünstig oder welche ist umweltfreundlicher?. Wähle ich Gas oder Benzin oder
Diesel? Man hat es schwer?
Gott sei Dank gibt es ja für alles Experten!!!!!! ADAC- Autotest und Auto Bild….
kaufe ich
gleich!!
Dann weiß ich zumindest, so hoffe ich, welches Auto ich auf keinen Fall kaufen
(ich meine auswählen kann!)
Ach, kann das Leben nicht einfach sein?
Schon allein der Einkauf wird zu einem Drama? Qual der Wahl ! Kauf e ich gesund 
und
 kalorienarm oder kaufe ich nach Genuss. Oder kaufe ich Qualität oder einfach 
billig?
 Kaufe ich Milch vom Bauer oder die Billig-Milch von Aldi!
In allen Lebensphasen habe ich die Qual der Wahl:
Es verfolgt uns geradezu!
Partnerwahl, –Schulwahl - Berufswahl? Studieren oder Berufsausbildung?
Es gibt das Wahlfach, Arbeitsplatzwahl, die Heimatwahl, Eigentumswahl,
Wahlverteidiger, Damenwahl, die Marken(Kleider)wahl, die Wortwahl, die Auswahlelf,
die der Jogi Löw aufs Spielfeld schickt usw
Und schon bei Krankheit wird das Problem noch dramatischer. Dann werden wir
konfrontiert mit der Krankenhauswahl? Und natürlich spielt die Arztwahl eine große Rolle,
(Natürlich hat ein großer Spiegelbereicht hat die besten 500 Ärzte in Deutschland
herausgefunden) Aber es bleibt bei Qual der Wahl!
Und später sich im hohem Alter frag ich mich: In welches Alterheim kann ich gehe? Oder
doch nur betreutes Wohnen? Wo bin ich am besten aufgehoben, auch wenn ich Pflege
benötige. Es bleibt bis zum Schluß die Qual der Wahl.
Wissen sie was für eine tiefe, bedeutungsvolle und erhabene Erkenntnis ich
gestern um 22.10 Uhr hatte?
Das es das Größte ist und was den Menschen zu einem Menschen macht.
Das er die Wahlfreiheit hat! Ihm ist die Freiheit zugesprochen worden zu
wählen und zu entscheiden. Sozusagen ein eingebautes „Lebenswahlrecht“
besitzt. Fast unglaublich, aber wahr!
Gott sei Dank.
Mit diesem Wissen bin ich trotz „der Qual der Wahl“ friedlich eingeschlafen.
P.S. Ob Gott die Qual der Wahl kennt? Moment mal, ich ahne, dass der Mensch immer die
1. Wahl bleibt bei Gott. Damit hat er keine Probleme.

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Meine erste Glückspredigt
Impulsfreizeit Bliensbach  Nov.09    Herbert Niedermirtl


Folgendes wissen wir:

1.Glück ist unabhängig von Status, Reichtum, Karriere, Bildung,
In Tansania haben wir bettelarme Menschen begegnet: Lachend, singend.
2. Es gibt Glücksmomente , es fällt uns zu- Siegtor letzten Minute,
Ich treffe einen guten Freund, gewinne Lotto, Freizeit, ein unerwartetes Lob,
erste Liebe, es gibt diese Glückspilze, Glückskinder, Hans im glück
Es gibt das Glück gehabt im Unglück! ( Davids Sturz aus 4 Meter auf eine Betonplatte )
3. Es fällt uns einfach zu. Es ist ein Glück hier in Deutschland geboren zu sein
Es ist ein Glück, solche Eltern zu haben wie Martina und Wolfgang usw.
4. Geheimnis: Wir können Glück gestalten: Welche sozialen Kontakte pflege ich?
Was habe ich für eine innere Einstellung: Was für einen Wert gebe ich Dingen, Ereignissen,
Beziehungen,
Einstellung?
Ich muss für meine Abiturprüfung nicht lernen! Aber das Ergebnis wird sehr ernüchternd sein.
Ich weiß, ich kann meine Frau todunglücklich machen: Ehebruch, Alkoholabussus, Gewalt,
Ich weiß, ich kann meine Kinder unglücklich machen: Kein Interesse, nie Lob usw.
Ich weiß, ich kann meine Mitarbeiter mit meinen Entscheidungen unglücklich machen.
5. Ich kann Glücksmomente mit gestalten ( Ich plane einfach eine Freizeit )

Ich habe ein Rädchen zum Drehen,
Was beeinflusse meine Einstellung? wie sehe ich? Glas halb voll oder halbleer? 
Wie nehme ich wahr?

Vergleiche ich mich mit anderen? Wenn es damit anfange, werde ich sicher unglücklich!
Spruch: Zum Glücklich sein bedarf es wenig und wer dankt ist ein König
Erstaunlich: Hermann Hesse schreibt: “Wenn man älter werde Menschen fragt, wann sie Momente des Glücks erlebt haben, dann sind das ausschließlich Erinnerung in ihrer Kindheit. Geburtstage, Weihnachten usw. 1000 Bilder .
Heißt das übersetzt: Die Tage im Alter werden schwerer, die Tage der Beschwertheit nehmen zu?
Ihr kennt es auch: Es gibt sie die unglückliche Tage, die wir einfach hassen, eine unglückliche Liebe, eine unglückliche Prüfung, berufliche Überforderungen, ein Lebenstraum zerplatzt, usw.
Ich habe viele solcher Tage erlebt.

Nicht nur durch den tragischen Selbstmord von Robert Enke, weiß man nicht erst seit heute,dass es in Deutschland Millionen von unglückliche, depressiven Menschen gibt, die nur noch funktionieren, aber in ihrem Innersten leiden und keinen Sinn und Ausweg finden..
Alle 47 Minuten stirbt ein Mensch in Deutschland an Selbstmord!! Schrecklich
Die Bibel ist gnadenlos realistisch: In Sprüche (Prediger3.1-11)alles hat seine Zeit, Tage des Glück, Tage des Unglücklichsein,
Alles hat seine Zeit
und jegliches Vornehmen
unter dem Himmel seine Stunde.
Geborenwerden hat seine Zeit,
und Sterben hat seine Zeit;
Pflanzen hat seine Zeit,
und Gepflanztes ausreißen hat seine Zeit.
Töten hat seine Zeit, und Heilen hat seine Zeit;
Zerstören hat seine Zeit, und Bauen hat seine Zeit.
Weinen (Unglück) hat seine Zeit, und Lachen(Glück) hat seine Zeit;
Klagen (Unglück)hat seine Zeit, und Tanzen (Glück)hat seine Zeit.
Quergedach:

Höhen und Tiefen gehören zu unserem Leben, alles andere ist Täuschung
Es gibt keine lebenslange Garantie für unbedingtes Glück!
Eis und Hitze – zwischen diesen Polen schwingt unser Leben
Glück und Unglück gehören zu unserem Leben, das sagt uns die Bibel
Wie Liebe ohne Schmerzen  nicht möglich ist (Liebeskummer) Das ist realistisch
So, genau so ist das Leben!
Aber ist gibt einen Unterschied.
Wenn keinen Trost gibt in unglücklichen Stunden, dann kann ich mich 
unglücklich bezeichnen:

Wenn es keine Vergebung gibt in Schuld, dann bin ich als unglücklich zu bezeichnen. Wenn im mir
nur noch Hass ist und keine Versöhnung, dann bin ich unglücklich.

Wenn es keinen Neubeginn mehr geben kann, dann bin ich ruiniert. Wenn Angst und nicht
Hoffnung das letzte Wort ist, dann sind wir verloren.

Die Bibel öffnet uns die Augen:
1Die Bergpredigt: Anleitung zum Glück im Unglück
Da er aber das Volk sah, ging er auf einen Berg und setzte sich; und seine Jünger traten zu ihm,
2Und er tat seinen Mund auf, lehrte sie und sprach:
3Wirklich Glücklich sind die, die da geistlich arm sind; denn das Himmelreich ist ihr.
4Wirklich glücklich zu schätzen sind die die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden.
5Glücklich sind die freundlichen; denn sie werden das Erdreich besitzen.
6Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden. 
7Selig
 sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.
8Selig sind, die reines Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.                               
9
Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen
10Selig sind, die um Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn das Himmelreich ist ihr. { 11Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und reden allerlei Übles gegen euch, so sie daran lügen.
12Seid fröhlich und getrost; es wird euch im Himmel wohl belohnt werden. Denn also haben sie verfolgt die Propheten, die vor euch gewesen sind
Mit anderen Worten:
Tage des Glücks und Unglücks treffen alle, aber es gibt einen Unterschied:
Ich kann Glück gestalten, sagt Jesus damit, ich kann Dein Glück gestalten.
Selig seid ihr, wenn ihr einfach lebt.
Selig seid ihr, wenn ihr Lasten tragt.
Selig seid ihr, wenn ihr Leiden merkt.
Selig seid ihr, wenn ihr ehrlich bleibt.
Selig seid ihr, wenn ihr Frieden macht.
Selig seid ihr, wenn ihr Unrecht spürt.
Selig seid ihr, wenn ihr Lieben lernt.
Selig seid ihr, wenn ihr Glauben wagt.
Selig seid ihr, wenn ihr Güte zeigt
Selig seid ihr, wenn ihr Unrecht spürt.
Selig seid ihr, wenn ihr Hoffnung teilt.
Haben wir uns das so vorgestellt?
Unser Glück liegt ihm am HERZEN
Warum finden wir es nicht es nicht?
Wenn Gott sagt. Ich will dich segnen: Moment mal kann es auch übersetzt heißen
Ich will mich dafür einsetzen und alles meiner Macht und Liebe versuchen, dich glücklich zu
machen: Dir Frieden zu geben, Gerechtigkeit zu verschaffen, Vergebung zu geben, das es hell wirdin dir (Weihnachten)
Es heißt ja auch nicht: Die Unglück machende Botschaft
Sondern das Evangelium!!!! Frohe Botschaft
Eine glückliche Botschaft:
Jesus wurde Mensch um mit uns zusammen durch unsere Momente des Glücks und Unglückes. zu gehen. Ist das unser Glück? Es ist einer meiner tiefsten glücklichsten Erfahrung: Gott ist nur ein Gebet weit weg. Gott ist mir so nahe!
Ich bin getröstet, ich werde ermutigt, ich werde nicht verlassen sein , er wird mir neue
Möglichkeiten aufzeigen Iris und ich sind nicht verzweifelt in der Krise der Kinderlosigkeit und haben den Mut gefunden uns einem Adoptionsverfahren zu durchlaufen Das Ergebnis ist für uns die glücklichsten Tage und Jahre unseres Lebens : Wir bekamen Johannes und Steffi Wir sindglückliche Eltern geworden
Wenn einer sagt. Fürchte dich nicht – ist bin bei dir bei allem was du tust.
Ist das nicht das Wichtigste und zugleich Beglücklichste?
In Psalm 16,11 heißt es: „Du(Gott) zeigst mir den Weg, der zum Leben führt.
Du beschenkst mich mit Freude, denn …….du bist bei mir.
Ich kann mein Glück nicht fassen, nie hört es auf

Amen


 


 




Entdecke die Möglichkeiten- Film-
Jugendgottesdienst 20. Nov 09
„Die Blindgänger“


Ein beeindruckender Film

Auch wegen dem Wissen, dass die
zwei Hauptdarstellerinnen blind sind
Er hat zu Recht den deutschen Jugendfilmpreis erhalten.
Die beiden Mädchen zeigen wie unkompliziert sie mit ihrer Behinderung
umgehen können.
Sie öffnen den „Guckis“ die Augen. So werden also wer Sehenden
bezeichnet.
Und wir Guckis können lernen von den Blinden.
Ich ahne es, obwohl wir sehend sind, sehen wir die Dinge oft falsch, oder gar
nicht, wir sind oft blind.
Bekannte Sätze:
Da war ich mit Blindheit geschlagen
Blind in sein Verderben laufen
Es gibt den blinden Fleck
Da gibt es ein blindes Verstehen
Da ist einer blind vor Wut
Blind vor Eifersucht
Blind vor Liebe
Oder Stolz macht blind heißt es
Sehen wir falsch?
In 7 Sekunden können wir beurteilen ob wir einen Menschen sympathisch
finden oder eben nicht. Wir sprechen vom ersten Eindruck. Unser Sehen
entscheidet!
Xavier Naidoo singt: Sie sieht mich nicht
Ein Liebeslied. Sie sieht einfach nicht, dass ich sie liebe. Warum kann sie meine
Gefühle zu ihr nicht sehen?
Der aktuelle Fall
Torwart Robert Enke: Alle seine Freunde, Mitspieler in Hannover, Manager
fragen sich? Waren wir so blind? Warum haben wir nicht gesehen was in
Robert vor sich ging. Das seine Depression ihn in den Tod trieb.
Es gibt ein tieferes Sehen.
Man sieht nur mit den Herzen gut, sagt der kleine Prinz
Wir brauchen diese „Augenblicke“
In der Bibel sagt uns: Jesus „guckt“ auch genau hin. Er hat das tieferes Sehen.
Er hat die Tiefenschärfe. Er sieht die Not, die Einsamkeit, die traurigen
Stunden, den Schmerz, aber auch die fröhliche Stunden. Er sieht die
Sehnsüchte und unsere Wünsche.
Er ist auf Augenhöhe mit uns. Er ist uns nicht blind gegenüber, sondern in
Jesus sind wir eine angesehene Person.
Eine Frau die von Gott Hilfe in großer Not erfährt sagt: Du bist ein Gott
der mich sieht!
So lasst uns als Guckis mit offenen Augen durch die Welt gehen. Ich
wünsche euch viele gute Augenblicke!

Amen


 


 



Der barmherzige Samariter

Hauptgottesdienst 6.Sept.09                                              
Lukas 10, 25-37                                                 Herbert Niedermirtl


Herr, segne unser Reden und Hören durch deinen Heiligen Geist. Amen

Der Mensch stellt Fragen Ich bin mir sicher, dass sie sich heute schon 5 x gefragt haben..
Soll ich aufstehen?
Soll ich das Kleid anziehen?
Soll ich gerade heute in den Gottesdienst gehen?
Sicher sind das nicht die entscheidenden Fragen des Lebens!
Solange der Mensch denkt, fragt er?
Es gibt aber so viele unwichtige, sinnlose, scheinheilige, dumme Fragen.
Aber es gibt Fragen, die sind bedeutend, ehrlich und halten bei mir den Atem an?
Weil es auch meine Fragen sind!!
Einer diesen Fragen steht eben in der Bibel.
Ein Schriftgelehrter fragt Jesus:
Was muss ich tun, das ich DAS EWIGE Leben habe?
Vielleicht haben Sie sich diese Frage noch nie gestellt:
Anders gefragt: Was muss ich tun, um Jesus zu zeigen, dass ich ihn wirklich verstanden habe?
Welche Antwort würden sie von Jesus erwarten?
 „Beten, Bibellesen, Beichten, Zwiegespräch mit Gott halten, Gebote halten, gerecht sein“
Würde das Jesus antworten?
Ich lese ihnen einmal vor was Jesu dem Schriftgelehrten geantwortet hat:
Wir hören die Beispielerzählung Jesu aus dem Lukas-Evangelium im 10. Kapitel:
Siehe, da stand ein Schriftgelehrter auf, versuchte Jesus und sprach: Meister, was muss ich tun, dass ich das ewige Leben ererbe? ( was für eine Frage)
Er aber sprach zu ihm: Was steht im Gesetz geschrieben? Was liest du?
Er antwortete und sprach: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst."
Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet; tu das, so wirst du leben.
Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und fragte Jesus: (wieder eine wichtige Frage)
Wer ist denn mein Nächster?
Da antwortete Jesus und sprach:
Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem hinab nach Jericho und fiel unter die Räuber; die zogen ihn aus und schlugen ihn und machten sich davon und ließen ihn halb tot liegen.
Es traf sich aber, dass ein Priester dieselbe Straße hinabzog; und als er ihn sah, ging er vorüber.
Desgleichen auch ein Levit: Als er zu der Stelle kam und ihn sah, ging er vorüber.
Ein Samariter aber, der auf der Reise war, kam dahin; und als er ihn sah, jammerte es ihn; und er ging zu ihm, goss Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie ihm, hob ihn auf sein Tier und brachte ihn in eine Herberge und pflegte ihn.
Am nächsten Tag zog er zwei Silbergroschen heraus, gab sie dem Wirt und sprach: Pflege ihn; und wenn du mehr ausgibst, will ich dir's bezahlen, wenn ich wiederkomme.
Jetzt fragt Jesu zurück: Wer von diesen dreien, meinst du, ist in diesem Fall der Nächste
gewesen dem, als er unter die Räuber gefallen war?
Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihm tat.
Da sprach Jesus zu ihm: So geh hin und tu desgleichen!
Ein interessanter Dialog , der sich hier entwickelt
Die Frage nach der Gottesbeziehung wird von Jesus als erstes
geklärt
1. Du sollst Gott lieben mit ganzem Herzen, ganzer Kraft und Seele.
Also Gott lieben mit halben Herzen; mit angezogener Handbremse ist schon schwierig. Gott nur halb vertrauen- schon unmöglich
Kann ich meine Frau lieben mit halben Herzen—undenkbar!
„Mit ganzem Herzen, ganzer Seele“--- Ein fast unmöglicher Auftrag an unsere Generation; die wie ich neulich gelesen habe, von Verhaltensforscher und Soziologen als >www.
Generation seelenlos> beschrieben wird! Jeder ist sich selbst das Höchste und der Nächste.
Postbankwerbung vermittelt: Das wichtigste, das bin ICH!!
Unter´m Strich zähl´ ich“,
Nicht du!! Nicht Gott! Ich!!!
Wir wissen gar nicht mehr, wie man richtig liebt! Für mich eine tiefste Erfahrung: je mehr ich mich von diesem Gott lieben lasse, mich ihm ganz zuwende, umso stärker wird meine Liebe zu ihm. Das Band wird immer stärker.
Damit hat der Pharisäer weniger Probleme, aber der Zusatz fordert ihn heraus

2. „Du sollst deinen Nächsten, lieben wie dich selbst!“ sagt Jesus einfach zu ihm!
Wer ist denn mein Nächster? Fragt er zurück, vielleicht irritiert oder verunsichert
Dabei ist die Frage nach dem Nächsten eine berechtigte Frage, eine wichtige Frage.
Wer so fragt, sieht über seinen eigenen kleinen Horizont hinaus.
Für ihn gilt nicht: Jeder ist sich selbst der Nächste. Das wichtigste bin ich.
Wer nur an sich selbst denken kann, wird selten nach dem Nächsten fragen. Die Frage nach dem
Nächsten ist auch ein Zeichen dafür, dass einer den Egoismus überwinden will.
Der weiter sieht, sieht mehr . und das Hinsehen ist der erste Schritt dazu!
Die Frage nach dem Nächsten ist aber auch eine Frage nach meinen Gaben und Grenzen. Wer ist
denn mein Nächster?
Das heißt auch: Wo ist meine Unterstützung, meine Hilfe, meine Liebe gefragt? Und wo liegen die Grenzen meiner Zuständigkeit, meiner Verantwortung? Schließlich muss sich niemand einbilden, er sei für alle Probleme dieser Welt zuständig.
- Für wen bin ich verantwortlich, und wofür muss ich mich nicht verantwortlich fühlen?

Grenzen der Nächstenliebe:

1. Nächstenliebe hat dort ihre Grenzen, wo sie zu einer versteckten Form des Herrschens
wird. Wo sie den anderen eigentlich nur dazu braucht, um eigene Größe zu beweisen. Wo sie verhindert, dass Selbständigkeit
und Eigenverantwortung wachsen können.
Die Mutter, die für ihren 40-jährigen Sohn noch kocht und wäscht, das Zimmer aufräumt und ihm täglich das Bett macht, handelt sicher liebevoll und fürsorglich. Aber sie muss sich auch fragen lassen, ob ihre Fürsorge in diesem Fall angemessen ist.
Eine Grenze der Nächstenliebe sollte dort gezogen werden, wo Nächstenliebe zu einer verdeckten Form der Herrschaft wird.

2. Eine weitere Grenze der Nächstenliebe sollte dort gezogen werden, wo sie zu ständiger
Überforderung führt.
„Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“
Das ist keine Forderung nach rücksichtsloser Selbstaufopferung. Wer auf sich selber, auf die eigenen Bedürfnisse, auf die Grenzen der eigenen Leistungsfähigkeit keine Rücksicht nimmt, wer sich selber nicht gut ist, wie will der auf Dauer dem Nächsten Gutes zukommen lassen?
Nächstenliebe kann nur der verwirklichen, der auf sich selbst achtet. Ohne Selbstachtung wird es auf Dauer nicht gelingen, auf den Nächsten und seine Bedürfnisse zu achten. Wir sprechenheute vom Burnout-Syndrom , einer Krankheit, die sich einstellt, wenn Menschen sich ständig überfordern. Überlastung und zu hohe Erwartungen an sich selbst führen dazu, dass Menschen sich wie ausgebrannt fühlen. Ein sehr engagierter, immer hilfsbereiter guter Freund von mir war ein halbes Jahr wegen Burnoutsymptome nicht mehr in der Lage zu arbeiten! .Eine Riesenbelastung für dessen Familie, Jetzt muss er lernen „achtsam“ auf sich zu schauen und ein „Nein sagen“ zudürfen.
Er ist selber unter die Räder gekommen und in seelische Not geraten!

3.Und eine dritte Grenze der Nächstenliebe ist dort in Sicht, wo andere in egoistischer Weiseunsere Hilfsbereitschaft ausnutzen.

Jesus erzählt von einem, der wirklich in Not war:
Unter die Räuber gefallen, seiner Kleider beraubt, geschlagen und gedemütigt und schließlich halbtot liegen gelassen.
Zwei Menschen kommen und sehen seine Not; es sind ehrbare, anerkannte Leute, ein Priester und ein Levit, - Respektspersonen.
Sie sehen ihn liegen und gehen vorüber.
Man kann Gründe für dieses Verhalten suchen. Man kann diese beiden verurteilen oder auch
verstehen wollen. War es die Angst, selber unter die Räuber zu fallen, selber zum Opfer zu werden?
Oder einfach die Unsicherheit, etwas falsch zu machen? Vielleicht auch nur die Abneigung
dagegen, sich die Hände schmutzig machen zu müssen? Oder war es einfach nur Gleichgültigkeit?
Eines steht fest: Dieses Verhalten hat sich bis heute millionenfach wiederholt. Menschen sehen die Not ihrer Mitmenschen und können doch daran vorübergehen. Sie suchen das Weite im Angesicht der Not derer, die zu Grunde gehen.
Auch der Samariter sieht die Not. Was ihn von den beiden anderen unterscheidet, ist, dass er sich anrühren lässt. Es jammert ihn, er hat Mitleid. Nicht Generation seelenlos!!
Und so kann er nicht einfach vorüber gehen. So kann er seine Angst vor den Räubern überwinden, die ja auch ihn als nächstes Opfer bereits im Visier haben könnten.
Er zeigt sein Herz, und so tut er, was nötig ist:
Er versorgt den Verwundeten, bringt ihn in Sicherheit. Und schließlich sorgt er dafür, dass ein anderer, ein Wirt, zu Ende bringen kann, was er begonnen hat, damit der Verwundete endgültig wieder auf die Beine kommt.
Er hilft, wo es nötig ist. Und er nimmt sich zurück, wo er nicht mehr unbedingt gebraucht wird.
Weil auch er seinen Weg zu gehen hat, weil auch er sein Leben leben muss.
Bis heute ist diese Erzählung vom Barmherzigen Samariter das eindrücklichste Beispiel dafür,
dass die Liebe zu Gott und die Liebe zum Mitmenschen zusammen gehören, wie die beiden Seiten einer Münze.
.
„Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren von Liebe, die wir hinterlassen,
wenn wir weggehen.“
Albert Schweitzer
Eine mir sehr bekannte Frau aus unserer Gemeinde hat sich als Demenzbetreuerin ausbilden lassen.
In dem Pflegeheim Haus Dierig betreut und begleitet sie Menschen mit Demenz ehrenamtlich! und entlastet damit das Pflegepersonal.
Ich arbeite als Krankenpfleger mit Menschen, die an Demenz leiden. Nicht unter den Räubern gefallene, aber von einer schrecklichen Krankheit überfallenen Menschen, die absolut hilflos werden, ::Viele wenden sich ab, Hier sieht jemand die Not und wendet sich diesen Menschen
zu . eine moderne Samariterin!
Ein anderes Beispiel
Eine andere Frau, die ich sehr schätze, hat sich ehrenamtlich als Hospizhelferin ausbilden lassen uns arbeitet hier um die Ecke in dem Hospiz mit. Sie begleitet Sterbende und deren Angehörige.
Eine schwere Arbeit! Wieder eine moderne Samariterin- Mich hat das sehr beeindruckt. Ich habe ihr auf ihren Telefonanrufbeantworter meine Hochachtung ausgesprochen:
Ein letztes Beispiel. Auf der Jugendsommerfreizeit hat ein Mitarbeiter von einem Jugendlichen einen Zettel zugesteckt bekommen. Er hat ihn mir freundlicherweise für die Predigt überlassen.
Darauf steht folgendes:
„Ich wollte dir einfach Danke sagen für alles, was du mir du mir die letzten Jahre gegeben hast.
Wie du dich bei meinen Unfall und Verletzung um mich gekümmert hast und Sorgen hattest, hat mir
sehr viel gegeben, da ich gemerkt habe, wie du deine Liebe weitergibst.“
Auch hier ist Jugendleiter unbewusst zu einem barmherzigen Samariter geworden und hat Spuren der Liebe hinterlassen.
Das sind nur kleine Beispiele, wie Menschen wirken können und Jesus freut sich darüber am
meistens
Wenn wir das umsetzen, haben wir Jesus verstanden!
So gehe hin und tue das gleiche.
Für uns könnte dies bedeuten:
Schau genau hin, lass dich anrühren, und handle so, wie es deinen Möglichkeiten entspricht, dann können wir beweisen, dass wir Christen nicht zu der www Generation seelenlos gehören wollen!!
Amen

 


 

Das Drehbuch deines Lebens
Jugendsommerfreizeit Italien 2009
Herbert Niedermirtl

Einstieg: Sketch
2 Schauspieler- 1 Regisseur, 1Kameramann
Wollen anfangen- Drehbuch fehlt!!!!!!! Kein Film!!! Kein Ruhm!! Vergeblich

Jeder Film braucht ein Drehbuch und damit Autor. (Beispiele)
Die Frage nach dem Autors unseres Lebens: Gottesbilder
Idee: Drehbuch
Wir wollen euch ein Drehbuch vorstellen, darin geht es um das Leben. Nicht mehr und
nicht weniger. Brauchen wir ein Lebensdrehbuch? Einen der es schreibt, bin ich es oder ein
anderer?
Wir haben ein Drehbuch. Wir wollen es euch vorstellen: die Bibel – Biblo (Bücher )
Das ungewöhnlichste Drehbuch der Welt.
Es ist über einen Zeitraum von 3000 v. ch. bis 150 Jahren nach Ch. entstanden.
Stellt euch das einmal vor: ein Drehbuch in dieser Länge.
Ungewöhnlich? Warum?
In diesem langen Zeitraum sind 66 Bücher geschrieben worden
Davon 39 in hebräisch und 27 in Griechisch. /Wir sagen das AT und das NT
Ungewöhnlich die Autoren: Menschen aus allen Berufen . Ärzte, Priester, Propheten, Apostel, Hirten, Erzähler, normale Menschen aus allen Schichten
Aber worum geht es in diesem Drehbuch, dass die Menschen Bibel nennen.
Lat. Testari : Bezeugen!!!!!!!
Menschen wollen etwas unfassbares festhalten, beschreiben, erzählen:
Sie wollen Gott „bezeugen!!“
Sie wollen eine Geschichte erzählen: Ihre Geschichte mit Gott.
Was für eine Geschichte? die Geschichte zwischen Gott und den Menschen,
Was für ein Drehbuch. !!!!!
Nicht Fiktion, Nicht Fantasy, nicht , Illusion, nicht erdachtes Gebilde, nicht hypothetisches
Sondern ein ganz reales echtes Drehbuch. Voller Überraschungen, wundersames, Unvorstellbares!
Die Schauspieler sind real, sie spielen sich selbst!! Und erzählen ihre Geschichte, die sie mit Gotterlebt haben.
Mit einem Gott, mit dem sie nie gerechnet hatten, nicht geglaubt oder vergessen hatten!
Mit einem Gott der sich ihnen plötzlich zeigt und sagt: Ich bin der ich bin da für dich. So stellt er sich den Mose vor, als er vor dem Dornbusch steht!!
Mit einem Gott der sich wirkt, handelt , heilt, redet, röstet, mahnt und sich zeigt: Plötzlich
unerwartet zeigt Gott seine menschliche Größe und wird selbst Mensch.
Jesus ist das Gesicht Gottes.
Eines wird klar: in diesem Drehbuch schreibt Gott selbst Geschichte:
Selbst Steven Spielberg kann da nicht mithalten: Das Drehbuch: Gott wird Mensch um uns nah zu sein!! Um dir nah zu sein.
Keiner dieser Menschen hat mit Gott gerechnet und jetzt schreiben sie ihre Geschichten auf!
Ja, dieser Gott ist real und erfahrbar.
In diese Drehbücher beschreiben und bezeugen Menschen ihre Erlebnisse mit Gott und Jesus. Was
für Geschichten.
Die ganze Bibel ist voll davon. Es sind Tragödien, Dokumentationen, es sind Krimis, Gebete,
Lieder, Dramen, Komödien, aber es ist im tiefsten Sinn: Wer hätte das gedacht?
eine Liebesgeschichte!!!!
Und die Hauptdarsteller Gott und der Mensch
Es ist eine Liebesgeschichte zwischen Gott und den Menschen und uns
Die Menschen, die Gott und Jesus erlebt haben beschreiben, ich ihm begegnet und habe erlebt Er kämpft um mich um meine Liebe, denn er liebt mich!!!!
Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, schreibt der
fassungslose Evangelist Johannes, damit die, die an Ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern dasewige Leben haben.Joh.3.1
Oder ein anderer schreibt: Gott ist die Liebe!!!

Eine Geschichte davon erzählt Johannes Niedermirtl:
Der verlorene Sohn….
Wie kann man nur so lieben, fragen sich die Autoren oft. Wie kann Gott nur so lieben, auch wenn
Menschen ihn vergessen, verdrängen, verachten, ihn verleugnen, ihm die kalte Schulter zeigen, Er ist der Schöpfer,, diese liebe ist nicht von dieser Welt singt Xavier Naidoo.
Diese Liebe hält, diese Liebe hält uns im Leben!
Gibt es ein happy end mit Gott und den Menschen? Mit Gott und uns?
Das Drehbuch wird weitergeschrieben, schon seit 2000 Jahren.
Dieser Gott schreibt weiter .Ich habe ihm selbst die kalte Schulter gezeigt, war am Boden. Mit 18 Jahren orientierungslos. Ich war bis dahin mit meinem Drehbuch überhaupt nicht einverstanden:
Heimkarriere, ohne Vater, eine überforderte Mutter, Hauptschule, Ausbildung zum
Einzelhandelskaufmann, aber keinen bock auf diesen Beruf, Aggressionen (Zerstörungen), Gewalt, Diebstähle (sogar meinen eigenen Chef habe ich aus Wut beklaut), erst als Helmut bei einem Diebstahl erwischt wurde (ich konnte abhauen)und er einen Selbstmordversuch unternahm, wollteich aus diesem Drehbuch raus oder einen der es neu schrieb. Ich schrie  innerlich um Hilfe.
So fragte ich nach Gott und begann ihn zu suchen: Ich traf Christen und hörte von Jesus.
so begann diesem Gott Vertrauen zu schenken, zu glauben und als ich dieses Drehbuch las (Bibel
zeigen), packte es mich.
Heute und hier muss ich bekennen, ja dieses Drehbuch ist weitergeschrieben worden. Besser und unglaublicher als ich es mir hätte träumen lassen. Gott schreibt mit mir Geschichte, ganz behutsam,
ohne Zwang, liebevoll schreibt er mit mir mein Drehbuch weiter. Meine Ideen und meine Wünsche sind gefragt. Fehler (Schreibfehler) werden mit einkalkuliert. Er hat den großen Überblick und das tut gut.
Neuer Beruf, christlicher Jugendleiter, Familie, 2 Kinder adoptiert usw. Ah ja Jugendfreizeit in Italien 2009 ist so eine neue Geschichte. Gott überrascht mich immer wieder!!!
Gott schreibt Geschichte mit mir...Aus der Liebesgeschichte ist eine Segensgeschichte geworden...
"Besser gehts nicht"!!!!könnte mein Filmtitel heißen. Und wie Deiner?


 


 

 

 


 

 

    Nur gehaltene Menschen können durch"halten"!
                                                                            Peter Hahne


Eine tiefe Erfahrung meines Lebens.Wie Jesus mich trägt und hält durch 
manche Krise und Entscheidungssituationen ist erstaunlich.

Manchmal muss er mich ertragen, meine Sorgen, meine Frechheiten, meine Bosheiten, meine Unmenschlichkeit, meine Sünden. Dann bin ich nicht leicht zu halten und schwere Last für Ihn. Doch er hält es aus. Er hält mich aus!

Ich bin gehalten, habe Halt gefunden in den Strömungen und Wirrungen des Lebens.Werde nicht einfach mitgerissen und verliere mich nicht selbst.
Wie sagt ein schlauer Mensch: Nicht der anfängt, ist groß, sondern der der durchhält!.
Ich will durchhalten mit Gottes Segen und selbst Haltepunkt werden für andere Menschen, die 
haltlos sind. 

                                                                               
                                                                      August 09  H.N.

 









Mehr-wert  

Entdecke die Möglichkeiten
Jugendgottesdienst März 2008

Sketch:
Schild: Ich bin mehrwert !!
Vater mit Schild zu seinem Sohn: Ich bin mehrwert , ich bin Erzeuger, Leistungserbringer….
Sohn zum Vater: ich bin die Zukunft du bist alt, ich bin deswegen mehrwert
Nimmt Schild
Sohn trifft Mädchen: Ich bin mehr wert, weil ich mann bin.
Nein, ich bin eine frau, deswegen, bin ich mehr wert, ich bekomme Kinder…ich denke
mit 2 Gehirnhälften..
Nimmt Schild
Frau trifft Frau: ich bin schöner, ich werde als Model in the next model show auftreten..
Nimmt Schild und geht
Die anderen…was sind wir nichts wert?
Kurzgedanken für Mehrwert an Beispiel eines Menschen aus der Bibel:
Ungeheuerlich: Eine Frau nennt ihr neu geborenes Baby: Jabez
Das heißt auf deutsch: Kummerbub, unter Schmerzen geboren, Nichtswert
Dieser Name ist eine Kränkung Spottname
Hallo ich heiße NICHTSWERT
So sieht eine Mutter ihren Sohn…und bewertet ihn!!!!!
So musste dieses Jabez seine Kindheit (oje)und Jugend verbringen, bis er Entschluss fasst:
Er bete , besser er fleht zu Gott:
1.Ch 4.9-10
4 Bitten
Segne mich
Erweitere mein Gebiet
Steh mir bei
Und halte mir Unheil und Schmerzen von mir fern.

Segne mich
wende
 mich mir zu ! Gott bitte übersieht mich nicht, bewerte mich anders!!!!
Gott ist ein schenkender und liebender Gott- Er schenkt Leben, Sinn und einen tiefen Wert. Wenn
Gott sich einem Menschen zuwendet und ihn ansieht, dann ist er eine „angesehene“ und mehr wert,
als andere Menschen denken.
Erweitere mein Gebiet:
Das heißt übersetzt: Ich will mehr wert sein und mehr Wert geben!!!
Gib mir mehr persönlichen Lebensraum, mehr Möglichkeiten mein leben zu gestalten
mehr Selbstvertrauen, mehr Verantwortung, lass mich mehr wachsen auch im Vertrauen und im
Glauben.
Steh mir bei:
lass mich nicht allein, bleib an meiner Seite….da sagt man nur zu einer vertrauten Person, zu einem
guten Freund weil man erfahren hat, wie wertvoll er in Krisenzeiten zu einem hält ….
Gott ich brauche dich Welchen Wert geben wir eigentlich Gott?
Halte Unglück und Schmerz von mir fern:
Jabez heißt Kummerbub!!!! Er will nicht mehr ein Kummerbub sein, ein Nichtswert sein und
Unglück anziehen!!!
Er will nicht immer unterschätzt werden, das tut weh , Ablehnung schmerzt!!!. Er will kein Verlierer
sein… Könnte das auch unser Gebet sein?
Er will mehr wert sein und selbst ein Segen werden
Auch wir beten: und erlöse uns von dem Bösen…
Er will es seiner Famillie beweisen: Ich kann mehr, als ihr mir zutraut. Ich bin mehr wert, als ihr
denkt…...denn Gott denkt groß von mir:
Mehrwert:
Du bist in meinen Augen teuer und wertvoll. Ich liebe dich.
Gott
Jes.43
Das + (Kreuz) vor jedem Mensch = Mehrwert (unveränderlich stabil)
Wie endet die Geschichte: einfach genial
Und Gott erhörte seine Bitte!
Und Jabez war der angesehenste unter seinen Brüdern!!!!
Mit anderen Worten: Sie haben seinen Mehrwert erkannt.
Gott sei Dank. 

Amen


 

 


Urlaub mit Tiefgang April 09
Krisenmanagement 
         Jesu              

                                      
                                                                Herbert Niedermirtl

Viele von uns sind grade in einer Krise (Geburt, Hochzeit, Beruf, Trennung,...)
- Anhand einer Geschichte (z.b. Paulus als derjenige, der am wenigsten mit dem Eingreifen Gottes
rechnet, und dem Gott auf eine Weise in sein Leben spricht, die ihm äußerst ungelegen kommen
muss) Krise bedeutet: Die Bedingungen ändern sich völlig
Wenn die Realität auf einmal anders ist als bisher gedacht.
Wenn alte Werte und selbstverständliche Urteile/Entscheidungen auf einmal in Frage stehen
Wie gehe ich damit um? Was kann ich von den Personen der Bibel lernen?
Die Zeit auf UmT nutzen, um der Krise ins Gesicht
Durch(geh)halten
Überlegen:
Krise rückwärts gesehen: Wie habe ich sie bewältigt
Kam ich gestärkt oder geschwächt aus der Krise?
Was hat mir dabei geholfen?
Was ist eine Krise?
1. Jede Krise ist ein schicksalhaftes Erlebnis in der Begegnung mit Grenzsituation, welches dem Menschen vor das nichts stellt.
Jede Krise macht etwas mit uns. Jede Krise ist ein Tiefpunkt, an dem ein bisheriger Weg aufhört – und ein neuer Weg noch nicht sichtbar ist. In der Krise versagen Werkzeuge, Methoden und Argumente, die man bisher erfolgreich einsetzen konnte, Man leidet unter Sprachlosigkeit,
Auslöser: Ein Partnerschaft zerbricht, Menschen die wir bewundert haben enttäuschen uns,
Wünsche und Lebensmodelle gehen nicht in Erfüllung. Alle Umbruchsituationen und Dinge, dieuns überfordern (Hochzeit, Schwangerschaft, Berufswechsel, Umzug in fremde Stadt)
Wir sind haben angst die Kontrolle zu verlieren.

2.Die Krise = Entscheidungssituation
Wir werden herausgefordert, zu trennen was für den neuen Lebensabschnitt taugt und was nicht.
Dahinter stecken ein Risiko und auch ein möglicher Verlust
Kennzeichnen einer Krise :
- sind eine dringende Notwendigkeit von Handlungsentscheidungen,
- ein durch die Entscheidungsträger wahrgenommenes Gefühl der Bedrohung,
- ein Anstieg an Unsicherheit, Dringlichkeit und Zeitdruck
- und das Gefühl, das Ergebnis sei von prägendem Einfluss auf die Zukunft.
Chinesisch: wei ji = Gefahr und Rettung
In jeder Krise ringen Gefahr und Rettung miteinander um die Vorherrschaft
* Jeder reagieret anders in der Krise.
Wenn ich etwas auf mich zu kommen sehe, was mich in Angst oder Unruhe oder Panikgefühlen
versetzt, dann sagt IRIS ICH SOLL ERST MAL RUHIG werden und nicht alles gleich negativ
bewerten.
Hat mir schon oft geholfen
* andere haben den Impuls zu kämpfen. Lassen sich nicht verrückt zu machen. Reagieren gelassen
* Andere sind schon immer vor Veränderungen und Herausforderungen geflüchtet und dieses erworbene Verhaltensmuster zieht sich durch das Leben und durch jede Krise,
* andere geben schnell auf und besitzen nicht die Ausdauer es auszuhalten und etwas
durchzustehen. Ich selbst habe den Impuls manchmal schnell aufzugeben, wenn was nicht so gelingt.
Jünger in der Krise:
Andreas: Wir haben den Messias gefunden!!!! Joh.1,41 (Euphorisch)
Endlich keine Krisen mehr , endlich keine Zweifel mehr. Endlich sicheren Boden, endlich
Befreiung aus römischer Besatzung, endlich Heil, endlich Sicherheit!!!!! Endlich nicht mehr der Verlieren sein!!! Endlich alles wird gut!!!!!
Viele schließen sich Jesus an, werden seine Jünger…über 70
Sie glauben jetzt mit Jesus bleibt ihnen der Weg in die Krisen erspart, sie geben alles, investieren viel…..und müssen durch viele Unergründlichkeiten gehen . Jesus führt sie geradezu in die Krise!!
Bald wird Jesus ihnen die Frage stellen: Wollt ihr auch gehen?
Viele sind gegangen, weil sie die Insel der Glückseligkeit mit Jesus nicht gefunden haben, weil sie so einen Jesus nicht haben wollten….am Ende bleiben von 70 nur noch 12 übrig
Die Jünger wollten schnellen Erfolg, Heil auf ganzer Linie..
Sie wollten schnelle klare Antworten—Aber er redet in Gleichnissen und redet von Saatkörner die in die Erde fallen müssen….Andreas wird Jesus verstört fragen in Joh, 6.60 Wer kann das anhören? Was du sagst Jesus ist unmöglich!!! Andreas in der KRISE
Ausdauer ist bei Jesus gefragt- Geheimnis des Wachsens –
Sie wollen einen Wundermann- er fordert sie auf Vertrauen ohne Zeichen
Sie wollen einen strahlenden Sieger und werden geradezu nach Ostern geführt. Ein leidender Christus…ihr Weltbild und Glaubensbild ist erschüttert, so haben sie sich das nicht vorgestellt…..
Petrus ist ein Kämpfer. Aber als seine Freundschaft und Glauben an Jesus auf dem Prüfstand steht,
versagt auf ganzer Linie;
Am Schluss leugnet er den, dem er alles zu verdanken hat
Scham und Enttäuschung über sich selbst bringen ihn zur Verzweiflung. Es ist aber nicht das Ende!
Am Ende wird er wieder aufgerichtet stehen!!!!
Er wird der Gründer der Kirche Christi
Er wagt an neuen Anfang mit dem auferstandenen Jesus und ist nicht zerbrochen in dieser
Katastrophe. Er hat gekämpft mit sich . Jesus vergibt ihm. Ein neuer Weg ist aufgetan.
Gestärkt durch die Krise.
Judas zieht aus seinem Verrat an Jesus einen ganz anderen Schluss, den Jesus so nicht wollte.
Selbsttötung als letzter Ausweg aus der Krise?
Er hat wahrscheinlich am meisten in Jesus investiert, ihn am meisten verehrt.
In dieser großen Krise entzieht er sich der Verantwortung und wählt den Freitod.
Welch eine Katastrophe für ihn und Jesus.
Ich überlege mir weiter, als ich gelesen habe als Paulus seinem Schüler Timothesus schreibt
„.Tim.4.16-17. Man spürt richtig die zitternden Hände von Paulus.
In einer Verhandlung gegen mich in Ephesus ist niemand für mich eingetreten, alle haben mich im Stich gelassen !!!!! Allein in der Krise ,( Lied: Wir sind allein!) Schrecklicher Gedanke!! Aber ist er dabei zerbrochen? Nein, denn er schreibt weiter:
Aber der Herr stand mir zu Seite und gab mir Kraft!
Ist es uns bewusst: Jesus steht neben uns und hält uns…Paulus hat es erlebt..
In der Krise brauchen wir Menschen und Gott, die neben uns stehen, die
zu uns stehen, uns halten!!!
Johannes : Krise. Berufsleben. 2 Absagen, eine einmal Probezeit nicht bestanden!
Stempel: nicht gut genug!!!
Wieder läuft Bewerbung…..wird er gebraucht im Arbeitsmarkt? Hat er eine Chance?
Er ist frustriert..
Ich ärgere mich, dass andere in Hannes so wenig sehen, ihn unterschätzen. Er hat eine riesige Sozialkompetenz und ein herz für Behinderte. Er will Heilerzieherhelfer lernen- andere beurteilenihn für nicht geeignet.
Ich sehe mehr in Hannes. Ich sehe sein Herz und sein Geschick. Du kannst es schaffen!!
Er weiß, dass wir als Eltern 100 % hinter ihm stehen und ihm sagen: auch du hast Zukunft!!
Gott hat auch einen Weg für dich!
Und das richtet ihn wieder auf.

Amen




 


 

 

 



Jesus - Wer bist du?
Glaubensgrundkurs         C.S.lewis                                  Herbert Niedermirtl

Alles was wir heute über Jesus wissen steht in der Bibel. Genau in den 4 Evangelien.
Was ist das für einer der schon 2000 Jahre tot ist, oder sein soll oder wie seine Anhänger behaupten:
Er lebt!!
Keiner „bewegt“ die Welt so wie er, über keinen wurde soviel nachgedacht, geschrieben, diskutiert,
gestritten, geglaubt, gezweifelt. Ich selbst habe mir über diesen Mann sicher schon soviel
Gedanken gemacht, wie über meine geliebte Ehefrau.
Sogar eine neue Zeitrechnung begann mit ihm. 2005 nach Christus.
Jesus, wer bist du. DAS ist sicher einer der spannersten Fragen, die Menschheit beantworten
muss? Aber die Antworten sind so verschieden:
In allen Punkten sind viele sich einig:
1. Jesus ist der größte religiöse Führer , den es jäh gab mit erstaunlichen charismatischen
Fähigkeiten.
2. Seine sittlichen Lehren z. B: die Aussagen der Bergpredigt sind gewaltig und einmalig.
Sie fordert einen neuen Umgang mit Ausgestoßenen, Armen, Frauen, Witwen und
FEINDEN. ( betet für eure Feinde) Diese Predigt hat eine Nüchternheit und Tiefe, die
einfach anerkannt werden muss. Sogar ausgesprochene Gegner des Christentums finden
die Ethik Jesu vollkommen und die Wahrheit. Beispiel: Meine Kollegin Sr Karin will in der
Volkshochschule einen Vortrag über die Bergpredigt hören. Sie finde die Bergpredigt, das Beste was sie gehört hat!!!! Ich
war sehr erstaunt darüber, denn Sie ist absolute bekennende Atheistin auf unserer Station und kann mit der Kirche und den
lieben Gott überhaupt nichts anfangen.
3. als großer Morallehrer ist Jesus unbestritten. Seine Moral wird respektiert. Er gilt vielen als
Vorbild.
Jesus ein großer Mensch , aber in mir beginnen Zweifel ob Jesus nur ein großer Mensch war?
Der unser Leben ein bisschen beeinflussen darf.
Jesu, wer bist Du?
Der Name den Marie und Josef, den Jungen geben heißt Jesus: JESCHUA- das heißt: Gott rettet.
Was für ein Name! .......
Der erste Zeuge, der in der Bibel beschrieben wird, ist der große jüdische Volksheld und
Wüstenprediger Johannes, der Täufer. Immer wieder , voll Hoffnung predigt er: Kehrt um, denn das Himmelreich nahe ist! ....Am Jordan begegnen sich der berühmte Prediger und der 30 jährige jüdische Jesus , der bis dahin völlig unbekannt war. Erschrocken und voll Ehrfurcht weicht der große Wüstenprediger zurück und macht eine Aussage, die das Volk nur schwer begreift: „Ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren > Ich taufe mit Wasser- Er aber tauft mit dem Heiligen Geist. Ich kann euch nicht retten > kein Mensch, keine Religion, kann Euch retten aber dieser ER kann es > Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinweg nimmt.
Was sieht Johannes in diesen Menschen Jesus ?
Rätselhaft? Lamm Gottes? Sünde hinwegnimmt ? Sünde bedeutet Trennung: Der die Trennung aufheben wird. Etwa die Trennung zwischen Gott und den Menschen? Entgültig ! Erlösung!!!
Erlösung- diese übergroße Aufgabe kann doch nur ein Gott wirken? Jesus , wer bist du ?
Es gibt so viele Geschichten um Jesus mit Menschen, die ihm begegnen. Eine davon ist die
Geschichte mit dem Gelähmten:
Seine Freunde seilen den kranken Mann durch abgedeckte Dach. Als Jesus ihn sieht sagt er ruhig:
Ich vergebe Die deine Sünden!!! ( das heißt: alles was dich von Gott, dem Vater getrennt hat, was du verheimlichst hast, was dich kaputt und einsam gemacht hat, dich belastet hat - eben deine Schuld wird dir vergeben von mir )
 Reaktion: Empörung und Verwunderung
Was soll der arme Gelähmte schon getan haben?, woher kennt Jesus diesen Mann. Wieso kann bildet er sich ein Sünden zu vergeben? Ist er größenwahnsinnig?
Beispiel: Autoklau Erwin wird sein nagelneues Auto gestohlen. Ich behaupte : Ich vergebe es dem Dieb. Ungeheuerlich.. Erwin würde mich einsperren.
Bei Jesus ist das so: Jesus vergibt, als würde jede Sünde ihn persönlich treffen, als würde er darunter leiden. ABER: Ich vergebe dir deine Sünden, darf nur GOTT sagen!!
Als Beweis seiner Vollmacht heilt er den gelähmten Mann.: Nimm dein Bett und geh...
Alle sind fassungslos..
Jesus , wer bist Du?
Jesus und Jerusalem Lk 13
Eine andere Aussage lässt mich aufhorchen. Eines Tages sitzt Jesus auf einen Hügel und schaut auf Jerusalem herab. Plötzlich weint Er. Seine Jünger sind irritiert. Jesus sagt: Wie oft habe ICH Propheten und Weise zu Dir gesandt ( geschickt). Wie oft wollte ich deine Kinder um mich sammeln, wie eine Henne ihre Küken, aber ihr habt nicht gewollt!
NIEMAND kann darauf etwas antworten!! > Dabei behauptet Jesus so ganz beiläufig: ER SEI
DIE KRAFT, die durch Jahrhunderte Weise und Propheten in die Welt gesandt hat!
Er Weint um eine verlorene Welt, als wäre sie sein Eigentum!
Was haben die Menschen verloren, aus dem Blick verloren? Sollten wir ohne diesen Mann Verlierer bleiben?
Jesus , wer bist Du?
Unbequeme Gesetze, Vorschriften, die jeder Jude sehr ernst nimmt:, dazu gehört das Fasten, das Gott angeblich sehr wohlgefällig ist.. so behaupten das die religiösen Führer.
Eines Tages erklärt dieses Mann: Niemand muss fasten, solange ich da bin!. Wer ist dieser Mann, der behaupten kann, das seine bloße Anwesenheit setze alle normalerweise gültigen
Vorschriften außer Kraft.!! Der einfach sagen kann: Weil ich da bin ist heute ein arbeitsfreier und schulfreier Mittwoch.
Seine unglaublichen Aussagen über sich selbst gehen weiter.
ICH BIN... Ich bin ist im Hebräischen der Name für Gott – Jahwe
Kein Jude würde es wagen dieses Wort auch nur in den Mund zu nehmen. Und jetzt gibt Jesus Zeugnis über sich ab. Worte , die noch nie ein Mensch gewagt hatte zu sagen: Ich bin..
Seine jüdischen Gegner wussten genau was Jesus andeutet! Es war eine Provokation ohnegleichen,
auch für uns!
„Ich bin ... der Weg , die Wahrheit und das Leben und niemand kommt zum Vater außer
durch mich“ .verkündigt Jesus den verdutzten Zuhörern.
Er behauptet:-
1. Niemand, kein Mensch, kann wirkliches Leben erlangen
oder leben ohne ihn
2. Niemand kann den Weg zu Gott finden ,
bleibt ziellos ohne ihn
3. Ohne ihn gibt es keine Wahrheit,
kein richtiges Erkennen oder Sehen,
kein Begreifen von Gottes Erbarmen, der tiefste Lebenssinn bleibtunentdeckt, ohne Ihn
gibt es keinen Zugang zu Gott, den er Vater nennt.
Alle versuche wirkliches Leben zu erlangen finden nicht ihre Erfüllung.
Zu der überglücklichen Marta sagt Jesus, nach dem er Lazarus von den Toden auferweckt hat
( Welch eine Geschichte!!!) . Ich kann es, denn ich bin die Auferstehung uns das Leben !
Welche Vollmacht , welche Worte... Viele kommen nach diesem Geschehen und diesen Worten zum Glauben an Jesus.
Jesus , woher kommst du? Wer bist du? Du kannst doch unmöglich der sein oder doch
Die größte Anmaßung wird Jesus den Tod bringen!!! Als Jesus gefangen genommen wird und vor dem Hohen Rat über sich Rechenschaft ablegen muss, outet er sich : Das Versteckspiel ist zu Ende:
Ich bin der Gesalbte, der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes und ihr werdet mich am Ende der Zeiten wiederkommen sehen als Richter dieser Welt.
Wie bitte ? Kein Mensch auf dieser Erde hat sich je ähnliche Dinge angemaßt. –
-- Wenn ich mir einbilde, ich sei ein Hubschrauber, dann kann man mir in der Psychiatrie helfen,
- --- wenn ich mir einbilde Gott zu sein- dann bin ich ein hoffnungsloser Fall
- - Oder Gott
Aber was treibt einen Gott zu uns auf die Erde: Jesus fällt nicht aus der Rolle , sondernvom
Himmel:
Ich bin gekommen um zu suchen und zu retten was verloren ist, sagt Jesus zu seinen Jüngern,
Sind wir Verlierer? Ja wir haben das Wichtigste verloren: unsere Beziehung zu Gott !!
Woher komme ich, wozu leben und wohin geht mein Weg? Wir werden keine Antwort finden ohne Gott .
Jesus will diese für Gott unerträgliche Trennung aufheben: Er geht den ersten Schritt: Er will unsere Schuld, unserer Egoismus und unsere Verlorenheit auf sich nehmen und bezahlen. Er will unsere Beziehung zu Gott richten – d.h. reparieren.
Beziehung heißt: jemand zieht , wenn niemand mehr an uns zieht sind wir leblos- ich kenne sehr alte Menschen, da ist kein Mensch der für sie sorgt, niemanden für den sie sorgen können, niemand der mehr an ihnen zieht, außer die Altenpflegerin, die ihnen das Nachthemd anzieht.. sie sind leblos
geworden und wollen nur noch sterben !!
Jesus will uns an uns ziehen, so das wir leben.
Gott kommt in seine Schöpfung in sein Eigentum „ zu seinen Menschen und lässt zu was geschehen muss: Die alte Feindschaft bricht durch: Gott stört- wir haben uns ganz gut ohne ihn eingerichtetweg mit ihm.
Kreuzigt ihn! Jesus wird gefoltert und festgenagelt. Jesus, der eine Liebe hat , die nicht von dieser Welt ist, wird den Menschen ausgeliefert. Ein ohnmächtiger Gott!!!
Ein unwürdiger, schamloser und grausamer Tod am Kreuz. Tiefer kann ein Gott nicht fallen und lieben.
Seine ganze wahre Größe kommt kurz vor seinem Erstickungstod zur Erscheinung:
Zu seinen Feinden unter dem Kreuz sagt er: Vater, vergib Ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun. Rechne ihnen dieses schwere Schuld nicht an!! Jesus bittet um Freispruch für seine
Mörder!!!! Er kämpft nicht gegen seine Feinde, sondern um sie!!
Übrigens: sein Todesurteil: Anderen hat er geholfen, jetzt soll er sich selbst helfen – Ein Skandal -
ein Justizirrtum! Lassen wir noch einen Gegner zu Wort kommen: Der römische Hauptmann derHinrichtungsmannschaft steht ganz nah am Kreuz und erkennt nach Jesus
Tod: Das war wirklich Gottes Sohn!!!!
Es scheint so , je näher wir Jesu kommen umso näher erkennen wir wer Jesus ist.
Auch ich selbst habe am Kreuz erkannt, wer Jesus ist!!
Aber das Ungeheuerliche geht weiter: 3 Tage später berichten glaubhafte Frauen, Jünger Jesus und später 500 Menschen das Jesus Ihnen leiblich begegnet ist. Der Leichnam bleibt
verschwunden. Jesus Christus zeigt sich seinen Freunden. Er ist auferstanden von dem Tod, Gott
ist nicht tot zu kriegen. Eine absolut neue Existenzform hat in dieser Welt begonnen. Etwas
Unbegreifliches. Er sendet seine Jünger in die Welt , es zu verkünden. Gott liebt!!
Seine Anhängern gründen die Kirche und werden später als Christen bezeichnet.
Folge mir nach- das ist die Botschaft Jesu und eine großes Versprechen steht über allen Gläubigen:
Allen aber, die ihn aufnehmen, die das Unglaubliche glauben und ergreifen, gibt er die Macht,
das Vorrecht, Kind Gottes zu werden. Welch eine herrliche Einladung.
Was sollen wir mit Jesus anfangen? Oder was kann er mit mir anfangen? Ringen wir darum, denn diese Frage muss beantwortet werden und geben Sie Jesus eine Chance.


 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 




Der zweifelnde Jünger Thomas
19.April 09  Hauptgottesdienst  
Johannes  20,19-29  
                                                               Herbert Niedermirtl

Am Abend des ersten Tages der Woche, als die Jünger versammelt und die Türen verschlossen waren aus Furcht vor den Juden, kam Jesus und trat mitten unter sie und spricht zu ihnen: "Friede sei mit euch!"
Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und seine Seite. Da wurden die Jünger froh, dass sie den Herrn sahen.
Da sprach Jesus abermals zu ihnen: "Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch."
Und als er das gesagt hatte, blies er sie an und spricht zu ihnen: "Nehmt hin den heiligen Geist!
Welchen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen;
und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten."
Thomas aber, der Zwilling genannt wird, einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam.
Da sagten die andern Jünger zu ihm: "Wir haben den Herrn gesehen."
Er aber sprach zu ihnen: "Wenn ich nicht in seinen Händen die Nägelmale sehe und meinen Finger in die Nägelmalelege und meine Hand in seine Seite lege, kann ich's nicht glauben."
Und nach acht Tagen waren seine Jünger abermals drinnen versammelt, und Thomas war bei ihnen.
Kommt Jesus, als die Türen verschlossen waren, und tritt mitten unter sie und spricht: "Friede sei mit euch!"
Danach spricht er zu Thomas: "Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände und reiche deine Hand her und legesie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!"
Thomas antwortete und sprach zu ihm: "Mein Herr und mein Gott!"
Spricht Jesus zu ihm: "Weil du mich gesehen hast, Thomas, darum glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!"

Herr, segne unser Reden und Hören durch deinen Heiligen Geist. Amen.

Liebe Gemeinde
Hinter uns liegen schon die Ostertage. Unfassbares und Großartiges hörten wir da.
Unfassbar der Tod Jesu am Kreuz und nur 3 Tage später feiert die Welt etwas noch nie Da
Gewesenes. Der Mann am Kreuz bleibt nicht tot, sondern ist vom Tode auferstanden.
Können wir das uns vorstellen? Gegen alle Gesetzmäßigkeiten und gegen alle menschliche
Vernunft, gegen allen wissenschaftlichen Klugheiten entschließt Gott so zu handeln, um der Welt
zu zeigen: In Jesus liegen alle Weisheiten, alle Erkenntnis und alles Leben. Gott ist nicht tot zu kriegen. Jesus lebt. Er ist auferstanden.
Blicken wir zurück:
Den Jünger wird einiges zugemutet. Nach dem Tod Jesu liegen ihre Hoffnungen und ihre Träume in Trümmern. Ihr Glaube an ihn ist endgültig verloren oder erschüttert. Nun ist zu ihrem Leidwesen ist der Leichmann Jesu am 3 Tag aus dem Grab verschwunden und die Frauen behaupten wirres Zeug. Sie wären ihm begegnet.
Jetzt herrscht nur noch Angst,“ was wird aus uns? „ Sie haben sich eingesperrt, Fürchten sich vor der Rache der Juden, die den verschwundenen Leichnam einfordern werden? „Wo ist bloß dieser Leichnam? Sie werden uns verhaften, sie werden uns töten!“
Ratlosigkeit !Verzweiflung, blankes Entsetzen, Krisengipfel!!!!!!!
Und in alle Ratlosigkeit kommt zwischen verschlossenen Türen (und Herzen) plötzlich Jesus.: Wir lesen in der Bibel im Johannesevangelium: Am Abend des ersten Tages der Woche, als die Jünger versammelt und die Türen verschlossen waren aus Furcht vor den Juden, kam Jesus und trat mitten unter sie und spricht zu ihnen: "Friede sei mit euch!"
Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und seine Seite. Da wurden die Jünger froh, dass sie den Herrn sahen. Da sprach Jesus abermals zu ihnen: "Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch."
Und als er das gesagt hatte, blies er sie an und spricht zu ihnen: "Nehmt hin den heiligen Geist!
-------„
Da wurden die Jünger froh, dass sie Jesus sahen. Ich denke, da hat der Schreiber ganz schön untertrieben.
Begeisterung und Staunen über das Unmögliche!!!!!!!!! Es ist wahr, Jesus ist auferstanden und hat
mit ihnen geredet!!!
Happy End? Was für ein Drehbuch?
Nein…stellen sie sich vor sie hätten dieses unbegreifliche Sensation verpasst. Stellen sie sich vor
Jesus wäre letzte Woche leiblich hier in unserer Gemeinde zu Besuch und ausgerechnet an diesem
Sonntag waren sie nicht im Gottesdienst. Keiner hat ein Foto gemacht und keine Filmaufnahme
existiert. Dabei hat Jesus jedem die Hand geschüttelt und ganz persönliche Dinge mit jedem
einzelnem besprochen?
.Thomas ist es so ergangen:
Und da kommt eben Thomas auf die Buhne.. Er war nicht dabei!!! Schon deprimierend…Er hat es verpasst!!!!!!!!!
Wo war er? Vielleicht hat er die Gemeinschaft schon verlassen und ist in sein altes Leben
zurückgekehrt. Hat den Abstand von seinen Freunden und Jüngernkollegen gebraucht. Vielleicht hat
er schon abgeschlossen, weil er mit Jesus nicht mehr rechnet und behauptet trotzig: auf diesen Jesus falle ich nicht mehr rein.
Jetzt bedrängen ihnen seine Freunde: Es ist wahr, alles ist wahr, alles hat er vorhergesagt. Die Sache ist nicht beendet, sondern der er großartige Beginn einer ungeheuerlichen Geschichte mit Jesus und
dem Menschen und mit uns Jüngern.
Nein, ich kann nicht glauben, was ich da höre!!! Ich sehe seine zweifelnden Blicke? Er
freut sich nicht mit!! (Kann man sich das vorstellen??) Skandal! Ich wäre an Petrus Stelle
schon etwas säuerlich? Ich denke ich würde ihm sagen; Hallo wo ist dein Problem???
Er zweifelt – Kann das wahr sein? Es geht nicht nur um eine Glaubensaussage, sondern es geht um die Wahrheit und um eine Überzeugung. Wenn das wahr ist, dann würde ja nichts mehr so bleiben wie es bisher war. Alles ist damit auf den Kopf gestellt!!!!!!
Ich finde diesen kritischen Mann sehr eindringlich: Mutig und sogar vernünftig..
Ich glaube nur, wenn ich überzeugt bin!!!!
Er aber sprach zu ihnen: "Wenn ich nicht in seinen Händen die Nägelmale sehe und meinen
Finger in die Nägelmale lege und meine Hand in seine Seite lege, kann ich's nicht glauben."
Er ist ein moderner Mensch. Er will Beweise. Gegen alle Vernunft glauben. Ist das nicht zuvielverlangt. 
Er ist Hin und Her gerissen in seinen Gefühlen.

Hin und her gerissen sein : ist eine gute Erklärung für das emotionelle Stimmungsbild des
Thomas. Und für jeden zweifelnden Menschen.
Was mich an diesem Mann fasziniert?
-- Er distanziert sich von dem Hochgefühl und den Glaubensaussagen. --
Aber Er distanziert sich nicht von den Jüngern und von der Gemeinschaft.
Er bleibt, trotz allem bei dem Jüngernkreis.
Er verlässt diese Gemeinschaft nicht, trotz aller Zweifel. 8 Tage sind unvorstellbar lang. Die
Spannung ist unerträglich. Er leidet das ihm eine Jesusoffenbarung versagt geblieben ist. Es ist in der Krise. Dieses Gefühl auf der Stelle zu treten, muss er aushalten.
Vielleicht schämt es sich, dass er nicht einfach vertrauen kann. Er ist hin und her gerissen
:Alle erzählen, alle schwärmen und er ist schweigsam, Viele Besucher wollen diese Geschichte erzählt bekommen. Er kann sie nicht erzählen.
Die Jünger haben ihn sicher bedauert, bemitleidet und ermutigt.
Keiner macht ihm Vorwürfe „Ach Thomas jetzt mach doch endlich ein anderes Gesicht. Jetzt stelldich nicht so an.! 
Er wird nicht ausgeschlossen aus dieser Glaubensgemeinschaft. Sie mögen

diesen Thomas , er gehört zu ihnen. Und die Gemeinschaft tut ihm gut. Da bin ich sicher!!
Das Etikett des bösen ungläubigen Thomas wird er später von Christen bekommen.
Ja dieser ernsthafte Thomas wird von seinen Freunden ernst genommen: er will wissen!!! Er muss seinen Verstand nicht abgeben, er darf denken. Kritisch denken. Darf hinterfragen. Ich kenne viele solche Menschen, auch in meinen Freundeskreis. Auch kritisch denkende Menschen wie Thomas haben einen Platz in der Gemeinde Jesu. Das erlebt Thomas!!
.Aber das Unvorstellbar passiert:
Kommt Jesus, als die Türen verschlossen waren, und tritt mitten unter sie und spricht: "Friede
sei mit euch!"
Danach spricht er zu Thomas: "Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände und reiche
deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!"
Thomas antwortete und sprach zu ihm: "Mein Herr und mein Gott!"
Spricht Jesus zu ihm: "Weil du mich gesehen hast, Thomas, darum glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!"
Jesus kommt Thomas entgegen. Er Er nimmt ihn ernst.Er lässt sich sehen und will sich betasten lassen.
Nirgends steht geschrieben, dass Thomas Jesus tatsächlich betastet hat als Beweis seiner
Wahrhaftigkeit.
Nein. Thomas ist erschüttert: Sein Unglaube und sein Zweifel mit einem Schlag wie weggefegt. Er ist fast außer Atem als er bekennt: Mein Herr und mein Gott!!! 'Mein Herr und mein Gott!'"
Thomas ist von der Begegnung mit dem von Gott auferweckten Christus so
überwältigt, dass er zum Osterglauben vordringt:

Das ist keine normale Aussage, nicht nur ein Bekenntnis, sonder ein Gebet: Mein Herr und
mein Gott. Zum ersten Mal wird Jesus als Gott angebete t und Jesus widerspricht ihm nicht.
Thomas darf von Jesus dazu lernen: Jesus hält den ersten Glaubensgrundkurs in der Bibel: „Wer nicht sieht und doch glaubt der kann sich freuen. Blindes Vertrauen in Gott Ja bitte. Denn dieser Gott ist absolut vertrauenswürdig. Wer auf ihn baut, baut gut. Wer das Unmögliche glaubt , das was man eigentlich nicht glauben kann, der wird erleben wie Glauben Gewissheit bringt. Und ich bin
sicher das Jesus nach dem Gespräch Thomas anlächelt.
Gott ist nur ein Gebet weit weg. Das ist meine eigene Erfahrung und Überzeugung geworden. Und das Gott auch meine Zweifel ernst nimmt.
Und wie Thomas bin ich selbst zum Anbeter geworden. Ich glaube das Unmögliche, das man nicht
glauben kann.

Amen.


 


 

 


„Bist Du motiviert?“

Entdecke die Möglichkeiten
Jugendgottesdienst am 27. März 2009
Herbert Niedermirtl

Gedanken zu Motivation
Ist Gott motiviert?
Ich habe lange überlegt, wie und ob Gott eigentlich motiviert ist??
Wer und was motiviert Gott?
Es gibt eine Antwort: nicht motiviert!
Zeigt nur wenig Eigenmotivation, so ab und zu einmal ein Gebet eines
Menschen zu erhören,
So ein bisschen in der Welt mitzumischen motiviert ihn nicht sonderlich!
Und er schrickt nicht über den Verfall seiner Schöpfung zu erleben,
ER ist auch ein wenig motiviert über das Schicksal eines jeden einzelnen
Menschen nach zudenken,
denn er will letztlich passiv bleiben
Im Himmel regiert es sich wahrscheinlich leichter? Der Himmel ist
verschlossen.
So dachte ich früher als Jugendlicher über Gott…
falsch gedacht, denn..
Gott ist absolut motiviert, ja fast schon
übermotiviert…
Woher ich das weiß ?
… Im Johannesevangelium kommt Gottes Verhaltensweise, sein Beweggrund,
sein Motiv, eben seine Motivation klar zum Vorschein!
Johannes der dieses Evangelium geschrieben hat und hat Frage eindeutig
beantwortet:
Er hat Jesus persönlich gekannt und erlebt hat schreibt nun unfassbare Worte,
fast wie eine Empfehlung! Gott hat die höchste Eigenmotivation.
Joh.3.16, die noch nie ein Gott so gezeigt hat.
„Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für
uns hingegeben hat, so damit jeder der ihm vertraut, nicht
zugrunde geht. sondern das ewige Leben hat.
Dieser Gott outet sich als liebender Gott. Ein sich von liebe aufopfernder Gott.
Er gibt sein letztes Hemd für dich.
Denn so hat Gott die Welt geliebt, > Welt bedeutet nicht Haus, Natur
sondern den Menschen, für Welt darfst du deinen Namen einsetzen.
Denn so sehr hat Gott Hanna, Miri, Johannes usw. geliebt, das
es alles gegeben hat. Alles….Er ist in Bewegung! Von Himmel zu Erde…..der
Himmel ist leer, weil Gott hier ist Schild: bin unterwegs zu dir!
Wir sollen nicht zugrunde gehen –> er will uns Boden und Halt geben. Er geht
am Kreuz zugrunde, damit wir festen Boden, festen Untergrund haben. Er will
mit dir durch dick und dünn gehen, dich nicht irgendeinem Schicksal
überlassen. Gott kann nicht einfach wegschauen, wenn du leitest
Das sehen wir in den Geschichten um Jesus. Nie war Jesus unmotiviert zu
helfen, nie war ihm der Mensch eine Last , ein Gebet zu überflüssig, eine Bitte
zu aufdringlich. Immer motiviert den Menschen nah zu sein und ihnen Gott zu
zeigen. Immer motiviert gegen Unrecht aufzustehen und sich gegen das Böse
zu stellen. Und……..
Er leidet unschuldig am Kreuz und betet noch für seine Mörder:
„Vater, vergib ihnen denn sie wissen nicht was sie tun!“
Mehr kann man nicht lieben, mehr Motivation geht nicht!!!!!!!!
Wo hat dieser Jesus nur diese Motivation her?? Er liebt einzigartig, diese Liebe
ist nicht von dieser Welt. Selbstlose Liebe zu diesen Menschen das ist sein
Charakter, sein Motiv!! Er kann einfach nicht anders!!!!!
War das uns eigentlich klar so? Gott ist für 100 % für mich und dich!!!!
Und seit ich von Jesus selbst ergriffen geworden bin, bin ich angesteckt
worden von dieser Begeisterung, von dieser unglaublichen Motivation. Gott hat
mich selbst in Bewegung gesetzt: Habe sogar mein Beruf gewechselt und
bin Krankenpfleger geworden.
Lassen wir am Schluss doch Gott selbst zu Wort kommen.
: Er sagt in in Maleaci (Propheten) 3.11
Testet mich doch, stellt mich doch auf die Probe, spricht der Herr und wartet
doch ab ob ich in der Lage bin euch zu segnen im Überfluss.
Das ist doch eine Motivation, sich auf diesen Gott sich einzulassen….Wir dürfen
Gottes Ernsthaftigkeit und Liebesfähigkeit , seine Motivation sogar
ausprobieren. Testversuch?
Das ist sicher das ungewöhnlichste und unbegreiflichste Angebot!!!
Was hält uns davon ab das anzunehmen?
Gott ist motiviert und du?

Amen.



 


 

 

 




Gottesdienst   Entdecke die Möglichkeit Juli 2007

        Unerhört!?                  
Gedanken zum verlorenen Sohn                 H.N.

Zuvor wurde das Gleichnis vom verlorenen Sohn gelesen. Lk 15
Ihr kennt das Gleichnis. 100 mal gehört
Eine unerhörte Geschichte die Jesus hier seinen kritischen Zuhörern zumutet. Hier sitzen sie mit
ihm und machen ihm schwere Vorwürfe. Wie kannst du als Mann Gottes als Prediger
bei Sündern, Zöllner, Abgesoffenen, Asozialen sitzen und mit ihnen gut reden. Dass ist unerhört von
dir. Das verstößt gegen alle frommen Normen.
Jesus erzählt den Pharisäern und Pedanten das Gleichnis vom verloren Sohn.
Ungeheuerlich: Gott ist ganz anders als ihr ihn denken und glauben könnt. Er wird hier als
Vater vorgestellt……Gott so ganz menschlich als eine Vaterfigur ? Unerhört!!und
Zwei Söhne, die uns Menschen symbolisieren sollen . Unerhörte Vorstellung.
Diese Geschichte meint uns.
Unerhört! Der jüngere Sohn fordert sein Erbe! Jetzt wo der Vater noch lebt..Damit verletzt er den
Vater überaus, denn er erklärt ihn für tot. Der Vater erhört ihn!! Gibt ihm das Erbe. Gibt ihm die
Freiheit. Kein Vorwurf, aber man spürt die große Trauer….
Unerhört! Der jüngere Sohn geht. Bricht die Beziehung ab. Bringt das Erbe mit falschen Freunden
und viel Protz durch. Alkohol und Drogen, wilde Nächte mit Frauen..Luxus mit leeren
Versprechungen….Verliert am Schluss alles….verarmt, wird zum Asozialen..
Schweinehüter….Am Ende !!
Unerhört! Er, der seinen Vater und Bruder so verletzt hat will zurückkehren…und als
Hofangestellter arbeiten. Er hört auf seine inner Stimme. Sein Gewissen wacht auf. Endlich darf
seine Seele sprechen Doch die Einsicht kommt für ihn zu spät, ganz sicher. Der Vater wird ihn
verstoßen haben, will nichts mehr nach all den langen Jahren von ihm wissen. Zu Recht
Unerhört! Die Reaktion des Vaters. Er sehnt sich immer noch nach diesem Sohn. Konnte ihn nicht
vergessen. Er bricht den Anstand und läuft dem Versager entgegen. Und fällt ihm dem,
der kein Waschwasser seit langer Zeit gesehen hat um den Hals
Unerhört! Der Vater hört auf sein Herz
Unerhört! Der Satz: Vater vergib mir So kann das nicht funktionieren!
Unerhört! Der Vater erhört seinen Sohn und vergibt. Keine Vorwürfe, keine Bedingungen.
Es gibt keine Gardinenpredigt oder der berühmte Satz: Siehst du ich habe es dir immer gesagt..
Nein redet der Vater nicht so, weil er weiss was der Sohn braucht..
Eine neue weiße Seite wird aufgeschlagen.
Unerhört! Er setzt den Sohn wieder ein
Bestes Gewand - Er bekommt die Würde zurück
Ring – Er bekommt den Status zurück: Ring Zeichen der Treue und Verbundenheit
Schuhe - Er bleibt nicht barfuß wie die Diener Schuhe Autorität Standhaftigkeit
Unerhört! Er erklärt: Mein Sohn war tot, jetzt ist er lebendig !!Punkt
Unerhört! Die Reaktion des älteren Bruder: Vater..Wie konntest du nur…Ein Fest??????
Wie kannst du so mit deinem Sohn umgehen ( Er sagt nicht Bruder )
Wie kannst du so lieben!!!!! Rechne ihm die Schuld an. Brich die Beziehung ab, er ist selbst
schuld an seinem Elend…..
So kannst du diesen hier nicht erhören.
Unerhört! dass du so lieblos denkst und redest - sagt er Vater
Doch sagt Jesu: Gott kann nicht anders als lieben. Das ist sein Charakter…
Gott liebt so anders als wir es zu hoffen oder zu glauben gewagt haben.viel größer und tiefer..
Diese Liebe ist nicht von dieser Welt….Kein Mensch bleibt ungeliebt und unerhört.
Der Vater sagt es auch dem ältern Bruder zu( oder uns allen) alles was mein ist ist dein!!!!!!
Ich will das du fröhlich und unbeschwert leben kannst, das dein Leben gelingt. Sei nicht neidisch
oder nachtragend, denke nicht so lieblos…ich liebe dich und alles was mein ist, ist dein…( Segen )
Unerhört? Ob der ältere Sohn seinen Vater erhören wird? Die Geschichte bleibt offen.
Eine unerhörte Geschichte um eine erhörte Liebe.
Zuletzt:
Unerhört? Nein unerhört bleibt kein Mensch, weil Gott unsere Gebete hört.
Die Frage ist bleibt Gott mit seiner Liebe bei uns unerhört? oder lassen wir zu, dass Gott uns mit
seiner großen Liebe um den Hals fallen darf und unser Herz erweitern kann.


 


 

 



Herzerweiterung Gottes  
(Dilitation) Gedanken Herbert
Urlaub mit Tiefgang Juni 2007

In der Medizin bekannt. Herzerweiterungen oder Gefäßerweiterungen mittels
Dilitation. Ein Herzinfarkt (Enge) wird vermieden .
Es gibr ein Buch von Henri Nouwen, dass mich sofort angesprochen hat.
„ Was mir am Herzen liegt!“
Ich hätte es sicher nicht gekauft, wenn der Titel hieße: „was mir nicht am Herzen liegt!“
Ich kenn H.Nouwen nun seit einiger Zeit, nicht persönlich, aber er ist mir vertraut weil ich viel über seine An- und
Absichten gelesen und gestaunt habe.
Seine Glaubenserfahrungen im einem amerikanischen Trappistenkloster hat er in dem Buch“ Ich hörte auf die Stille!“zusammengefasst und selten habe ich ehrliche Einblicke in einem
Menschenherzen bekommen.

1986 schloss er sich nach über einer sehr erfolgreichen Lehrtätigkeit an der Uni der Archebewegung an. Bis zu seinem Tod 1996 wollte er, der Hochschulprofessor nur noch
ein geistlicher Begleiter und Leiter einer Arche-Lebensgemeinschaft in Toronto sein.
Das Besondere an dieser Gemeinschaft ist, es sind Menschen mit geistig und körperlichen Behinderungen.
Sein bester Freund wurde der Geistig Behinderter Adam, der ihn zuletzt auf all seiner Lehrtätigkeit auch in Europa
( Kirchentage) begleitete.
Was ist hier für eine Herzveränderung passiert- ich nenne es Herzerweiterung!
Kurz vor seinme Tod erschien dieses Buch: „Was mir auf den Herzen liegt“
3. Dinge liegen auf seinem Herzen:
- Lass Dich von Gott finden
- Wage Schritte des Vertrauens
- Erweitere Dein Herz
Lass dich von Gott finden:
Wenn 2 Menschen sich finden und lieben lernen werden sie überrascht wie oft sie zueinander sagen werden oder
denken:
Ich finde dich klasse Ich finde dich schön ich finde du bist der Allerbeste
Oder ich finde dich in der Sache blöd - ich finde dich gemein
Man findet jeden Tag neue Dinge die ein liebenswert für den anderen machen oder stören…..
Viele finden trotz allem sich anziehend und entscheiden sich …
neue schritte des Vertrauens zu wagen z.B sie heiraten
Ein großer Liebes- und Vertrauensschritt
Es kommen neue Aufgaben auf die Beziehung zu und es wird eine Hauptaufgabe geben:
Sie müssen ihr Herz Stück für Stück füreinander erweitern,
sodass neben allen glücklichen Stunden auch Schwächezeiten, Belastungen, Krisen und Veränderungen bewältigt
werden.
Eine Beziehung wird dann scheitern:
*Wenn ich in den anderen Menschen nichts mehr finde,
oder nur noch negatives, nur noch nerviges oder gar nicht mehr suche
wenn ich nichts mehr empfinde.
*Wenn ich keine Schritte des Vertrauens wage, sondern nur noch kritisch undmißtrauisch
handle
*Wenn ich mein Herz für den anderen verenge oder verschließe.
Scheitern: Wenn ich nicht mehr bereit bin zu lieben, Liebe kein Gefühl sondern Entscheidung.
Meine Beziehung zu Gott unterliegt genauso diesen Beziehungskillern:
Wie oder was finde ich in Gott ? täglich
Wage ich Schritte des Vertrauens? Oder Stillstand = Rückschritt
Ist mein Herz für ihn erweiterbar oder verengt?
Herzerweiterung Gottes
H.Nouwen schreibt in seinem Buch: „ das Geheimnis aller Herzerweiterung ist die Erkenntnis und dem Wissen, dass
Gott in unerklärlicherweise sich dafür entschieden hat uns ohne Vorbedingungen zu lieben. Diese innere Stimme der
Liebe gilt es zu hören!
1.Joh.3.1. Seht wie groß ist die liebe, die der Vater uns geschenkt hat. Wir heißen Kinder Gottes und wir sind es!
Ich selbst war schon 2Jahre Christ, aber mein Glaubensleben war mühsam und anstrengend.
Ich fand in dem neuen christl.Glauben nur Pflichten, Verbote und Anstrengungen. Mit 22 Jhren wollt ich schon
aufgeben.. Christ sein….schaffe ich nicht..
Mein damaliger väterlicher Jugendleiter sagte zu mir. Herbert, Gott liebt dich so wie du bist.
Du bist geliebt von Jesus. Mein ganzes innerliches Wesen sperrte sich gegen diese Aussage
und ich stammelte ein:“ Ich weiss nicht“. hinaus. Meine Erfahrung war: Liebe nur als Anerkennung oder Belohnung ,
Annahmen muss verdient sein….Ich war mit 22 Jahren innerlich zerrissen, voller Selbstzweifel, wenig Selbstvertrauen,
hattelare Schuldgefühle war keine Persönlichkeit, schnell emotionell reagierend, einfach nicht stabil. ( fehlender
Vater?) Ich sah nur Abgründe.
Die Beziehung zu Iris war schwierig, obwohl ich sie sehr liebte. Ich tat mir schwer ihre Liebe
anzunehmen. Der Wechsel in meiner Stimmungen war für Iris sehr belastend.
Aber in dieser Jugendgruppenstunde hörte ich die innere stimme der liebe und es war kein Widerspruch von mir zu
hören, sondern unendliche Erleichterung.
Ich habe meine Ohnmacht erkannt und anerkannt
Ich habe vor dieser Liebe kapituliert
Habe diese zugesprochene Liebe dankbar angenommen
Die Beziehung mit Gott wurde ganz neu erfunden.
Herzerweiterung
Viele Schritte des Vertrauens sind seitdem geschehen oder passieren:
1. Die innere Stimme der Liebe darf nicht überhört werden.
Zeiten der Begegnung schaffen: eine Ort finden, geistliches Buch lesen , Bibel lesen, Zwiegespräch mit Gott
führen, aufschreiben, Gebet, Gemeinschaft suchen, Besinnungen halten, Wünsche äußern nachdenken,
Einfach zuhören, bitten….
2. Das Arbeiten an meinen Abgründen:
Meine Abgründe sind nicht mehr so tief, weil mit Gottes Hilfe sie aufgeschüttet und aufgefüllt werden.
- meine Vaterbeziehung, Bitterkeit gegen Menschen, Unzulänglichkeiten, Versagen, Versuchungen ( gewisse
Internetseiten ) ,
Jeder hat seine dunklen Seiten, seine Abgründe, an denen er arbeiten darf und muss.
Entscheidend aber ist, wenn man abstürzt, dann muss nicht alles in Frage gestellt werden
Sich eines Abgrundes bewusst machen und benennen, den Schmerz zu Gott bringen und dann wieder aufstehen…
Wir sind gehalten… Absicherungsgurte halten!!!!
In dem tiefsten Abgrund findest du einen der dich hält.. .Jesus
Arbeite an deinen Abgründen…es lohnt sich
3. Kehre an den sicheren Ort zurück und erkenn deine Ohnmacht an.
Ich werde kein besserer Mensch ohne Gottes Hilfe
Herzerweiterung bedeutet: auch zu Gott heimkehren
Das ist immer ein Weg zurück in die Freiheit
Herzerweiterung bedeutet: Platz zu schaffen
für Gott, für Menschen, für neue Berufungen und Aufgaben,
Herzerweiterung bedeutet: es muss uns geschenkt werden:
Dilitation gottspezial
Schaffe in mir Gott ein reines Herz und gib mir einen neuen beständigen Geist Psalm 51
Gott hat sein Herz für uns erweitert. Jesus ist das erweiterte Herz Gottes für uns Menschen. Für dich und
mich.
Lasst uns auf diese Stimme hören.


 


 

 


Du sollst ein Segen sein!

Ottmaring Mai 09 Mitarbeitertag           Herbert Niedermirtl

Was heißt Segen übersetzt?
Das deutsche Wort segnen hat seinen Ursprung im lateinischen
Im Lateinischen: signare- das Zeichen(das kreuz)- sich bekreuzigen
- mit einem Zeichen versehen, etwas versiegeln, siegeln, etwas kennzeichnen
Biblischer Begriff: hebräisch: beracha -
hebräische Vorkabeln für segnen und niederknien = selbe Wortlaut
„ Beracha“ ist das Wort mit dem die Nomaden ihre Kamele auffordern sich hinzuknien, wenn sie
beladen werden sollen.
Beladen werden- Aufgaben, die uns in Verantwortung stellen, materielle Güter, Erfolg, geistliche
Erfahrungen, Heilung, Lösungen in Krisenzeiten
Eines wird klar. Gott ist der Gebende, der schenkende Gott,
Es wird dem Mensch zugesprochen
In den biblischen Geschichten wird erkennbar: Die Wirkung von gesegneten Menschen ist
riesengroß. Der Segen spielt eine zentrale Rolle, nicht der Fluch,
Die Geschichte mit Gott und dem Menschen ist eine Segensgeschichte!!!!! Habt ihr
das gewusst?
Über 100 Mal wird der oder ein Mensch im AT von Gott gesegnet und riesengroß ist die Zahl von
Segenshandlungen und Segenszusprüchen von Mensch zu Mensch. Und Gott ist der Handelnde.
Im neuen Testament greift Jesus diese Praxis auf und segnet weiter Kinder (Da wurden Kinder zu ihm
gebracht, damit er sie segnete. Er herzte sie und legte seine Hände auf sie und segnete sie Mark.10.16) Frauen, Männer, das
Brot und natürlich seine seine Jünger.
Die Geschichte Gottes mit dem Menschen ist eine Segensgeschichte.
1.Moses 1.28 Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllt
diese Erde.
Ganz am Anfang ist gott dem Menschen ganz zugewandt.
Das letzte Mal als seine Jünger sehen am Himmelsfahrttag verabschiedet sich der auferstandene
jesus von seinen Jüngern: Er führte sie hinaus nach Bethanien , hob seine Hände und segnete sie.
Sie kehrten mit großer Freude zurück und priesen Gott (Luk.24)
Begeistert von Gottes Segen!!!!!
Wie ein roter Faden durch die Bibel: . Der Segen!!!!!!
Wir müssen wissen.
Du sollst ein Segen sein! Segen eine Lebenskraft!!
Ich selbst fühle mich selbst gesegnet!! Und deswegen traue ich mich über dieses Thema zu reden.
Segen wird verheißen und ereignet sich in der Zukunft!
Der Segen der Abraham von Gott zugesagt wurde, wird auch dir zugesagt. Es sind Verheißungen
und versöhnliche Worte:
Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein! 1. Moses 12,1.
Gottes Hauptsache: Er will gesegnete Menschen!!!
Segnet die, welche euch verfluchen Lk 6.28 Das ist Gottes Absicht mit uns
Wir sollen Segnende werden--
Gott redete mit Moses und sprach: So sollt ihr sagen zu den Israeliten, wenn ihr sie segnet.
Am Ende eines Gottesdienstes wird er uns auch heute zugesprochen.
Er steht im 4.Mose 6.22-27
Der Herr segne dich (Das erste Wort!!!!)
Beladen lassen von Gott,
aber in Gottes Freiheit, Wir dürfen nichts versprechen!
und behüte Dich,
Bewahre deine Schritte,
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir
(Gott will in unser leben strahlen bringt dich zum strahlen)
und sei dir gnädig
(Gnädig- unverdiente Annahme und unverdiente Vergebung)
Der Herr erhebe sein Angesicht über dich
(er steht nicht im Abseits, sondern ist dir liebevoll zugewandt,
Blickkontakt)
und gebe dir Frieden
(das letzte Wort) Segen schafft Frieden- Schalom:
umfassender Zustand des Wohlseins
Wir werden Träger des Gottesnamen!!!!
Wer aber gesegnet worden ist, kann nicht anders als selbst zum Segnenden zu werden.
Gebet für uns in einer großen Krise (Iris und ich hatten von den Ärzten erfahren, dass wir nie
eigene Kinder haben werden) Für uns als junges kinderliebes Ehepaar war das ein Schlag ins
Gesicht. Was nun? In der Not ließen wir uns nach einem Gottesdienst segnen und der Beter sagte:
Ich sehe den Himmel offen! Das reichte uns…Soviel Hoffnung hatte wir wieder, der Himmel ist
offen, Gott ist uns nah. Da Problem bestand ja noch, aber wir hatten wieder Hoffnung in dieser
Krise. 3 Jahre später durften wir Johannes adoptieren!!! Wieder ein Jahr später als Zugabe
Stefanie.
Unzählige Male habe ich schon Menschen gesegnet mit meinen Händen…in Krisen, vor
Prüfungen, vor großen Schritten, bei Neuanfang, Es gibt nichts Größeres, als den Segen Gottes
einem Menschen zusprechen zu dürfen!!
Ich empfinde mich als wirklich gesegnet und freue mich wenn ich sehe das Menschen zum Segen
werden.
Segenshandlung können auch ganz praktische Handlungen sein.
Ich spende einem Notleidenden
Ich helfe einem verzweifelten Menschen in dem ich zuhöre
Ich biete einem hilflosen Menschen meine Hilfe an
Alle praktischen Hilfen sind Nächstenliebe und auch Segenshandlungen.
Der Segenszuspruch ist eine geistliche Zurüstung und Ermutigung. Gott bekennt sich zu ihm,
handelt aber souverän, Das heißt er handelt nicht automatisch oder so wie wir es uns vielleicht
wünschen. Aber Gott tut was!!!!
Was ist Segnen nicht!
-Ich wünsche dir eine gute Reise (Wunsch)
-Herr, schenke ihr eine gute Reise (Fürbitte) für nicht Anwesende
-Gott schenkt dir eine gute Reise ermutigender, prophetischer Zuspruch) Der Mensch muss, aber
mit Gottes Absicht sehr vertraut sein.
r –Manipulation, falsche Versprechen)
Segen ist:
Der Herr segne deine Reise
Grundlagen zum Segen:
Segnende Hände:
Zur Erdung des Segens gehören die Hände.
Man kann die HÄNDE aufheben oder sie vorsichtig auf den Kopf legen. ( Ohne Druck)
Gesegnet wird mit 1.Worten und 2.Händen
Und im 3.vertrauenden Hören auf Gott.
Geschichte :
Staßeneinsatz für „neu anfangen“ am Moritzplatz.
Ein ca, 40 jähriger Mann kommt auf mich zu und sagt ich soll für ihn beten
….er habe Ehebruch begangen und bereut es von Herzen. Er liebe seine Frau uns jetzt war er bei
einer Prostituierte! Erschämt sich fürchterlich
Ich bin schockiert über so eine OFFENHEIT UND EHRLICHKEiT und bete für ihn.
Er bittet Gott um Vergebung. Ich darf ihm die Vergebung zusprechen!!! Wahnsinn!!
Und ihn segnen: “Der Herr segne und behüte dich“….
Am Schluss kommt mir ein Bibelvers in den Sinn… Warum gerade dieser Vers?
Habe den Eindruck ihnen dieses Bibelwort zu sagen:
Jesus spricht: Ich bin der gute Hirte und meine Schafe hören meine Stimme
Er ist wie erstarrt, das ist sein Konfirmationsspruch: Er sagt. Jetzt weiß ich, dass Gott mir vergeben
hat und bedankt sich herzlich bei mir!!!
Ein gesegneter Mensch der Frieden gefunden hat. Aufrechter Gang
Es gibt auch den „stillen“ Segen
Gedanken werden formuliert – bei Überforderung oder Befürchtung
Genauso wertvoll
Wer darf segnen?
Segnen darf grundsätzlich jeder Christ - demütige Haltung
Bewusste Abhängigkeit von Jesus - ohne mich könnt ihr nichts tun! sagt Jesus
Wo wird gesegnet?
In der Familie
Auf Freizeiten
In Gottesdiensten
In Hauskreisen
In Einzelseelsorge
Segnung praktisch
Innere Vorbereitung: wir bitten um Gottes Liebe für die zu Segnenden
Wir prüfen unsere Motivation Will ich helfen?
Wir beten um Gottes Geist
Äußere Vorbereitung:
1. Phase Kontaktaufnahme ,Verstehen und klären
Wo ist sein Problem? z.B. Prüfung
Und wo ist das Problem hinter dem Problem: z.B. Angst vor Versagen
Oder er sagt ganz konkret, dafür will ich beten lassen oder mich segnen lassen
2. Phase Stilles Gebet Hörendes Gebet
Habe ich einen inneren Eindruck?
Habe ich Worte, habe ich ein geistliches Bild.
3. Phase Der um den Segen bittende spricht selbst zu Gott oder wir beten
Der Suchende gibt sein Problem oder wo er Hilfe erwartet in
selbst formulierten Worten weiter in einem Gebet.
Das eigene Wort hat erhebliche Wirkung.
Oder
Wir beten für sein Problem oder sein Anliegen
4. Phase Den Segen Gottes auf diesen Menschen legen
Wir segnen nie in unserem Namen, sondern immer in den Namen des dreieinigen Gottes.
(fertige Segensgebete oder frei formulierte Gebete möglich
Hand auflegen, oder Kreuz auf die Stirn zeichnen, auch Salböl
5.Phase Nachsorge
Hier kann ein seelsorgerlicher Rat Platz haben oder ein Eindruck, Bibelvers weitergeben.
Achtung. Keine Seelsorgesitzung… anderen Raum wählen, denn Seelsorger braucht Zeit
Eine Segnung ist eher kurz und knapp gehalten.
Mit welchen Anliegen kommen Menschen zum Segensgebet?
 Krankheit- Was will Gott mir dadurch sagen?
 Wo muss ich zur Ruhe kommen?
 Was muss ich in meinen leben ändern?
 Wo muss ich neue Prioritäten setzen?
 Wo muss ich gegen eine Sünde, Krankheit kämpfen?
 Klärung im Beruf
 Um eine Erfahrung von Schuld
 Familienprobleme
Nur Mut zum segnen!

Aus „Segnen“ GGEthema Dieter Müller, Friedrich Achoff


 


 




Du bist "begabt"!
Predigt Pfingstmontag 06.06                          Herbert Niedermirtl

Liebe Gemeinde
Kennen sie den Satz: Eigentlich bin ich ganz anders, aber ich komme so selten
dazu!
Ich denke so denkt der Heilige Geist, ich bin ganz anders als die meisten sich mich
vorstellen, aber er kommt nicht dazu es zu zeigen oder ganz selten kann er sich
präsentieren, kann er wirken.
Der heutige Bibeltext zeigt eine besonders große Wirkung des heiligen Geistes nach dem
Pfingstwunder:
die Geburt eines Kindes, dass den Namen „ Kirche“ bekommen soll und wird.
Jesus in Aktion- Der Heilige Geist in Aktion!
Die Aktion trifft Menschen, seine ehemaligen Jünger und Menschen wie mich und du.
Der Heilige Geist setzt Menschen in Bewegung und begeistert sie , er begabt sie, er
befähigt sie, mit dem Wunsch und Ziel seine weltweite Kirche zu bauen.
Ehp 4. 11-15
Christus hat einige als Apostel eingesetzt, einige als Propheten, einige als Evangelisten, einige als
Hirten und Lehrer, 12 damit die Heiligen zugerüstet werden zum Werk des Dienstes. Dadurch soll der
Leib Christi erbaut werden, 13 bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis
des Sohnes Gottes, zum vollendeten Menschen, zum vollen Maß der Fülle Christi, 14 damit wir nicht
mehr unmündig seien und uns von jedem Wind einer Lehre bewegen und umhertreiben lassen durch
trügerisches Spiel der Menschen, mit dem sie uns arglistig verführen. 15 Lasst uns aber wahrhaftig
sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus
Wir feiern eigentlich Geburtstag. Es ist schon komisch, es sind nur wenige Gäste
gekommen.
Dabei sind wir heute, wie damals vor 2000 Jahren, herausgerufen, ausgezeichnet,
hoffentlich begeistert von Jesus. Wir dürfen mit ihm Kirche bauen. Ein großes Werk!!
Er befähigt und beschenkt Menschen mit Begabungen. Was denken sie haben Sie
für Gaben? Viele oder sind sie leer ausgegangen?
Kennen sie Ihre Gaben?
Laut Christian Schwarz Gründer des Instituts für Gemeindeentwicklung gibt es 5 , 12 nein
30 geistliche Gaben.
In unserer Auferstehungskirche sind die unterschiedlichsten Gaben sichtbar: Es gibt ein
Pfarrersehepaar mit der Gabe der Gemeindeleitung und Predigt, Kirchenvorsteher mit der
Gabe der Leitung und Organisation, begeisterte Kirchenmusiker und künstlerbegabte
Sänger, Messnerin und Pfarramtsekretärin mit der Gabe des Dienens, Jugendleiter mit der
Gabe der Evangelisation , seelsorgerlich begabte Menschen( auch geistliche Gabe!!!),
Menschen mit besonderer Liebe zum Gebet, besonders praktisch und handwerklich
begabte Menschen, Menschen mit der Gabe der Barmherzigkeit, andere mit der Gabe der
Unterscheidung , der Lehre. und und und. So bunt- so vielfältig geht es in der
Auferstehungsgemeinde zu
Alle haben sich rufen lassen in unsere Gemeinde und erleben das Gott sie gebraucht. Es
muss Leute geben, die begeistert von ihrem Glauben erzählen (Apostel); es muss Leute
geben, die die an den Rand gedrängten Menschen und die Zukunft im Blick haben und
warnen und mahnen (Propheten); es muss Leute geben, die den Glauben durchdenken
und verstehbar und vertretbar darstellen (Evangelisten); es muss Leute geben, die
Seelsorger für andere sind, geduldig, mitfühlend, wegweisend (Hirten); und es muss Leute
geben, die Jung und Alt erklären können, wie wir die biblischen Texte verstehen und
umsetzen können (Lehrer).
Wir erleben das der Heilige Geist unsere Gaben dann in uns entwickelt: Tatsächlich ist es so
unsere Gabe entwickeln sich, müssen auch trainiert werden:
Ein Ballack war nicht immer Nationalspieler, sondern fing klein an in der F-Jugend. Erhatte Trainer,
die ihn förderten, sein Talent sahen und weiter entwickelten mit speziellen Trainingsmethoden. Bald
war er Bundesligaspieler und reifte oder besser gesagt er entwickelte sich zum Nationalspieler.
Vielleicht wird er sich bei der WM zum Weltfußballer des Jahres entwickeln.
Sketch : Hannes ist mit Binden eingewickelt- wickel ihn aus !!
Heiliger Geist ein EntWicklungshelfer und Entwicklungskünstler
Auch der Heilige Geist entwickelt uns , er fördert uns mit mehreren Zielen:
1.Er hat Dich beschenkt und du sollst ein Geschenk für seine Gemeinde sein !
2.Du sollst zu einem liebenden und reifen Christen heranwachsen
Ich wird mich sicherlich nicht mehr zum Fußball-Nationalspieler entwickeln, aber der heilige Geist
gibt mir neue Freiräume, wo ich wachsen und lernen darf, besonders in der Fähigkeit zum Lieben.
Den anderen annehmen und lieben:
Und das ist schwer: Lieben , den ich in meiner Gemeinde mich hart kritisiert hat, lieben den , der
kann andere Vorstellung hat. Lieben , den ich voll egoistisch halte, der vielleicht der mehr Erfolg
hat. lieben , den ich so unvollkommen nenne,
Ja lieben , den ich nicht mag......das ist der Prüfstein und der Maßstab!!!!!!
Nicht wie toll ich predige, viele Stunden in Bibel lese, wie viel geistliche Heldentaten ich
vollbringe , wie fromm ich bin., Nein Christsein wird ansteckend und überzeugend, wenn ich
lieben kann.
und das ist ein Reifungsgrad für einen Christen.
Sich zu einem liebenden, versöhnlichen Christen entwickeln lassen... darf der Heilige Geist das mit
uns machen oder zeige ich ihm die kalte Schulter......
3. Ein 3. Punkt höre ich bei Paulus....
Wir sollen für Gott unseren Standpunkt einnehmen und vertreten
Nicht von den Wellen der seltsamen Meinungen irritieren lassen oder gar verwirren lassen.
Ein Da Vinci Code sorgt für große Unruhe unter den Christen, sollte die Kirche uns etwas
verheimlichen. Ist Jesus nun Ehemann und mit Maria Magdalena Nachkommen gezeugt, die heut
noch in Spanien zu finden sind. Hat die Kirche hat wichtige Dokumente böswillig gefälscht.....
Eine Kollegin hat mir frisch ihre neue Überzeugung berichtet, nachdem sie den Film gesehen
hat...“Sie hat es ja immer gewusst, an der Kirche und diesen Jesus ist etwas faul.“....
Ich habe nur gelächelt......Meine Kirche ist sicher nicht vollkommen und mit Jesus ist nichts
faul, da bin ich sicher.... Und woher ich das jetzt so genau wissen will.
Weil ich beides gut kenne...... da war meine liebe Kollegin plötzlich ganz leise..
4. Wir sollen Jesus verherrlichen mit unseren Gaben
Christus ist das Haupt der Gemeinde: schreibt der Schreiber des Ephesusbriefes.
... das heißt Christus ist die Hauptsache!!!!! Wenn Christus der Mittelpunkt ist in unserm Denken
und Leben ist und in unserer Auferstehungsgemeinde, wenn wir unsere Gaben gebrauchen und für
andere einsetzen, dann ist mir nicht bange, dann werden wir uns weiterentwickeln und anziehen
bleibend.
Wir dürfen nur unsere Hauptsache nicht vergessen – das ist die Mahnung des Apostel Paulus .
Dann wird Wahrheit und Liebe bei uns einziehen und wir werden anziehend.
Der Heilige Geist will das Jesus verherrlicht wird, dass ist sein Verlangen , seine Sehnsucht.
Manchmal ,doch da leide ich schon manchmal an unserer Geburtstagsgesellschaft. Stellen sie sich
vor, sie laden zu einer Geburtstagsparty ein und nur wenige kommen.
Das erlebe ich auch hier in unserer Auferstehungskirche. Alle sind doch in Hochzoll eingeladen und
gerufen.. und dann höre ich „Nein ich komme nicht“..
Nein, und sie haben Gründe, - das äußerliche Erscheinungsbild der Kirche muss sich erst
ändern, - der Inhalt wird nicht mehr verstanden, - der Sinn und Zweck ist fremd. -man
mag nicht mit diesen Geburtstagsgästen anstoßen.
WAS wäre wenn SIE nein gesagt hätten`?
Aber stellen sie sich einmal vor : Auch damals die Apostel hätten nein gesagt;;;
Oder sie oder ich..... wir müssten unsere Kirche schließen....Der Firmeneigentümer müsste sich
zurückziehen. Die Mühe war vergebens.
Sie haben aber GOTT SEI DANK nicht nein gesagt und auch ich habe Ja gesagt.
Aber wenn der Mensch nicht zum Heiligen Geist kommt , kommt er zu den Menschen.
Gespräch mit der Therapeutin Birgit: sie sucht Gott seit 2o Jahren.. irgendetwas zieht sie bei mir
an.. Sie sieht täglich ich meine Patienten pflege, sieht meinen Umgang mit den anderen
Mitarbeitern , wie ich Mensch bin und denkt Ich muss Christ sein.......
Unterredung im Speisessaal .. Ihr ist es ganz peinlich... Sie ist nicht Christ., beobachte aber Christen
und ihr Verhalten.......Sie ist zu der Überzeugung gekommen , das etwas dran sein muss am
Glauben.....will Gott kennen lernen wenn es ihn gibt.. sie ist seit 20 Jahren auf der suche und ob ihr
helfen könne..
Ich war ganz BEGEISTERT.. am Donnerstag habe ich sie für ein Gespräch bei mir zuhause
eingeladen.. Ich freue mich wie der heilige Geist das weiterentwickeln wird......
Der heilige Geist....Wird sie zum Glauben kommen , wird sie ein Ja finden zu Jesus?
Doch es leuchtet doch etwas davon auf. Wenn Sie mich fragen: Wo?, dann würde ich
sagen: In Gottesdiensten; in großen, festlichen, wo kein Platz mehr frei ist, wo etwas wie
Begeisterung über dem Ganzen liegt und es einfach erhebend ist, dabei zu sein. Oder
auch in ganz kleinen Gruppen, Hauskreisen , Freizeiten, im Altenkreis, Frauenkreis, Oder
auch bei intensiven Gesprächen, mit manchmal sehr unterschiedlichen Meinungen und
doch dem Gefühl: Wir sind beieinander gewesen und uns näher gekommen im Geist Jesu
Christi. Jeder ist eingeladen, das mitzuerleben, Erfahrungen, die unseren Glauben stärken
und bereichern.
Schließen möchte ich mit den manchen vielleicht bekannten Sätzen, die eine Art
Glaubensbekenntnis enthalten. Es hat als Hintergrund die Vorstellung, dass die Kirche,
dass wir der Leib Christi sind: Christus hat keine Hände – nur unsere Hände, um seine
Arbeit heute zu tun.
Er hat keine Füße – nur unsere Füße, um Menschen auf seinen Weg zu führen.
Christus hat keine Lippen – nur unsere Lippen, um Menschen von ihm zu erzählen.
Er hat keine Hilfe, nur unsere Hilfe, um Menschen an seine Seite zu bringen. Das ist
nicht gesagt (ich glaube, man spürt das), damit wir uns etwas einbilden. So wichtig sind
wir nicht. Wollten wir uns so sehen, würde Christus wohl sehr schnell sagen: Ich kann
auch ohne euch, ich habe noch ganz andere als euch. Aber er sagt, und das ist etwas
völlig anderes: So wichtig nehme ich euch, weil ich euch lieb habe. Unglaublich ist das –
aber wahr! – Das BEGEISTERT mich.
Eigentlich bin ich ganz anders, aber ich komme so selten dazu!
Eigentlich bin ich ganz anders, aber ich komme immer öfters dazu , das würde den
Heiligen Geist freuen...so lasst uns beten:
Komm heiliger Geist mit deiner Kraft , die uns verbindet und Leben schafft. Wie der Sturm,
so unaufhaltsam, dring in unser leben ein, Nur wenn wir uns nicht verschließen, können
wir deine Kirche sein. Schenke uns von deiner Liebe, die vertraut und die vergibt. Alle
sprechen eine Sprache, wenn ein Mensch den andern liebt.

Amen-




 


 

 

 



Der Hauptmann von Kapernaum
Ein Vorbild?
Hauptgottesdienst April 09                                    Herbert Niedermirtl

Herr, segne unser Reden und Hören durch deinen Heiligen Geist.Amen

Liebe Gemeinde ,
Wir suchen Glaubensvorbilder, die uns Mut machen, Gott zu vertrauen. Das
Matthäusevangelium stellt uns einen ungewöhnlichen Mann vor, der glauben kann! Der
über seinen Schatten springt, dem seine Stellung egal ist und alle religiösen Grenzen
überwindet. Der für andere bitten kann.
Sogar Jesus wird zum Staunen gebracht.
Matthäus 8, 5-13
Als Jesus nach Kapernaum hineinging, trat ein Hauptmann zu ihm; der bat ihn und
sprach: "Herr, mein Knecht liegt zu Hause und ist gelähmt und leidet große Qualen."
Jesus sprach zu ihm:
"Ich will kommen und ihn gesund machen."
Der Hauptmann antwortete und sprach:
"Herr, ich bin nicht wert, dass du unter mein Dach gehst, sondern sprich nur ein Wort, so
wird mein Knecht gesund.
Denn auch ich bin ein Mensch, der Obrigkeit untertan, und habe Soldaten unter mir; und
wenn ich zu einem sage: Geh hin! so geht er; und zu einem andern: Komm her! so kommt
er; und zu meinem Knecht: Tu das!, so tut er's ."
Als das Jesus hörte, wunderte er sich und sprach zu denen, die ihm nachfolgten:
"Wahrlich, ich sage euch: Solchen Glauben habe ich in Israel bei keinem gefunden!
Aber ich sage euch: Viele werden kommen von Osten und von Westen und mit Abraham
und Isaak und Jakob im Himmelreich zu Tisch sitzen;
aber die Kinder des Reichs werden hinausgestoßen in die Finsternis; da wird sein Heulen
und Zähneklappern."
Und Jesus sprach zu dem Hauptmann:
"Geh hin; dir geschehe, wie du geglaubt hast."
Und sein Knecht wurde gesund zu derselben Stunde.
Ausgangspunkt unseres Berichtes ist ein römischer Soldat, der Jesus in den Weg tritt und
ihn anspricht. Und dies ist auch das, was mich an dieser Geschichte am meisten
interessiert, dieser Hauptmann. Was war das für ein Mensch und was zeichnete ihn aus,
dass er später von Jesus als großartiges Vorbild hingestellt wurde?
Pause
Die Stadt Kapernaum lag an einer wichtigen Handelsstraße und besaß in damaliger Zeit
einige Bedeutung. Sie war Verkehrsknotenpunkt, Fischerei- und Handelszentrum und war
auch mit einer Zollstation ausgestattet. Diese Stadt wurde militärisch als römischer
Stützpunkt ausgebaut. Dort war dieser Mann Hauptmann und damit Befehlshaber von
über 100 Soldaten. Er war Römer und hatte das Sagen als Besatzungsmacht!!!
Er war zugleich auch Heide, jedoch dem jüdischen Glauben stark verbunden und
zugeneigt. Vom Lukasevangelium wissen wir, dass er die Synagoge in Kapernaum
erbauen ließ (s. Lukas 7, 3 - 6). Dennoch war er kein Jude, hat
sich nicht beschneiden lassen und war damit von der Gemeinschaft und religiösen Leben
ausgeschlossen und jeder, der sich mit ihm einließ oder gar sein Haus betrat, wurde
unrein. Hier war eine scharfe Grenze!!!!!
Es gibt noch heute viele bittere Grenzen und Mauern, die uns von Menschen, Völker,
politische Systeme, Andersdenkenden und Glaubenden trennen. Wir sind es, die Grenzen
ziehen, weil wir Angst haben, nicht mehr Herr über die Lage zu haben
Oder bedenken sie: Vor 40 Jahren undenkbar war, dass ein Schwarzer in den USA
politisch Karriere machen könnte. Das war ausgeschlossen!!! Einfach nicht denkbar! Da
war eine scharfe Grenze.
Trotzdem stand dieser namenlose Hauptmann in der Gunst der jüdischen Bevölkerung.
Eigentlich ungewöhnlich für einen Kriegsherrn in jenen Tagen. Wir können ihn als
Ausnahme betrachten, was durch die geschilderte Beziehung zu seinen Untergebenen
untermauert wird. Einer seiner Diener war sehr ernst erkrankt. Und das Schicksal dieses
Dieners lag ihm am Herzen. Er leidet mit ihm und trotz all seiner Befehlsgewalt und seiner
Macht, kann er ihm nicht helfen, kann er seine Schmerzen nicht lindern oder sie ihm
abnehmen.
Ich kann mir gut vorstellen, dass dieser Mann auch Geld in die Behandlung seines
Knechtes investiert hat. Aber auch das hat nichts geholfen und so muss er sich wohl damit
zufrieden stellen, dass sein Knecht weiter leidet. Es ist unerträglicher Gedanke so
machtlos zu sein. Seinem Schicksal so ausgeliefert zu sein.
„Bitte lieber Hauptmann du musst dir doch endlich eingestehen, dass du nicht Herr mehr
über diese Lage bist. Du hast ja alles menschenmögliche versucht“ Lass es doch gut
sein!!! Hätte ich ihm geantwortet (Billige Floskel und erst recht kein Trost).
Pause
Jener Hauptmann in Kaper na um will sich nicht damit abfinden, dass sein Knecht leidet
weil er wirklich Mitempfinden hat. Auch wenn seine Möglichkeiten erschöpft sind, nichts
mehr zu machen ist, gibt er nicht auf. G egen die miserable Wirklichkeit, gegendas
hoffnungslose Leiden, gegen den Satz "da kann man nichts machen" setzt er: "Du Gott,
du Jesus, du kannst etwas dagegen machen. Du bist lange noch nicht am Ende
deiner Möglichkeiten". Dem der glaubt, ist kein Ding unmöglich.
Gott hat immer seine Möglichkeiten!! Wir müssen sie nur entdecken!!!!
Wissen sie was das Gegenteil von Glauben ist? Gleichgültigkeit
Und so macht er, der alles andere als gleichgültiger Soldat und Mensch sich auf und passt
Jesus ab, als dieser nach Kapernaum kommt.
Was erwarten wir, was dieser Mann nun macht? Pause Er wird doch sicherlich Jesus
sein Anliegen vortragen und ihn bitten, nicht befehlen, seinen Diener zu heilen. Wird auf
ihn einreden und drängen in sein Haus zu kommen und sich den Kranken anzunehmen.
Denn so kennen wir das doch: Kranke flehen, schreien Jesus an ihnen zu helfen,
Angehörige drängen Jesus und decken ganze Dächer ab. Aber weit gefehlt!
Er tritt Jesus zwar in den Weg und erzählt ihm, dass sein Diener krank ist und schrecklich
gequält wird, mehr aber nicht. In dem der Hauptmann Jesus anspricht bekennt er seine
Hilflosigkeit, gesteht er in aller Öffentlichkeit ein, dass er mit seinen Mitteln und
Möglichkeiten am Ende ist.
Aber gleichzeitig bezeugt er auch, worauf er seine ganze Hoffnung setzt, bekennt
er, was er dem Leiden, seiner Verzweiflung und der Hoffnungslosigkeit
entgegensetzt: den Mann aus Nazareth. Er macht klar, wenn ich an
meine Grenzen stoße, dann, spätestens dann, gilt mein ganzes Vertrauen und
meine ganze Hoffnung diesem Mann. Er ist davon überzeugt, dass Jesus sein
Anliegen ernst nimmt und dass er IHN zum Handeln bewegen kann! Er vertraut
sich und seinen Knecht ganz Jesus an! Herr, wie du willst soll es geschehen
und so wird es dann gut sein!
Ich sehe den Blick des Hauptmannes zu Jesus. Ich sehe nur Vertrauen und den Satz kann
ich in seinen Augen lesen „Meine Hilfe kommt von dir“! Es ist wie ein Gebet!!!!!!
Ich frage mich: Woher hat dieser Hauptmann dieses Vertrauen, wie ist es gewachsen?
Woher diesen Glauben? Warum wagt er so zu bitten? Was macht ihn so sicher? Was
sieht er in Jesus?
Pause
Genau das wird durch die Reaktion Jesu deutlich. Jesus erkennt das Anliegen und ist
sofort bereit, etwas zu unternehmen. ER bietet den Hauptmann an, zu ihm nach Hause zu
kommen und den Diener zu heilen. Eigentlich eine religiöser und gesellschaftlicher
Skandal, den sich Jesus als Jude hier zuziehen wird. Denn er wird nach jüdischem Recht
damit unrein. In ein Haus eines Heiden zu gehen, warum auch immer, ist einfach
ausgeschlossen und nicht denkbar!!
Stopp Grenze!!! Ausgeschlossen.
Ich will kommen und ihn heilen." Bei Jesus gibt es kein „Ausgeschlossen!“ Kein
Unmöglich. Er ist Herr der Lage. Ich Helfe!!!
Wie froh wären wir, eine solche Aussage zu hören. Wie froh wäre manch Hilfsuchender,
wenn ihm eine solche Botschaft vermittelt würde. Würden wir nicht dankbar einschlagen
und uns begeistert sofort auf den Weg machen und Jesus den Weg zeigen? „ Super,
komm , kommm, schnell“
Umso mehr erstaunt mich nun die Antwort jenes Hauptmannes:
„Ach was Jesus, das brauchst du nicht, bemühe dich nicht, ich bin nicht würdig, dass du
unter mein Dach, in mein Haus einkehrst. „
Moment mal was jetzt? Sackgasse – soll Jesus jetzt nun kommen und gesund machen
oder nicht? Pause Will er vielleicht Jesus schonen, dass er keinen Ärger mit
den Frommen bekommt oder hat er nicht aufgeräumt?
Nein, falsch gedacht!!
"Sprich nur ein Wort und mein Knecht wird wieder gesund." Hätten sie
das erwartet? Dieser Mann war es von Berufs wegen gewohnt, Befehle zu
empfangen und Befehle zu erteilen. Und für ihn gab es nicht den geringsten
Zweifel, dass ein Befehl wirkungslos bleibt. Im Rahmen seiner begrenzten Macht
und eingeschränkten Möglichkeiten konnte er mit seinen Befehlen Menschen in
Bewegung setzen.
Wenn Jesus Gottes Sohn ist, der Sohn dessen, der Himmel und Erde, der den gesamten
Kosmos geschaffen hat und wenn ihm alle Vollmacht im Himmel und auf Erden gegeben
ist, dann hat er auch Befehlsgewalt über Krankheit! Und so ist es für ihn überhaupt kein
Thema, dass es nicht darauf ankommt, ob Jesus nun in sein Haus kommt, sondern allein
darauf, ob Jesus seinen Diener heilen will oder nicht. Und wenn es dran ist, dann, ja dann
genügt ein Wort von IHM – "Sprich nur ein Wort, und mein Knecht wird gesund!"
Jesus staunt über diesen Mann, wie er liebt und glaubt!!
Jesus macht deutlich, dass der Glaube jenes Hauptmannes etwas Besonderes war. Das
besondere dieses Glaubens erwächst aus seiner Schlichtheit und Klarheit. Da wird nicht
über fünf Ecken mit wenn und aber geglaubt, sondern entweder - oder. Entweder ist Jesus
Gottes Sohn und ihm ist alle Macht gegeben dann genügt auch ein Wort von ihm oder er
ist es nicht.
.
Jesus befiehlt nicht so zu glauben wie dieser Hauptmann, wie er nirgends den Glauben
befiehlt, sondern er klagt darüber, dass er solchen Glauben bei denen, wo er ihn eigentlich
finden müsste, bei den Menschen seines Volkes, nicht findet. Hier nun gewinnt dieser
Bericht seine aktuelle Bedeutung und Größe, sind wir, sind sie und ich angesprochen. Als
Christen zählen wir zum neuen Volk Gottes. Und so wie Jesus damals gehofft hat, diesen
Glauben bei seinem Volk zu finden, so hofft er ihn bei seinen Jüngern, ihn heute bei uns
zu finden. Ich habe mich gefragt: findet Jesus dieses Vertrauen bei mir?
So zu glauben und zu bitten wie dieser Hauptmann! Das wünscht sich Jesus
von uns.
Den anderen Anwesenden bei diese Unterredung , gibt er noch eine andere Art von Vision
mit: Viele werden kommen, von Süden und von Norden, von Osten und von Westen,
werden zu ihm, zu Jesus kommen aus alle Nationen, wie jener Hauptmann und ihm ihre
Anliegen, Sorgen und Nöte sagen. Viele, wir, sie und ich sollen kommen und Jesus sagen,
was uns auf dem Herzen liegt. Das ist das Beispiel jenes Hauptmannes: Grenzen
überwinden, zu Jesus kommen, IHM sagen was mich umtreibt und vertrauen, dass ER
handeln wird. Jesus hat für alle die Türen weit aufgemacht. Er zieht keine Grenzen.
Schluss
"Bleibe in deinen Grenzen und sie gehören dir!" Das ist ein Satz, der alle Möglichkeiten
Gottes zunichte macht.
Wenn Obama als Schwarzer, dies geglaubt hätte, wäre er heute nicht Präsident von
Amerika geworden. ER hat aber die Möglichkeiten Gottes gesehen und den Traum von
Martin Luther King mitgeträumt: Yes we,can!
Er hat Jesus geglaubt "Sprich nur ein Wort!" – dann kann es möglich werden.
Das kann Grenzen sprengen. Mit meinen Gott kann ich über Mauern springen sagt schon
David im Psalm
Wenn der Hauptmann, nicht seine Hoffnung auf Jesus gesetzt hätte, hätte er nicht Jesus
Möglichkeiten erlebt.
Ich wünsche uns die Schlichtheit, diesen Mut, diese Demut und Klarheit dieses Mannes,
für mich und unsere Gemeinde. Lasst uns immer wieder auf Gottes Möglichkeiten
vertrauen, denn er ist für uns da. Er will in unser Leben sprechen, denn er gibt mehr als
du denkst und zu glauben gewagt hast. Gott sagt: Ja ich kann!

Amen.



 


 

 

 






Die wundersame
Brotvermehrung

Hauptgottesdienst 16.02.07                                 Herbert Niedermirtl
oder „Entdecke die Möglichkeiten“



Ich will die Predigtreihe um die Wunder um Jesus heute fortsetzen. Letzte Woche hörten
sie von der Heilung des Kranken am Teich Betesda und heute soll es um eine
„wunder“bare Brotvermehrung gehen.
Sie haben diese Geschichte sicher schon 10x, 20x gehört, aber ich finde diese Geschichte
aus der Bibel auf den 2. Blick noch aufregender….denn es geschehen hier mehr als ein
Wunder. Hier geschieht echte Lebenshilfe und Glaubenshilfe für die Jünger ,für alle
damals Anwesenden und auch heute für uns.. Jesus reagiert wieder einmal ganz anders
als wir uns ihn denken und vorstellen können.
Text Joh.V1-3 Diese Begebenheit erzählt uns ein Zeit- und Augenzeuge – Johannes war dabei:
Danach ging Jesus an das andere Ufer des Sees von Galiläa, der auch See von Tiberius heißt
Eine große Menschenmenge folgte ihm, weil sie das zeichen sahen, die er an den Kranken tat.
Jesus stieg auf einen Berg und setzte sich erst einmal mit seinen Jüngern nieder.
Aufregende Tage-plötzlich ist er da. Der Wundermann- ein Mann Gottes aufgetaucht in
Galiläa- Die Menschen haben gehört von seinen Zeichen und seinen vollmächtigen
Reden über Gott.
Jesus wird entdeckt, wie er sich, wie gewohnt, zurückziehen will. Er sucht oft nach
öffentlichem Wirken die Stille mit seinen Jüngern auf einen Berg. Er braucht Ruhe.
Ruhe zum Gebet. Zum Zwiegespräch mit seinem Vater im Himmel.
Es kostet ihm viel Kraft, es ist nicht einfach in schwierigen Umständen, in ungläubiger ,
manchmal feindseliger Umgebung mit kritischen Menschen, Gott und Glauben zu
erklären!
Doch die Zeichen kommen an. Menschen werden neugierig auf ihn oder sind es reine
Sensationslust? Wir wissen es nicht, warum sie regelrecht Jesus verfolgen, immer
mehr…
Sehnsucht nach Freiheit, die er verspricht.. Hunger nach echtem Sinn im Leben?
Sehnsucht nach Gott?
Über 5000 Menschen hängen Jesus am Hals- sie wollen unmittelbar Zeitzeuge sein,
wenn dieser Jesus vielleicht wieder jemanden heilt oder ein anderes Zeichen vollbringt
oder einer seiner gewaltigen Bergpredigten hält.
5000 Menschen aus allen Hintergründen: Arme ( Sozialschwache) Angestellte,
Arbeitslose,
Beamte, Akademiker, Ausländer, 1 Euro Jobber, Religiöse und Nichtgläubige – aus allen
Schichten, sie sind sich fremd.. Doch mit einem Wunsch Jesus sehen !!!!!
Bedauerlich dass es noch kein Fernsehen gibt, Liveübertragungen würden
Rekordeinschaltquoten bedeuten. Es herrscht eine ungeheuerliche Spannung und die
Aufregung wächst…wann kommt die Predigt….was wird passieren?
V5 Als Jesus aufblickte und sah, dass so viele Menschen zu ihm kamen, fragte er Philippus
Wo sollen wir Brot kaufen, damit diese leute zu essen haben? V6. Dieses sagte er aber nur, um
ihn auf die Probe zu stellen, denn er wusste was er tun wollte.
- als Jesus aufblickte und sah..
Er blickt auf die Menschen, die dort stehen, dicht gedrängt. Er sieht in ihre Gesichter. Er
sieht mehr….Er sieht in gestresste Gesichter, in leidgeprüfte Gesichter, in sorgenvollen
Gesich -
ter, in fragende Gesichter, in mutlosen Gesichtern Er sieht in junge und alte Gesichter. Er
sieht in hungernden Gesichtern … Er sieht in unsere Gesichter!
Jesus hat eine große Sorge: Was brauchen diese Menschen?
Und Philippus, sein Jünger hat ganz andere Gedanken. Er hat vielleicht schon das
Manuskript der Predigt bereitgehalten, Anfragen für Interviews von der örtl. Presse
abgesagt, der Rummel wird ihm langsam zu groß. Diese unerwartete spontane
Anhäufung vieler Menschen ohne Versorgung hier weit vom nächsten Ort, macht ihm
große Sorge, niemand ist auf so etwas eingestellt, man muss die ungeplante
Versammlung schnell auflösen. Am besten sofort.
Jesus weiß um die Gedanken von Philippus und stellt ihn auf die Probe.
Jesus einzige Sorge und Gedanke ist nämlich: Werden alle satt werden: Wo sollen wir Brot
kaufen, damit diese Leute zu essen haben, Philippus?
Diese Frage hat Philippus überhaupt nicht erwartet.
Leider steht dieser Jünger, der schon soviel erlebt hat an Zeichen, die Jesus gewirkt hat,
völlig auf dem Schlauch. Er denkt nicht mehr an die Verwandlung von Wasser in Wein
bei der Hochzeit in Kana..
Er sieht nur die jetzigen Umstände und rechnet nicht mit Jesus Möglichkeiten!
Er ist ein moderner Mensch, ein Realist: Brot für 200 Dinare reicht nicht aus, wenn
auch nur jeder ein Kl. Stück bekommen soll. (200 Dinare ist das Jahresgehalt eines
Arbeiters)
Jesus, es macht keinen Sinn, ich sehe keine Möglichkeiten - unmöglich
Ich gebe zu: Ich hätte die gleiche Antwort gegeben und sie?
Kennen Sie Situation in ihrem Umfeld wo sie keine Möglichkeiten mehr für sich und
andere sehen. Ein Problem, das plötzlich und unerwartet eingetreten ist, dass unmöglich
zu lösen zu scheint.
Noch ein anderer Jünger mischt sich ein: Andreas: Hier ist ein kleiner Jung, der hat 5
Gerstenbrote und 2 Fische, doch was ist das für so viele!!!!
Bitte Jesus wir haben uns Mühe gegeben, das sind unsere Möglichkeiten: 5 Brote und 2
Fische. Bitte sei realistisch, dieses Problem können wir nicht lösen. Akzeptiere doch die
Umstände -Halte deine Predigt und dann schick die Leute endlich heim. Wir haben
zuwenige Möglichkeiten, die Leute satt zu machen.
Was tut Jesus: Es gibt einen coolen Werbespruch: jede Frau kennt Ihn: IKEAEntdecke
die Möglichkeiten
Ich würde es neu übersetzen: Jesu! Entdecke seine Möglichkeiten.
Jesus weiß was er tut. Er befiehlt. Lasst die Leute setzen. Ich sehe in die entsetzten
Gesichter der Jünger!!!! Was er sagt ist unfassbar. Dieser Befehl ist eine Zumutung.
Wenn die Leute sich setzen, werden sie ein Mahl erwarten!! Sie schütteln innerlich den
Kopf, gehen aber durch die Menschenreihen und bitten sie zu setzen.
Mit einer einfachen Selbstverständlichkeit, als wäre alles in bester Ordnung nimmt
Jesus die Brote und die Fische spricht das Dankgebet und verteilt Brote und Fische an
die Menschen. So essen irgendwann über 5000 Menschen in kleinen und großen
Gruppen. Menschen, die noch nie zusammen gegessen haben, ohne Hirachien, essen
fröhlich zusammen. Da sitzt der Praktikant, der Arzt, die Schwester, die Reinigungskraft
und der 1 Euro Jobber zusammen und teilen sich Brote und Fische. Wann hat es so etwas
schon gegegben!!!! UNDENKBAR , in meinen Krankenhaus!!! Unmöglich, es gibt klare
Tischordnungen für alle Berufsgruppen, jede bleibt unter sich!!!!!
Welch ein Wunder !!!!Jesus stiftet Gemeinschaft- einfach so.
Jesus weiß was diese Menschen jetzt brauchen: Brot-Gespräch-Gemeinschaft und die
Nähe Jesus.
Er gibt keine Ratschläge, hält keine Predigt und tut keine Wunderzeichen…Zumindest
nicht auf den ersten Blick…..
Als die Menge satt ist sagt Jesus zu seinen Jüngern:“ Sammelt die übrig
gebliebenen Brotstücke ein, damit nichts verdirbt. Die völlig sprachlosen Jünger
sammelten 12 Körbe ein
Für jeden einen.
Sie standen nun da wie ein Häuflein Elend. kein Jubelsturm um Jesus…peinlich berührt
sie haben Jesus klein geglaubt, klein gedacht und haben erlebt Jesus hat seine großen
Möglichleiten, auch in den schwierigsten menschlichen Umständen. Bei Gott gibt es
kein Aber…. Welch ein Wunder Sie haben verstanden!!!! Bei Gott ist kein Ding
unmöglich.
Selbst der zufriedenen und satten Menschenmenge dämmert es plötzlich, „Moment mal
was ist hier eigentlich mitten unter uns passiert“.
Auch heute hat Jesus seine Möglichkeiten uns „satt“ und zu machen.
Als der Arzt sagte es gebe keine Möglichkeiten eigene Kinder zu haben war meine Frau
und ich sehr deprimiert und es schmerzte sehr….der Wunsch nach Kinder war stark ..
„Entdecke seine Möglichkeiten“ Schritt für Schritt haben wir sie gesehen. Wir haben 2
wunderbare Babys als Adoptivkinder geschenkt bekommen, die bereits heute im
Jugendalter sind. Welch ein Wunder: Gott hatte seine Möglichkeiten wo wir am Ende
waren.
Wie oft hören wir den Satz: Ich sehe keine Möglichkeiten in ihrem Problem, in ihrem
Schmerz, ihre Umstände sind zu kompliziert… Für Jesus gilt das nicht,
denn unsere Verlegenheit, unsere Unmöglichkeit ist seine Gelegenheit!! Wir dürfen
vertrauensvoll uns Gott zuwenden, und das wenige wir haben (5 Gerstenbrote und 2
Fische)
wie dieser Junge zu Jesus bringen…Gott hat seine Möglichkeiten. Er ist ein fürsorgender
Gott
Wenn Patienten zu mir auf meine Reha-Station kommen, haben sie oft nur noch wenig
Hoffnung auf Besserung. ( z.B nach einem schweren Schlaganfall !)
Dann mache ich ihnen Mut weil ich die vielen Möglichkeiten sehe, die wir haben.
(Physiotherapeuten, Logopäden, Neurologen, Internisten, Ergotherpeuten und schließlich
geschultes Pflegepersonal .Wir in unserer Einrichtung haben die ganze Vielfalt an
Möglichkeiten diesen kranken Menschen zu helfen und erleben die erstaunlichsten
Fortschritte. Wie oft höre ich von dankbaren Patienten am Ende der stationären
Behandlung: Ich hätte es nie geglaubt bei diesen Umständen. Es ist so viel mehr besser
geworden.
So ist das bei Jesus: Jesus will uns Mut machen, weil er uns mit seinen Möglichkeiten
überrascht. Wie oft habe ich das schon selbst erleben dürfen!!!
Entdecke seine Möglichkeiten. Wir können ihm jederzeit vertrauen.
Er schaut uns ins Gesicht und weiß was wir brauchen!
Am Schluss steht. Und alle wurden satt - weil er Brot vermehren und geben kann. Er
kann allen Lebenshunger stillen. Das wünsche ich uns auch
Amen.

nach Psalm 23 als Rap
Der Herr ist mein Hirte
meine Leere ist ausgefüllt.
Er stellt mich auf saftige Wiesen
und lässt wieder neue Quellen um mich fließen,
mich seine Liebe genießen.
In ihm tanke ich auf, geht es mir gut.
Ich fasse wieder neuen Mut,
weil ich seinen Namen kenn.
Deshalb sind meine Wege Gerechtigkeit
auch wenn ich wanderte durch das Tal der Dunkelheit.
Ich hab keine Angst, du stehst mir bei,
bist mein Trost, mein Halt und bleibst mir treu.
Im Angesicht meiner Feinde deckst du mir den Tisch.
Du sagst "geliebtes Kind, ruh dich aus, stärke dich".
Gesalbt mit deinem Heiligen Geist
lässt du dein Lebenswasser fließen
in mich hinein, aus mir heraus,
du fängst an mich mit Segen zu begießen.
Du willst mich beschenken,
meinen Weg in die richtige Richtung lenken.
Gut bist du, die Güte in Person.
Deine Gnade steht über allem,
deshalb werde ich nicht fallen,
sondern immer bleiben in deiner Hand
für immer wohne ich in deinem Haus,
das auf Fels gebaut ist, nicht auf Sand
- für allezeit
und du machst mich bereit
für ein Leben in Ewigkeit.

Text: Volzbibel Psalme übersetzt von Jugendlichen in ihrem Sprachsatz


 


 

 

 




Tut Buße -

denn das Himmelreich ist nahe
Predigt: Math 4.17
(K)eineBußpredigt!? Jan.06              
 Herbert Niedermirtl

Als nun Jesus hörte, dass Johannes gefangen gesetzt war, zog er sich nach Galiläa zurück. Dort
verließ er Nazaret und wohnte nun in Kaper na um, dass am See im Gebiet von Sebulon und Naftali
liegt, damit erfüllt werden würde, was durch den Propheten Jesaja gesagt worden ist:
Das Land Sebulon und das Land Naftali,
das Land am See, das jenseits des Jordans,
das heidnische Land Galiläa, das Land, das in Finsternis saß,
hat ein großes Licht gesehen; und denen, die am Ort und im Schatten des Todes saßen, ist ein Licht
aufgegangen.
Seit dieser Zeit fing an zu Predigen: Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen.
Liebe Gemeinde
Sie haben Johannes verhaftet!!. Diese Meldung geht herum wie ein Lauffeuer. Es sind immer die
Schreckensnachrichten, die sich am schnellsten verbreiten.
Jesus ist über die Nachricht entsetzt. Johannes , der große Bußprediger und Freund ist zum
Schweigen gebracht worden. Die hohen Herren in Jerusalem wollen diesen Gottesmann aus dem
Weg räumen. Schluss jetzt mit diesen Bußpredigen!!! Als Johannes, der Täufer Jesus am Jordan
gegenüberstand, weiß er mit Jesus ist das Himmelreich ganz nahe. Umso lauter verkündigte er
danach: Tut Buße, denn das Himmel reich ist nahe.
Jesus zieht sich nach dieser Schreckensnachricht ZURÜCK. Man hört nichts von Protesten,
Petitionen oder Demos! Jesus zieht sich zurück...Er ist in der Krise, so meine ich. Mit einem Schlag
ist ihm selbst bewusst geworden, wie gefährlich die Lage auch für ihn sein wird. Er hat einen
gefährlichen Auftrag. Er ist 30 Jahre alt und sollte am Beginn seines Wirkens stehen. Noch hat
keiner eine Notiz von diesem unbekannten Jesus genommen.
Hat Jesus noch den Mut seine Mission erfüllen. Oder heißt es Mission unmöglich. Ist Weihnachten
damit zu Ende. Kann er seine Angst überwinden ?
Er zieht sich zurück nach Galiläa. Ist das sein Krisenmanagement? Rückzug.
Ausgerechnet vom vorbildlich frommen Judäa nach verrufenem Galiläa. Dieser Landstrich ist
verworfen. Das Grenzland wird fast ausschließlich von Heiden bewohnt. Menschen, die politisch
unzuverlässig sind und mit dem lieben Gott und Religion nichts auf den Hut haben.
Dort im Grenzland haben die Stämme Sebulon und Naftali angesiedelt. Geplagte Völker.
Und dort wohnen auch jüdische Grenzgänger. Sie kennen die religiösen Vorschriften, aber sie
nehmen Gott und die Gebote nicht sonderlich ernst.
Dort taucht Jesus unter!! Dort wird ihn keine Polizei oder ein frommer Fanatiker suchen oder
vermuten. Hat er das richtige Krisenmanagement? Was treibt ihn bloß dahin?
Oder sind ihm die Menschen dort wichtig?
Ich finde es spannend und aufregend, das schon Jahrhunderte davor im AT der Prophet Jesaja diese
Prophezeihung weitergibt. Nachzulesen Jes.Kap8:
Das Land Sebulon und das Land Naftali,
das Land am See, das jenseits des Jordans,
das heidnische Land Galiläa, das Land, das in Finsternis saß,
hat ein großes Licht gesehen; und denen, die am Ort und im Schatten des Todes saßen, ist ein Licht
aufgegangen.
Ist es Zufall? Jetzt ist Jesus genau dort und erfüllt vielleicht völlig unwissend oder gerade wissend
diese Botschaft.
Dieses Volk lebt im Dunkel- gottfern und gottlos! Immer bedroht. .im Schatten des Todes!!
Laufend Kampfhandlungen, Überfälle, Verbrechen, Hungersnot, Krankheiten, Armut.. immer sind
sie Gefahren ausgesetzt. Diese Schatten werden sie nicht los...
Wir selbst merken das ja auch sehr schmerzlich. Auch wir kennen diese Schatten in unserem Leben.
Unser Leben oder das unserer Angehörigen ist bedroht: Jetzt auch noch durch heimtückische
Tsunami .. oder ernsthafte Erkrankungen, Verkehrsunfälle, Terroranschläge, Arbeitslosigkeit,
Sinnlosigkeit. Es liegt ein Schatten auf unserem Leben. Davor haben wir Angst.
Wenn es heißt dass das Volk in Dunkeln lebt, dann heißt das für mich übersetzt: Es muss in Angst
leben. Das ist Dunkelheit!! Enge- alles was eng macht- mich erdrückt „Herzenge“-agina pectoris
Gibt es da eine Lösung? Oder gar eine Erlösung?
Doch Moment mir fällt auf: es heißt hier in diesem Text:
Das in Finsternis saßen, die am Ort und im Schatten des Todes saßen, - Vergangenheit, sie saßen da
. Sie sitzen jetzt nicht mehr da!
Was ist passiert? Sie haben ein Licht gesehen. Sie haben Licht für Ihre Seelen bekommen!!
Jesus bleibt nicht passiv und stumm. Er hat seine Angst überwunden und will seinen Auftrag
erfüllen. Ein UNMÖGLICH gibt es für ihn nicht. ER predigt und nimmt denselben Satz in den
Mund, der Johannes das Leben kosten wird: Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe!
Ich hätte jetzt jeden anderen Satz erwartet in dem Land der Angst, aber diesen?
Die Leute fürchten sich wie heute vor Tsunamis, vor anderen Katastrophen, Krankheiten u.s.w.
Aber mit diesen Schatten werden wir wohl leben müssen. Aber Jesus weiß wie wir unsere Angst
überwinden können, weil ER doch alles im Griff hat. JESUS weiß, wie er den Menschen zuerst
helfen kann. Unsere Beziehung zu Gott muss wiederhergestellt und repariert werden!!!
Tut Buße!!
Buße: Viele finden es ein sehr altmodisches und lästiges Wort. Ich hab da auch meine Probleme:
Ich denke an Bußgelder, die ich wegen Geschwindigkeitsübertretung zahlen muss.
Oder das moderne Strafrecht kennt die Buße als Strafe: 10 Jahre Knast Verbüßen.
Oder die Drohung: das wirst du mir Büßen!! Ich stelle mir hagere Mönche im Mittelalter in
Bußgewänder vor, die richtend Endzeit verkündigten.
Buße hat einen faden Beigeschmack.
Bitte vergisst das.
Buße wie Jesus es meint heißt: - Umkehren – über etwas Leid empfinde – etwas bereuen – einen
neuen Sinn denken und bekommen.
Das klassische Beispiel ist der verlorene Sohn im Gleichnis von Lukas. Der Sohn bereut seine Taten
und kehrt wieder um in das Haus seines Vaters, der ihm alles vergibt.
Buße heißt etwas bereinigen - eine Beziehung wiederherstellen, die zerstört war.
Jetzt wird mir klar, nicht nur unser Leben wird durch den Schatten des Todes bedroht, sondern mein
Leben ist höchst gefährdet, wenn meine Beziehung zu Gott und den Mitmenschen leidet und
zerstört ist.
Wir brauchen ein Frühwarnsystem für die Tsunamis, wir brauchen sichere Autos, wir brauchen eine
Terrorbekämpfung, wir brauchen Hilfsorganisationen, aber was wir am meisten benötigen ist das
Licht!! Gott selbst!! Die Beziehung zu Gott.. So sieht Jesus das.
Buße ist etwas fröhliches- Ich darf neu anfangen – umkehren – einen neuen Sinn denken und
finden ...Zurückkehren in Gottes Freundschaft, in seine Liebe zurückkehren.
Beispiel: Wenn ich mich verfahre habe auf der Autobahn, dann wünsche ich mir nichts sehnlicher
als eine Ausfahrt. Wo ich dann wenden kann um zurück zu fahren.
Der Ärger ist groß wenn keine kommt...... wenn ich sie sehe strahle ich auf.
Kehrt um, denn das Himmelreich ist nahe gekommen.
Lasst uns nicht als Grenzgänger glauben. Jesus sagt: kehrt um und tretet ein in den Bund der Liebe
und lebt darin!!
Beispiel EHEPAAR
Jesus lädt uns ein ganz mit ihm zu leben.. nicht ein bisschen Ehe spielen sondern mit ihm eine
Beziehung leben. Es soll eine Liebesgeschichte werden mit uns und Gott. Eine lebenslange.
Abschluss.
Unser Leben bleibt , wie auch unsere Beziehungen zerbrechlich, vielleicht bleibt der Schatten des
Todes über unserem Leben weiter bedrohlich, doch wir dürfen uns dem LICHT zuwenden und aus
dem Schatten heraustreten, Das Licht bestrahlt unser Leben und ich mir mir ganz sicher: Gott wird
mit uns und unserm Leben fertig. Er will, dass wir angstfrei leben. Fürchte dich nicht, das wird uns
zugesprochen , denn das Himmelreich ist nahe.

 Amen



 


 

 

 




Glaube 
Vorsprung durch Vertrauen

Hauptgottesdienst Predigt 2007                         Herbert Niedermirtl

Herr,segne mein Reden und unser Hören Amen

Liebe Gemeinde
Macht Glaube noch Sinn?
In unserem heutigen Predigttext aus dem Hebräerbrief macht Paulus den ersten Christen
Mut, an Gott nicht zu verzweifeln. Es macht doch Sinn Gott zu vertrauen! Gaube könnte
so einfach sein, aber er ist es nicht.
Schon gar nicht in schwierigen Zeiten, in schwierigen Umständen. Wir kennen das ja aus
eigener Erfahrung.
Kann man Gott begreifen? Was verändert sich mit dem Glauben an Gott überhaupt?
Der Hebräerbrief richtet sich an eine judenchristliche Gemeinde, die sich im
Alten Testament bestens auskennt. Den Christen, die von der römische Macht
verfolgt wird, soll dieser Brief, Mut machen an Gott festzuhalten, trotz aller Kämpfe,
Bedrängnisse, Hoffnungslosigkeiten: Glaube lohnt sich….auch heute…Paulus holt ein
Vorbild hervor, ein Mann des Glaubens:
Hören wir den Text: Hebräer 11, 8-10
Aufgrund des Glaubens gehorchte Abraham dem Ruf Gottes wegzuziehen in ein
Land, das er zum Erbe erhalten sollte. Er verließ ohne zu zögern, seine Heimat.
Dabei wusste er überhaupt nicht, wohin er kommen würde.
Aufgrund des Glaubens hielt er sich als Fremder im verheißenen Land auf. Wie
Isaak und Jakob, denen Gott dieselbe Zusage gegeben hatte, wohnte er nicht in
einem festen Haus, sondern in Zelten.
Denn Abraham wartete darauf, dass er einmal in die Stadt einziehen würde, die
wirklich auf festen Fundamenten steht und deren Gründer und Erbauer Gott selbst
ist."
Es sind 3 Überschriften, die uns Abraham als Glaubensvorbild und Mutmacher für
unseren eigenen Glauben vorgeben:
1. Im Glauben wissen wir, wo wir herkommen
2. Im Glauben sind wir Fremdlinge
3. Im Glauben gehen wir auf ein Ziel zu
Zuerst müssen wir klären: Was heißt eigentlich glauben?
Es gibt eine Definition für Glauben, die Paulus am Anfang des 11. Kapitel so beschreibt:
Glaube aber ist: Ein Feststehen in dem, was man erhofft, ein Überzeugt sein von
Dingen, die man nicht sieht: -
Glaube ist mit Gott in eine Beziehung treten und vertrauen.
Es ist schwer zu erklären, vielleicht gelingt es an einen Beispiel:
Ich kenne eine Frau, der ich 100% vertraue. Sie heißt Iris, meine Ehefrau
Ich bin von Iris guten Absichten gegenüber mir absolut überzeugt Warum weiß ich das,
was macht sie so sicher? Warum glaube ich ihr jedes Wort? Pause
Weil ich mit ihr in eine Beziehung getreten bin und sie gut kenne. Ich vertraue ihr…Ich
glaube ihr
Es könnte so einfach sein… ist es aber nicht immer…..singen die fantastischen 4
Ich kann Gott nur kennen lernen, wenn ich mich auf ihn einlasse und mit ihm in ein
Beziehung trete.
.Zurück zu der ersten Überschrift:
1.Im Glauben wissen wir, wo wir herkommen
Unser Predigttext macht deutlich: Abraham lebte in Verbindung mit Gott. Er ist in eine
Beziehung getreten.
Er hat ein Verhältnis. Eine LIEBESBEZIEHUNG zu Gott
Er hatte eine Antenne für Gottes Stimme. Er wusste: Wir Menschen sind nicht allein auf
dieser Welt. Wir haben uns nicht selbst das Leben gegeben. Sondern da gibt es einen
Schöpfer. Er hat jeden einzelnen Menschen im Blick. Mein Leben ist für ihn wichtig. Aus
diesem Vertrauen heraus konnte Abraham gehorsam sein. Dieser Gott ist absolut
vertrauenswürdig und am Beispiel Abraham sieht man, das Glaube eben keine
Einbahnstraße ist! Pause
Die Bibel nennt Abraham, den »Vater des Glaubens«. Von Abraham können wir
lernen, was es heißt, Gott zu vertrauen.
In einem Alter, wo andere schon längst in Rente sind, hört er die Stimme Gottes: »Geh
weg von deiner Heimat und mache dich auf den Weg in ein Land, das ich dir zeigen
werde. «Das war von Gott eigentlich unerhört, aber er blieb nicht unerhört!!!!
Abraham hörte und gehorchte!
Das war nicht eben nur ein Umzug von einer Stadt in die andere. Das war ein totaler
Bruch mit seinem bisherigen Leben. Raus aus der Großfamilie, die Halt und Sicherheit
gibt. Weg aus der Heimatstadt, in der Abraham bekannt und geachtet ist. Aufbruch in
eine ungewisse Zukunft. Wohin die Reise geht, erfährt Abraham nicht. Doch er hört Gottes
Versprechen: Aus zwei alten Leuten soll ein großes Volk werden. Pause Spätestens jetzt
müssen Abraham Zweifel gekommen sein. Denn er und seine Frau Sara sind kinderlos.
Das war in der alten Zeit ein schlimmes Schicksal. Wer soll im Alter für die beiden sorgen?
Doch Abraham vertraut Gott und macht sich auf den Weg ins Unbekannte. Wahrscheinlich
haben viele realistische und vernünftige Menschen zu ihm gesagt:
„Hey, alter Mann du hast dich verhört,“ oder: „Nein so was würde doch Gott dir nie
zumuten, wie kannst du nur so was glauben“…..
Abraham hat wahrscheinlich nur geantwortet: Glaube ist die feste Gewissheit, das sich
erfüllt, was Gott versprochen hat. Glaube ist nicht vernünftig sondern Vertrauenssache!
Und ich habe Vorsprung weil ich Gott vertraue!
Und er zieht weg.
Müssen wir uns nicht auch wie Abraham auf den Weg machen? Sollten nicht auch wir
Abschied nehmen - Abschied von einer Gedankenwelt, die den Sinn des Lebens durch
den Spaßfaktor ersetzt? Abstand nehmen von der Überheblichkeit, dass der Mensch alles
kann und darf? Im Glauben wissen wir, wo wir herkommen. »Durch den Glauben
erkennen wir, dass die Welt durch Gottes Wort geschaffen ist« [Vers 3]. Das ist unsere
Herkunft: Gott hat uns gemacht. Niemand ist zufällig auf dieser Erde. Und so sollen wir
dann auch leben: In Verantwortung vor Gott. Im Hören auf sein Wort. Im Glauben, der sich
den neuen Weg zeigen lässt.
Die zweite Überschrift: Im Glauben sind wir Fremdlinge
Abraham betritt Neuland. Dinge geschehen, die er nicht für möglich gehalten hätte. Seine
Frau Sara wird in hohem Alter schwanger und der ersehnte Sohn wird geboren. Abraham
hat als Viehzüchter Erfolg, die Familie kommt zu Wohlstand. Da ist die Versuchung groß
zu sagen: Jetzt haben wir, was wir erreichen wollen. Jetzt richten wir uns auf Dauer ein, für
die Ewigkeit sozusagen, jetzt wollen wir unser Leben genießen, jetzt waren wir lange
genug unterwegs. Pause Doch Abraham lebt weiterhin wie ein Nomade in Zelten. Er zieht
von Weideplatz zu Weideplatz. Die Bibel sagt: »Durch den Glauben ist Abraham ein
Fremdling gewesen in dem verheißenen Lande« [Vers 9]. Dieser Weg zeigt uns, dass
wir uns nicht an die Dinge dieser Welt klammern sollen. Abraham ist im Land der
Verheißung angekommen - doch er darf es nicht festhalten.
Was wir hier hören, befremdet uns. Sollen wir Christen weltfremd sein? Dürfen wir uns
nicht freuen an den schönen Seiten des Lebens? Müssen wir auf Sicherheiten und
Annehmlichkeiten verzichten?
Abraham soll sich nicht auf die Werte verlassen, die in dieser Welt zählen –
Marktwirtschaft, Grundbesitz, Aktiengewinne, Statussymbole, Ansehen als Mitbürger, Sitz
und Stimme im Stadtrat. Er soll im Vertrauen auf Gott leben. Sein Zelt ist Zeichen dafür,
dass er sich nicht in den Verhältnissen einrichten darf. Er soll auf dem Weg des Glaubens
nicht zurückbleiben, er soll weiterhin dem Wort Gottes folgen. Er soll In Bewegung
bleiben!
Vielleicht hilft eine kleine Geschichte zur Verdeutlichung: Ein Urlauber konnte ein
paar Tage in einem Kloster verbringen. Er war erstaunt über die bescheidene
Einrichtung der Zimmer. Er fragte einen Mönch: »Wo habt ihr denn alle eure
Möbel?« Schlagfertig fragte der Mönch zurück: »Ja, wo haben Sie denn ihre?« »Ich
brauche keine,« antwortete der Urlauber, »ich bin ja nur auf der Durchreise.«
»Sehen Sie,« sagte der Mönch, »wir auch.«
Im Glauben sind wir nur auf der Durchreise. Das eröffnet uns eine große Freiheit. Wir
brauchen den Sinn des Lebens nicht in vergänglichen Dingen zu suchen. Wir müssen uns
nicht anstrengen und abstrampeln auf der Jagd nach Glück und Geld. Sondern wir dürfen
im Vertrauen auf Gott leben. Manchen mag das weltfremd erscheinen. Doch auf dem Weg
des Glaubens werden wir immer neue Lebensmöglichkeiten finden. Wie Abraham sollen
auch wir Gottes Führung erleben.
Auch Jesus ist den Weg des Glaubens gegangen. Er hat nicht festgehalten, was ihm
zugestanden hätte, sondern er kam in die Fremde, er wurde Mensch. So hat er die
Verheißung Gottes erfüllt: Dass wir Menschen aus der Fremde zurück in Gottes Heimat
finden.
Und damit kommen wir zur dritten Überschrift:
Im Glauben gehen wir auf ein Ziel zu
Der letzte Satz des Predigttextes sagt: »Abraham wartete auf die Stadt, die einen festen
Grund hat und deren Baumeister und Schöpfer Gott ist« [Vers 10]. Es mag sein, dass wir
auf dem Weg des Glaubens manches aufgeben müssen. Es mag sein, dass wir nicht
immer mithalten können mit dem, was andere haben und darstellen. Doch im Glauben
gehen wir auf ein Ziel zu. Wir haben eine Hoffnung, die ganz auf Gott setzt. Wie sagt
schon Klaus Volmer: Ich glaube,was man nicht glauben kann. Ich habe eine Hoffnung, wo
es keine Hoffnung gibt! Das ist Glaube, kein Irrtum !!
Glaubende sind eine GmbH: Gemeinschaft mit begründeter Hoffnung
Wir verlassen uns nicht auf das, was wir mit unserer Hände Werk erarbeiten und
aufbauen können. Mit Abraham warten wir »auf die Stadt, die einen festen Grund hat und
deren Baumeister und Schöpfer Gott selbst ist«. Jetzt geht es nicht mehr um Zelte, um
vergängliche Domizile. Sondern Gott wird unserem Leben ein endgültiges Zuhause geben.
Das, was jetzt noch nicht sichtbar ist, wird dann ewig bleiben. Diese Hoffnung ist keine
Vertröstung auf ein fernes Jenseits. Sondern der Glaube wird schon jetzt davon beflügelt.
Augrund des Glaubens ! Solche Wagnisse können nur im Glauben geschehen. Ich stelle
fest, auch mitten unter uns geschehen Wagnisse aufgrund des Glaubens.
Aufgrund des Glaubens wird vorbildlich ein sehr pflegebedürftiger Angehöriger
liebevoll gepflegt
Aufgrund des Glaubens haben Mitarbeiter eine Sommerfreizeit für Jugendliche in
Schweden geplant.
Aufgrund von Glauben plant ein anderes Mitarbeiterteam ein intensives Konficamp
in Italien
Aufgrund des Glaubens lassen sich Menschen berufen als Pfarrer und Pfarrerin in
schwierigen Zeiten
Aufgrund des Glaubens lassen sich Menschen rufen in Ehrenämter in unserer
Gemeinde
Viele weitere Beispiele könnte ich noch nennen.
Liebe Gemeinde, unser Predigtabschnitt ist einem Kapitel der Bibel entnommen, in dem
es um die Frage geht: Wer ist denn vor uns auf dem Weg des Glaubens gegangen?
Neben Abraham werden auch viele andere genannt. Ihre Lebenswege sind ganz
unterschiedlich. Aber in drei Punkten gleichen sie sich alle:
Alle haben ein Ziel vor sich, das Gott ihnen geschenkt hat.
Alle machen sich gehorsam auf den Weg zu diesem Ziel hin.
Und alle erfahren immer wieder, dass Gott verborgen an ihrer Seite mitgeht – auch dort,
wo der Weg beschwerlich und unübersichtlich wird. Gott ist nur ein Gebet weit weg
Bemerkenswert ist die Ermutigung, mit der unser Kapitel schließt. Da heißt es von
den vielen Glaubenden:Sie sollen nicht ohne uns vollendet werden.
Nicht ohne uns, das heißt: Wir dürfen und sollen dazugehören zu den Ungezählten,
die vor uns und neben uns den Weg des Glaubens gegangen sind und gehen. Wir
sollen dazugehören zu der Gemeinde der Glaubenden, für die Jesus Christus, der
Anfänger und Vollender des Glaubens geworden ist.
Gott wir mit uns fertig. Ganz sicher Amen.

Fürbittengebet
I. Guter Gott,
wir bitten dich um einen festen Glauben,
der trägt,; wo wir viel zu tragen haben
der festhält, wo vieles haltlos ist;
der loslässt, was vergänglich und unnütz ist;
der aufhilft, wo Menschen zu Fall gekommen sind;
der einen Weg sieht und weist,
wo die Ausweglosigkeit beklagt wird.
Um einen solchen lebendigen Glauben bitten wir dich,
Guter Herr,
wir bitten für alle Menschen in der Welt,
damit deine Liebe siegt, dein Frieden regiert
und deine Gnade zum Wohl der ganzen Welt leuchtet.
Wir bitten dich, lieber Vater,
für unsere Familien, Freunde, Kinder, Eltern und Nachbarn,
wir bitten für uns selbst.
Lass uns treu und mutig deinen Willen suchen
und mit unserem Glauben anderen helfen,
den Weg zu gehen,
an dessen Ende ein ganz neuer Anfang auf uns
Guter Gott, du Schöpfer der Welt,
wir danken dir für das Leben, das du uns schenkst
an jedem Morgen neu.
Wir bitten dich für die Menschen,
die nichts spüren von deiner Gegenwart:
Für alle, die leiden unter den Verhältnissen,
weil sie betrogen wurden oder verlassen...
Gib ihnen Kraft und zeige ihnen den Weg für ihr Leben.
Wir bitten für alle, die mutlos sind und müde,
weil sie mit einer Krankheit leben müssen...
weil sie das Gefühl haben, nicht gebraucht zu werden...
Gib ihnen Kraft und zeige ihnen den Weg für ihr Leben
Amen

 

 


 

 

24. Mai 2010- Pfingstmontag     Hauptgottesdienst  
Begabe uns heiliger Geist   

 Liebe  Gemeinde               

Wir feiern heute das Pfingstwunder und die Ausgießung des Heiligen Geistes

Viele Menschen außerhalb der Kirche wissen nicht mehr, was da vor 2000 Jahren los war.   Als in Jerusalem die  Jünger und Anhänger von Jesus Gott in Aktion erlebten, Wie sie von Gott wach und -aufgerüttelt wurden, plötzlich in fremden Sprachen reden konnten, wie sie vor aller Welt begabt wurden und Gott in einem  neuem Licht sahen  Sie wurden be“geist“ert  von Gott. Das war die Geburtsstunde der Kirche. Jesus hatte ihnen versprochen, dass wenn er von ihnen ginge, würde er ihnen seinen Geist senden. Jetzt war er über sie gekommen. Das passierte einfach so: Das Drehbuch Gottes ist schon unerklärbar.

Der heutige Bibeltext zeigt eine besonders große Wirkung des heiligen Geistes nach dem Pfingstwunder:  Der Apostel Paulus Er lässt uns teilhaben im 1. Brief an die Korinther wie Gott wirkt:

Er schreibt:

 Korinther 12, 4-11
Es sind verschiedene Gaben; aber es ist ein Geist
Und es sind verschiedene Ämter; aber es ist ein Herr
Und es sind verschiedene Kräfte
aber es ist ein Gott, der da wirkt alles in allen. 
In einem jeden offenbart sich der Geist zum Nutzen aller; 
dem einen wird durch den Geist gegeben, von der Weisheit zu reden; 
dem andern wird gegeben, von der Erkenntnis zu reden, 
nach demselben Geist; einem andern Glaube, 
einem anderen die Gabe, gesund zu machen
einem andern die Kraft, Wunder zu tun; 
einem andern prophetische Rede; 
einem andern die Gabe, die Geister zu unterscheiden; 
einem andern mancherlei Zungenrede; 
einem andern die Gabe, sie auszulegen. 
Dies alles aber wirkt derselbe eine Geist 
und teilt einem jeden das Seine zu, wie er will.

.
So bunt und vielfältig ging es also in der Kirche von Korinth zu.

Ich staune über das, was ich da lese. Hier ist also Gott in Aktion.

Er geht um Gaben- um Geistesgaben oder der griechische Begriff. „Charismen  „Gnadengaben!“   Gott begnadet….

Es sind Gaben die  Gott in vielfältiger Weise an verschiedensten Menschen verschenkt hat mit dem einem Ziel. Gottes Reich, seine Kirche hier auf Erden zu bauen.

Mit klaren Worten nennt der Apostel den dreieinigen Gott als Urheber. In feierlicher, ja liturgischer Sprache bringt Paulus das Wirken Gottes in seiner ganzen Weite und Vielfalt zum Ausdruck: 
Es sind verschiedene Gaben, aber es ist ein Geist
Und es sind verschiedene Dienste, aber es ist ein Herr
Und es sind verschiedene Kräfte, aber es ist ein Gott
der da wirkt alles in allen.
Ich sehe, die Vielfalt und denke: Wie reich war die Kirche in Korinth!!

Laut Christian Schwarz Gründer des Instituts für Gemeindeentwicklung zählt er 30 geistliche Gaben in Korinth.

 Wie sieht die Kirche heute aus? Wie sieht die Kirche in Deutschland aus? Wie sieht es bei uns in der Auferstehungskirche aus?

 Sind wir heute ärmer?

Unsere evangelische Kirche heute, die ich liebe und mir Heimat gibt, ist perfekt durchorganisiert und ein großer Wirtschaftsbereich. Der größte Arbeitgeber in Deutschland. Alles ist geplant und geregelt. In Synoden und Dekanatsausschüssen bis auf das kleinste alles geklärt. Es gibt klare Liturgievorstellungen und strenge Ordnungen. Wir haben klare Kirchenregeln, Kirchengesetze und alles ist strukturiert. Alles wird professionell gehandhabt und in Projekten wird fachmännisch gearbeitet.  

Darf da überhaupt der Heilige Geist noch stören? Darf er da noch wirken wie er will?
 Braucht die Kirche noch diese Gnadengaben?

Wo Gott nicht mehr wirken darf, wo der HG an die Kette gelegt wird, hört die Kirche auf zu atmen. Denn ohne seinen Geist erlahmt unser Glaube, erkaltet die Liebe zu Gott und zu den Menschen, Werden wir uns wieder fremd. Wird Gott uns wieder fremd.
Komm heiliger Geist mit deiner Kraft , die uns verbindet und Leben schafft, singen wir im Gottesdienst.

Das ist eine Einladung zu Gottes Wirken, eine Einladung an Gott: Mach uns lebendig! 

Begabe uns, damit wir uns einander dienen können.  Denn wir brauchen heutebegabte Christen: die das Wort der Erkenntnis sagen in einer schwierigen Situation, wo heute Kirche mehr verwirrt, als Orientierung gibt.

Wir brauchen begabte Christen, die in aller Demut Glaubenskraft besitzen und Menschen Mut machen, Gott zu vertrauen. Wir brauchen Christen, die das Wort der Weisheit sprechen können, wenn uns die Erfahrung fehlt. Wir brauchen Christen, die  begabt sind in Seelsorge und  Trost und Mut zusprechen, wenn das Leid übermächtig scheint. Die Kirche 
braucht begabte Menschen, die sich in ihren Dienst stellen und Gottes Wort mit Klarheit auslegen und aussprechen, Wir brauchen Menschen, die begabt sind in der Organisation und Leitung, Wir brauchen prophetisch begabte Menschen, die den Durchblick behalten und weitersehen. Christen, die die vielen Geister unterscheiden können und sagen was gut und nützlich ist für uns. Wir brauchen begabte Denker, praktisch begabte und 
diakonisch begabte Menschen.  Wir brauchen begabte Menschen, die die Gabe der Heilung besitzen. Wir brauchen begabte Menschen, die sich Zeit nehmen für das Gebet. Auch künstlerisch begabte Menschen werden gebraucht  und.....
...
Wissen sie was mir Mut macht und ich in Geburtstagslaune bin….

 Ich sehe diese Menschen vor mir! Gott wirkt mitten unter uns

 „Du bist begnadigt und begabt!!“ 

 In unserer Auferstehungskirche sind die unterschiedlichsten Gaben  sichtbar:  So bunt- so vielfältig geht es in der Auferstehungsgemeinde zu  -Wir haben uns rufen lassen und erleben dass Gott uns gebraucht -Wir trauen uns, das Gebet zu sprechen: Komm heiliger Geist störe uns!!

 
 

Beispiel: Wasserhahn:  Wir drehen einfach auf, es fließt nicht spärlich eine  Rinnsaal sondern ein fester Wasserstrahl.

Wir vertrauen dass selbstverständlich Wasserfließt, wenn wir aufdrehen!!

„Aufdrehen? Oder schließen?   Offen sein oder verschlossen sein? Wenn  ich nicht trinke, verdurste ich, trockne ich aus.  lebensgefährlich

Als Krankenpfleger habe ich es immer wieder mit exsikierten (also ausgetrockneten) Patienten zu tun. Besonders bei alten Menschen ist das ein Problem, die einfach das Trinken vergessen haben und oft tagelang nichts getrunken haben. 

Wenn wir bittenKomm heiliger Geist, öffnen wir den Wasserhahn. Lassen wir den HG einfach fließen. Eines ist klar, wenn den Hahn fest verschlossen halte, werde ich als Christ langsam austrocknen.

Wird mein geistliches Leben austrocknen?
Komm heiliger Geist:

Wie Gott wirkt müssen, wir ihm überlassen. Ein gefährliches Gebet. Denn schon die Jünger Jesus wurden völlig überrascht und waren ziemlich perplex. Gott in Aktion heißt immer: Er bewegt Herzen und Menschen. Er begnadet und begabt, wir er will. Er bleibt der Handelnde!! Er beschenkt. Ich kann nichts einfordern, Keine Gabe ist mehr wert als die andere. Keiner hat Grund sich zu überheben oder sich zu klein und unbedeutend zu fühlen. Wenn alle Gaben zusammen kommen und für den Nächsten genützt und eingesetzt werden, erst dann dürfen wir uns Kirche Jesu nennen, erst dann  wird Jesus mitten uns sichtbar, dann wächst Gemeinde Christi und die Freude und Hoffnung zieht ein. Dann werden wir lebendig und anziehend sein, als Mensch, als Christ, als Kirche Jesu.

 ...so lassen sie mich schließen mit dem Lied von Klaus Okonek

Komm heiliger Geist mit deiner Kraft , die uns verbindet und Leben schafft

1. Wie das Feuer sich verbreitet und die Dunkelheit erhellt,
so soll uns dein Geist ergreifen, umgestalten unsre Welt.
2. Wie der Sturm so unaufhaltsam, dring in unser Leben ein.
Nur wenn wir uns nicht verschließen (Hahn offen) können wir deine Kirche sein.
3. Schenke uns von deiner Liebe, die vertraut und die vergibt.
Alle sprechen eine Sprache, wenn ein Mensch den andern liebt.

 Amen


 


 

Die Unmöglichkeit von Weihnachten war unser Thema auf der Adventsfreizeit 2008. Je länger ich darüber nachdenke, umso klarer wird mir, dass Weihnachten einfach unbegreiflich bleibt. Ein menschliches Gehirn kann es nicht fassen : Gott wird Mensch. Der "vom Himmel gefallene" Gott wird uns gleich. Die Menschwerdung Gottes bleibt das gößte Wunder, dass uns geschenkt wurde. Gott bekommt ein Gesicht. Jesus ist dieses Gesicht, dass uns ansieht.                                                Herbert  Dez.2008               

                                                                

 


 

 

 

 

Ich werde eines Tages verstehen - ganz sicher und Gottes Führung begreifen. Ich werde nur rückblickend verstehen lernen, vielleicht erst am Ende meines Lebens. Aber jetzt schon bin ich ein Dankender und Staunender geworden über Gottes Wege in meinen Leben. Nun hoffe ich auch ein Beter zu werden, denn Gebet ist ein Geheimnis, eine unbegreifliche Macht,die Himmel und Erde verbindet. Eines weiss ich: Es gibt Trost und Hoffnung für jeden Menschen. Das habe ich schon verstanden.

 

 

                    

 

                         Herbert Nov 2008

 

 

 

 


Ich glaube, das was man nicht glauben kann...Gott wird Mensch. Er wird vergänglich. Er wechselt die Seiten.
In Jesus erkenne ich diesen unfassbaren und unerklärlichen Gott. 
Mehr Mensch geht nicht. 
Mehr Gott geht nicht
.



 

Alles was mehr aus uns macht,    

           ist Gnade für uns.   

                     Rainer Maria Rilke



 

Liebe tief  -  Hör auf die innere Stimme der Liebe. Zögere nicht, zu lieben und tief zu lieben. Du fürchtest vielleicht den Schmerz, den tiefe Liebe bereiten kann. Der Schmerz, den tiefe Liebe bereitet, macht deine Liebe um so fruchtbarer.           

Kehr heim  -   An zwei Tatsachen musst du festhalten. 
Erstens: Gott hat verheißen, dass du die Liebe erhalten wirst, nach der du gesucht hast. 
Und zweitens: Gott bleibt dieser Verheißung treu.
                 

                       Henri J.M. Nouwen      



 

Vom Sich-Sorgen zum Gebet

Ein sorgenvolles und hektisches  Leben bedeutet: Unser Leben wird zerstückelt. Unser Alltagsleben zerfällt in lauter einzelne Bruchstücke. Wir finden keine Ruhe. Wir verlieren unsere Mitte. Wir sind uns selbst fremd. Unsere vielen Sorgen lassen uns überall auf einmal, aber selten zu Hause sein. So ließe sich die geistliche Krise wie folgt beschreiben: Wir haben zwar alle eine Anschrift, sind aber dort selten anzutreffen. Es gibt kein Ort, an dem man ( auch Gott) uns ansprechen kann.

Die Sorgen im Gebet zu Gott abgeben bedeutet, dass wir uns entschließen wieder Zuhause einkehren und unsere Mitte wieder finden. Jesus greift diesen Zustand auf, indem wir voll gestopft, aber unerfüllt sind; schrecklich beschäftigt, aber innerlich ohne Beziehung zu all dem, was wir tun; überall unterwegs, aber niemals zu Hause. Er will uns an den Ort führen, an dem wir gehören. "Sorgt euch nicht...sucht vielmehr zuerst sein Reich, dann wird euch alles einfach andere gegeben (Matth.6,31.33)

                                            aus "Dem vertrauen, der uns hält" Henri J.M.Nouwen 

 

 


 

Gewicht geben

Gibt IHM die Ehre 

 Ehre heißt übersetzt: Gewicht geben, schwergewicht

* wir sollen Gott Gewicht geben und das Andere leicht nehmen

* wir sollen Gott wichtig nehmen, wiel er uns wichtig nimmt

* bei Gott sind wir keine  Leichtgewichte

 


 

 

 
    Wo ist Gott?
                       Gott    
                           ist nur
                                ein Gebet
                                            weit
                                                  weg!! 


 


  DER ANDERE GLAUBT NICHT BÖS,

                                   SONDERN NUR ANDERS

                                                          Klaus Vollmer

 


 

Mein Stand in Jesus:

Ich bin das Salz der Erde, Mt 5.13
Ich bin das Licht, Mt 5.14
Ich bin wie eine Stadt, die auf dem Berge liegt,  Mt 5.14
Ich bin wie ein Licht auf dem Leuchter, Mt 5.15
Ich bin Bruder und Schwester und Mutter von Jesus, Mt 12.50
Ich bin jemand, der Frucht bringt,Mt 13.23
Mein Name ist im Himmel geschrieben, Lk10.20
Ich bin Kind Gottes, Joh.1.12
Ich bin von neuem geboren, Joh3.3
Ich habe ewiges Leben, Joh3.36
Ich bin wirklich frei, Joh6.3
Von mir werden Ströme des lebendigen Wasser fließen,Joh  7.38
Ich kenne Jesus und höre seine Stimme, Joh 10.27
Ich bin ein(e) Freund(in) Jesu
Ich bin dazu bestimmt, hinzugehen und Frucht zu tragen, Joh 15.16
Ich bin erwählt von Jesus, Joh15.16
Ich bin vom Vater so geliebt, wie er Jesus geliebt hat, Joh17.23
Ich bin der Empfänger der Kraft des Heiligen Geistes, Apg 1.8
Ich bin ein(e) Geliebte(r) Gottes, Röm 1.7
Ich bin Empfänger der Gerechtigkeit Gottes, Röm 3.22
Ich bin Gottes Tempel, 1.Kor. 3.16
Ich bin teuer erkauft, 1.Kor 6.20
Ich bin solcher, in dem Gott das wollen und Vollbringen wirkt, Phil 2.13
Ich bin Pilger und Fremdling, 1.Petr2.11
Ich bin der himmlischen Berufung teilhaftig, Heb 3.1
Ich bin wiedergeboren zu einer lebendigen Hoffnung, 1.Petr.1.3
Ich bin Empfänger von vielerlei Gnadengaben, 1.Petr.4.10
Ich bin aus der Finsternis berufen zu seinem wunderbaren Licht, 1.Petr.2.9
Ich bin berufen zur Heiligung, 1.Thess 4.7
Ich bin Gottes Bau, 1.Kor. 3.9
Ich bin durch Jesus in allen Stücken reich gemacht, in aller Lehre und Erkenntnis,1Kor.1.5